Ochsenfurt

Wie Ochsenfurt die Not in Moria lindern kann

Mitglieder des ehemaligen Helferkreises für Geflüchtete rufen zur Solidarität mit den Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos auf.
Mit ihrer Aktion vor dem Ochsenfurter Rathauses riefen Mitglieder des Helferkreises für Geflüchtete zur Solidarität mit den Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos auf.
Mit ihrer Aktion vor dem Ochsenfurter Rathauses riefen Mitglieder des Helferkreises für Geflüchtete zur Solidarität mit den Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos auf. Foto: Uschi Merten

Der Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria hat viele Menschen erschüttert. Aus diesem Grund haben Mitglieder des ehemaligen Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit im Ochsenfurter Helferkreis für Geflüchtete vor dem Rathaus eine Aktion gestartet. "Moria brennt – Ochsenfurt hat Platz" lautet ihre Botschaft, mit der die Veranstalter auf die verheerende Situation der Flüchtlinge auf der Insel Lesbos aufmerksam machen und zugleich mit Bürger darüber ins Gespräch kommen wollten.

Die Veranstaltung ist an eine Aktion vor dem Berliner Reichstag angelehnt. Dort waren 13 000 Stühle aufgestellt worden, symbolhaft für die 13 000 Menschen, die zu der Zeit noch im Flüchtlingslager Moria unter unwürdigen Bedingungen ausharren mussten. Durch den Brand in dem Lager hat sich ihre Situation inzwischen weiter verschlimmert.

Sieben leere Stühle

Sieben leere Stühle standen vor dem Rathaus. Das sei die Zahl an Geflüchteten, die Ochsenfurt noch problemlos aufnehmen könnte, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises, Tina Westendorf, und erklärt, wie viel die Stadt und der Helferkreis bereits für Flüchtlinge getan hat. Die Idee sei, dass jede Gemeinde einen kleinen Beitrag leisten könnte. Wenn sich viele Gemeinden solidarisch zeigen, dann würde eine große Sache daraus.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Öffentlichkeit fordern zugleich, dass das Problem gesamteuropäisch gelöst werden müsse. Die Uneinigkeit der Staaten solle nicht auf dem Rücken der Menschen ausgetragen werden. Deshalb soll die Aktion dazu auffordern, die Not der Geflüchteten nicht hinzunehmen, sondern sich ihr entgegenstellen.

Arnold Köpcke-Duttler, Vorsitzender des Arbeitskreises, weist darauf hin, dass es sich dabei um eine öffentliche Versammlung handelte, deren Genehmigung auch ein Hygienekonzept  zugrunde lag. Die Einhaltung des Abstands- und Hygieneregeln wurde auch von der Polizei überprüft. 

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Ochsenfurt
  • Uschi Merten
  • Brände
  • Flüchtlinge
  • Flüchtlingscamps
  • Mitglieder
  • Not und Nöte
  • Polizei
  • Rathäuser
  • Staaten
  • Städte
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!