WÜRZBURG

„Würzburg ist eine Klimastadt“

(Rö.) Seit Montag findet im Congress Centrum die bundesweite Klima- und Ressourcenschutzkonferenz 2008 statt, die von der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) veranstaltet wird. Neben Staatssekretärin Dagmar Wöhrl vom Bundeswirtschaftsministerium und dem Europaparlamentarier Karl-Heintz Florenz sprach dort am Montag zur Eröffnung auch Oberbürgermeister Georg Rosenthal zum Thema „Würzburg als Klimastadt“.

Schon seit den 50-er Jahren hätten seien die Themen Kraft-Wärmekopplung und Energieeffizienz für Würzburg einen besonders hohen Stellenwert, erklärte der OB den Kongressteilnehmern. Durch die Modernisierungen in den letzten Jahren nehme das Heizkraftwerk an der Friedensbrücke bundesweit eine führende Position im Bereich der Kraft-Wärmekopplung ein. Im vergleich zu 1990 habe Würzburg seine Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent reduziert, was wesentlich auf die Kraft-Wärmekopplung zurückzuführen sei.

Flächendeckendes Netz

Schon das HKW in seiner ursprünglichen Form habe nicht nur die Erzeugung von Strom, sondern auch die Versorgung der Innenstadt mit Fernwärme ermöglicht. Heute erschließt ein flächendeckendes Netz die Altstadt, die Zellerau und die Sanderau. Nächstes Jahr werde auch der Hubland-Campus ans Fernwärmenetz angeschlossen, so der OB. Ab 2009 werden bis zu 80 Prozent des in Würzburg benötigten Stroms in eigenen Heizkraftwerken produziert, das heißt , das jede dritte in Würzburg verbrauchte Kilowattstunde durch die Kraft-Wärmekopplung erzeugt wurde. Das suche in Deutschland seinesgleichen und berechtige dazu, Würzburg als Stadt zu bezeichnen, in der Klimaschutz einen hohen Stellenwert besitzt.

Dazu komme noch die Kombination mit der thermischen Verwertung von Abfällen im Müllheizkraftwerk. Hier werden jährlich mehr als 200 000 Tonnen Abfälle verwertet, woraus ca. 100 Millionen Kilowattstunden Strom und 35 Millionen Kilowattstunden Fernwärme erzeugt werden. Neueste Zahlen besagen, dass die im letzten Jahr verbrannten 215 000 Tonnen Abfall und die damit eingespeiste Energie zu einer CO2-Entlastung von 50 000 Tonnen geführt haben. HKW und MHKW zusammen erzeugen jährlich 700 Millionen Kilowattstunden Strom und 360 Millionen Kilowattstunden Fernwärme.

Zukunftsaufgaben

Klimawandel und die Entwicklung der Energiepreise werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, so Rosenthal weiter. Neben der Einsparung von Energie hält der OB die Themen Wärmedämmung und energetische Sanierung für besonders wichtige Zukunftsausgaben. Auch hier sei Würzburg auf einem guten Weg. So wurden inzwischen mehrere Schulen energetisch saniert und eine Gebäudeleittechnik für Ämter und Hallen installiert. Dieses Feld solle in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Ziel sei es Potenziale zum Energiesparen zu ermitteln und dann die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

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