Würzburg

Wie schnell kommt Photovoltaik auf städtische Gebäude?

Bei Neubauten und Dachsanierungen soll es künftig grundsätzlich Solaranlagen und Begrünung auf den Dächern geben. Bei der Umsetzung hapert es aus verschiedenen Gründen.
Symbolfoto einer Montage einer Photovoltaik-Anlage. Die Stadt Würzburg will mit gutem Beispiel vorangehen und die Dächer städtischer Gebäude künftig konsequent zur Nutzung von Solarstrom nutzen.
Symbolfoto einer Montage einer Photovoltaik-Anlage. Die Stadt Würzburg will mit gutem Beispiel vorangehen und die Dächer städtischer Gebäude künftig konsequent zur Nutzung von Solarstrom nutzen. Foto: Getty Images

Die Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen und die Dächer städtischer Gebäude künftig konsequent zur Nutzung von Solarstrom nutzen. Auf allen dafür geeigneten Dächern sollen Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen entstehen – das hat der Umweltausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Bisher gibt es erst zehn größere Photovoltaikanlagen auf Schulen und Betriebsgebäuden des Gartenamts und der Stadtreiniger.

Es war der erste Beschlussvorschlag, den Klima- und Umweltbürgermeister Martin Heilig (Grüne) in den Stadtrat eingebracht hat. Nach dem Klimaversprechen, das der Stadtrat erst im November einstimmig abgegeben hat, rannte er damit im neu besetzten Ausschuss offene Türen ein: Der Ausbau der Photovoltaik ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität, die die Stadtverwaltung bis 2030 und die gesamte Stadt bis 2045 erreicht haben soll.

Photovoltaikanlagen ab einer Dachfläche von 50 Quadratmetern

Die seit 2011 entstandenen zehn Anlagen – die Hälfte sind Bürgersolaranlagen – "sind ein guter Anfang, aber es gibt noch viel zu tun", sagte Heilig. Daher sollen künftig auf allen Gebäuden der Stadt und der städtischen Eigenbetriebe ab einer Dachfläche von 50 Quadratmetern Photovoltaikanlagen und Dachbegrünungen entstehen. Die Regelung, die vom Stadtrat am Donnerstag noch bestätigt werden muss, gilt allerdings nur bei Neubauten und Dachsanierungen.

Wie schnell und konsequent die Umsetzung erfolgen kann, ist noch offen. "In vielen Fällen ist eine Realisierung aufgrund der Statik, einer erforderlichen Dachsanierung oder der denkmalrechtlichen Gegebenheiten nicht möglich", heißt es in der Beschlussvorlage.

23 Schuldächer haben Sanierungsbedarf

Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten konnten bisher nicht alle städtischen Gebäude, sondern nur die Schulen auf ihr Photovoltaik-Potenzial hin untersucht werden. Das Ergebnis: 23 Schuldächer haben Sanierungsbedarf, fast alle eignen sich zumindest teilweise für eine Solaranlage.

Bei vier Schulen (Friedrich-Koenig-Gymnasium, Leonhard-Frank-Grundschule, Mönchbergschule und Wirsberg-Gymnasium) sind Statik und Zustand der Dächer bereits jetzt gut genug, die Realisierung wird derzeit zusammen mit der WVV in Form von Bürgersolaranlagen geprüft.

Außerdem will Heilig untersuchen lassen, "ob es auch Möglichkeiten auf Dächern gibt, die erst in einigen Jahren zur Sanierung anstehen". Die nächste Bürgersolaranlage soll auf dem Dach des neuen Wolfskeel-Schwimmbads entstehen. Um das Thema weiter voranzutreiben, hat die Stadtverwaltung eine Stelle für kommunales Energiemanagement ausgeschrieben. Zusätzliche Stellen zu besetzen sei schwierig, "weil der Markt teilweise leer gefegt ist", sagte Heilig.

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