Würzburg

Würzburg Lesewoche rückt langsam näher

Würzburg Lesewoche rückt langsam näher       -  Mit diesem Motiv wird für die Aktion „Würzburg liest ein Buch“ plakatiert. Entworfen hat es der Würzburger Grafiker Oli Hummel.
Foto: Abbildung: Würzburg liest e.v. | Mit diesem Motiv wird für die Aktion „Würzburg liest ein Buch“ plakatiert. Entworfen hat es der Würzburger Grafiker Oli Hummel.

Das Programm für die zweite Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch“ nimmt immer mehr Konturen an. In diesem Jahr steht im Mittelpunkt der Leseaktion die historische Novelle „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ von Jakob Wassermann. Die zentrale Aktionswoche rund um das Buch mit Lesungen, Ausstellungen, Aufführungen und Wettbewerben findet vom 8. bis 17. April statt. Immer weiter verdichtet sich das umfangreiche Programm. Ständig kommen neue Veranstaltungen hinzu.

Eine davon ist eine Ausstellung im Johanna-Stahl-Zentrum vom 4. bis 28. April. Das Thema ist „Landjuden in Unterfranken und die familiären Wurzeln von Jakob Wassermann“. Durch eine weitere Ausstellung führt am 7. April um 17 Uhr Eva Pleticha-Geuder in der Universitätsbibliothek. Dort werden zeitgenössische Drucke der Werke von Jakob Wassermann gezeigt. Den Literaturexpress lässt am 9. April von 12 bis 15 Uhr der Autorenkreis durch die Stadt fahren. Dessen Mitglieder lesen in der Straßenbahn aus dem „Junker Ernst“. Über „Friedrich Spee und die „Cautio Criminalis“ spricht am 9. April um 18 Uhr Professor Eric Hilgendorf in der Alten Universität. An diesem Tag gibt es auch noch eine Führung mit Stadtheimatpfleger Hans Steidle. Bei einem abendlichen Rundgang (Beginn 20 Uhr) werden Schauplätze der Hexenverfolgung in Würzburg besucht.

Auch filmischer Zugang

Lisa Kuttners Tanzraum-Ensemble gastiert am 10. April im Theater am Neunerplatz mit einer Tanz- und Textperformance über eine der Romanfiguren, nämlich die Mutter des Junker Ernst. Titel: „Zauberinnen sollt Ihr nicht am Leben lassen“. Auch filmisch wird das Thema der Aktionswoche abgehandelt: Am 10. April zeigt das Central Kino um 11 Uhr „Weltenbrand oder Christian Wahnschaffe“, ein Stummfilm mit Klavierbegleitung von 1920. Am 11. April um 20.30 Uhr wird Werner Herzogs Kaspar-Hauser-Verfilmung gezeigt. Eine Eigenproduktion hat sich die Theaterwerkstatt ausgedacht: Das Puppentheaterstück „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ mit dem piccolo teatro espresso und dem Puppenbauer und -spieler Thomas Glasmeyer hat am 13. April Premiere.

In einer Literarischen Matinee am Sonntag, 17. April, lesen und erzählen Claudia Schneider und Kerstin Lauterbach vom Storykeller-Ensemble des Theaters Chambinzky Märchen und Sagen aus der Zeit des Junker Ernst. Beginn ist um 11.15 Uhr im Rudolf-Alexander-Schröder-Haus. Welche Rolle Kleidung und Schneiderei in Wassermanns Novelle spielen, darüber hat sich Daniel Klein Gedanken gemacht.

Die entsprechenden Stellen aus dem Buch trägt er am Sonntag, 17. April, ab 13 Uhr im Nähcafe Edeltraud, das sich inzwischen in der Grabengasse 11 befindet, vor.

Auch die Schriftstellerin Nora Gomringer, die im vergangenen Jahr mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis einen der renommiertesten deutschsprachigen Literaturwettbewerbe gewann, hat inzwischen ihr Programm konkretisiert. „Fabulieren heute: Der Junker, die Dichterin, der Trommler“ wird sie am Samstag, 16. April, zusammen mit Philipp Scholz den Originaltext des „Junker Ernst“ neu und ungewohnt vortragen. Die außergewöhnliche Lesung findet um 18 Uhr in der Stadtbücherei statt.

Ungewöhnliches Erzählerlebnis

Ein ungewöhnliches Erzählerlebnis verspricht auch die Erzählkünstlerin Karola Graf, die am Donnerstag, 28. April, 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek Karlstadt zu Gast sein wird. Bei ihrem Programm „...erzählt Junker!“ wird sie musikalisch von Georg Schirmer mit Liedern von Georg Kreisler begleitet.

Zusätzlich zu diesem schon jetzt umfangreichen Programm können sich weitere Kooperationspartner beim „Würzburg liest e.V.“ melden. Gesucht werden Institutionen, Vereine, Unternehmen oder Bürger, die während der Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch“ aktiv werden möchten. Das können sie mit Lesungen aus „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ auch an ungewöhnlichen Orten, mit Diskussionsrunden oder künstlerischen Umsetzungen der im Roman angesprochenen Themen. An Altenheime, Cafes oder Geschäfte, die in der Aktionswoche Leseort sein möchten, werden auf Anfrage Vorleser vermittelt. Jeder, der mitmachen möchte, kann sich über die Internetseite www.wuerzburg-liest.de oder in den beteiligten Buchhandlungen informieren und eine Aktionsidee noch bis zum 2.Februar anmelden.

Die Wassermann-Novelle ist inzwischen auch als mehrstündiges MP3-Hörbuch im Buchhandel erhältlich. Gelesen wird der Text von dem Schauspieler Martin Menner. Die CD kostet 14.95 Euro.

Die Aktionswoche wird getragen von den Buchhandlungen dreizehneinhalb, erLesen, Knodt, Neuer Weg, Schöningh sowie dem Antiquariat Daniel Osthoff. Dort ist auch eine kostenlose 32-seitige Broschüre mit allen wichtigen Basisinformationen zu „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ erhältlich.

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