Eibelstadt

Wie es im Eibelstädter Gewerbegebiet vorwärts geht

Das Eibelstadter Gewerbegebiet Am Thomasboden ist noch nicht fertig, aber der erste Spatenstich für eine Logistikhalle ist gemacht. Doch so flott geht es nicht weiter.
Die eingearbeitete Geländestufe Richtung Mainufer markiert den maximalen Verlauf eines Jahrhunderthochwassers für das Gewerbegebiet Am Thomasboden, das teilweise im Hochwassergebiet des Mains liegt.
Die eingearbeitete Geländestufe Richtung Mainufer markiert den maximalen Verlauf eines Jahrhunderthochwassers für das Gewerbegebiet Am Thomasboden, das teilweise im Hochwassergebiet des Mains liegt. Foto: Antje Roscoe

Seit knapp einem Jahr wird an der Erschließung des Gewerbegebietes in Eibelstadt gearbeitet. Gerade frisch asphaltiert ist die parallel zur B 13 angelegte Zufahrt mit dem Straßennamen Am Thomasboden. Weitergeführt wurde aber auch die Straße Am Sportplatz in das Gewerbegebiet hinein. "Ende Juni soll alles fertig sein", sagt Bürgermeister Markus Schenk.

"Ich erwarte in Kürze Notartermine und kann dann Konkretes zur weiteren Belegung sagen."
Bürgermeister Markus Schenk

Doch Corona bremst die zügige Besiedlung erst einmal aus. Eibelstädter Firmen, die Interesse bekundet hatten, erklärt Schenk, wollten jetzt erst einmal abwarten. Die Intention sei gewesen, für sie Expansionsraum zu schaffen, wie das für das Australian Fashion House funktioniert hat. Unter anderem ein Möbel-Großhändler gehört zum Kreis der Interessenten, deren Arbeitsplätze die Stadt halten und neue dazugewinnen möchte. Bei den Bewerbern von außerhalb ist Schenk zuversichtlich. "Ich erwarte in Kürze Notartermine und kann dann Konkretes zur weiteren Belegung sagen", berichter der Bürgermeister.

Guter Standort an B13 und A3

Das Gewerbegebiet Am Thomasboden verfügt über 4,7 Hektar Fläche netto für Gewerbe. Dazu kommen 3,5 Hektar Ausgleichsflächen im unmittelbaren Umfeld. Eineinhalb Jahre dauerte es, bis alle Grundstücke der vormals zwölf Eigentümer zur Stadt Eibelstadt gewechselt hatten. Damit machte der Erwerb durch Kauf beziehungsweise Tausch ein aufwändiges Umlegungsverfahren obsolet. Insgesamt, so Schenk, beliefen sich die Kosten des Projekts inklusive Grunderwerb auf 5,2 Millionen Euro.

Elf Grundstücke sind vorgeplant, bei einer Größe von 2200 Quadratmeter beginnend. Gas- und zweierlei Glasfaseranschlüsse sind inklusive. "Der Quadratmeterpreis liegt bei 145 Euro, voll erschlossen und erste Lage", wie Schenk betont. Als Standortvorteil sieht er nicht nur die Autobahn A3 und die Bundesstraße B13, sondern auch den Mainradweg, an den das Gewerbegebiet sogar mit zwei Zufahrten angebunden sei.

Verschiedene Wasserrückhaltebecken - im Bild dasjenige für Niederschlagswasser - wurden an den Rändern des neuen Gewerbegebietes Am Thomasboden in Eibelstadt eingearbeitet.
Verschiedene Wasserrückhaltebecken - im Bild dasjenige für Niederschlagswasser - wurden an den Rändern des neuen Gewerbegebietes Am Thomasboden in Eibelstadt eingearbeitet. Foto: Antje Roscoe

Verbesserungen beim ÖPNV geplant

Als Beispiel nannte er die Firma i-Welt nebenan: Marlies Wachmeier, zuständig für Marketing und Presse, kommt gerade mit dem E-Bike aus Würzburg und sie ist nicht die einzige Radlerin im Haus. Die Entwicklung einer App für E-Biker und eine Kooperation mit E-Bike Herstellern hatte das Thema dort befördert. Beim ÖPNV wolle er noch auf Verbesserungen hinwirken, so Schenk, unter anderem bei der Haltestelle. Nicht geklappt hatte die Vorstellung, das Gewerbegebiet mit eigener Anbindung an die B 13 und die Autobahnzufahrt zu versehen. Schenk spricht von einem Jahr Zeitverlust in diesem Zusammenhang.

Etwa den gleichen Zeitaufwand hatte es auch erfordert, beim Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg überhaupt die Genehmigung zur Entwicklung des Gewerbegebietes und die Bebauung zu erhalten, da Teilflächen im Hochwassergebiet liegen, berichtet der Bürgermeister. Den Pegel für ein Jahrhunderthochwasser markiert nun eine Geländestufe auf den jeweiligen Grundstücken. Zwei Hochwasser-Retentionsbecken, die zusammen 4500 Kubikmeter Wasser aufnehmen können, wurden außerdem nördlich und südlich des Gewerbegebietes angelegt. Zusätzlich gibt es ein Auffangbecken für Niederschlagswasser, welches nach Möglichkeit aber auf den jeweiligen Grundstücken versickern sollte.

Nachhaltige Entwicklung ist wichtig

Insgesamt legen der Stadtrat und er persönlich Wert auf eine nachhaltige Entwicklung, betont Markus Schenk. "Das Gewerbegebiet wird komplett eingegrünt", so Schenk weiter. Die Pflanzung von 110 Bäumen beziehungsweise Baumalleen sei vorgesehen, darunter weitere Obstbäume. Zum Radweg hin wurden bereits Bienenweide-Blühmischungen eingesät.

Nach den Vorstellungen der Stadt Eibelstadt sollen Am Thomasboden Handel, Handwerk, Büros, Dienstleistung oder Produktion einziehen. Tankstellen, Verkaufsmärkte und Logistikbetriebe hatte der Stadtrat ausdrücklich ausgeschlossen.

Die Zufahrt Am Thomasboden läuft parallel zur B13 und wird trotz Baustelle bereits von Radfahrern frequentiert.
Die Zufahrt Am Thomasboden läuft parallel zur B13 und wird trotz Baustelle bereits von Radfahrern frequentiert. Foto: Antje Roscoe

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