Würzburger Ansichten: Harte Einschnitte für die Zukunft

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ie maroden Finanzen der Stadt Würzburg sind ein Dauerbrenner. Wieder einmal traf sich der Stadtrat, um den Mangel zu verwalten und um eine Art Leitfaden für das restliche Jahr zu diskutieren. Eine Hilfe von außen? Illusorisch, meint OB Pia Beckmann. Die Gemeindereform scheint gescheitert, die Kommunen stehen im Regen. Nun geht das nicht ewig so weiter, mit der haushaltslosen Zeit in Würzburg. Kein Geld für Investitionen bedeutet nahezu Stillstand in Würzburg. Irgendwann muss die Stadt das Finanzloch stopfen und ihre Ausgaben den Einnahmen anpassen, das forderte jüngst Innenminister Günther Beckstein. Und hier setzt die OB mit ihrem Kämmerer auf die mittelfristige Finanzplanung: bis 2007, spätestens, soll Würzburg wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben.

Viele Puzzle-Steinchen sollen das ermöglichen, unter anderem auch weiterhin ein massiver Personalabbau im Rathaus. Ohne Service-Einbrüche für die Bürger wird das nicht gehen, da sogar im Gespräch ist, die Ämterzeiten stark auszudünnen. Wer dann mault, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wer dann über jedes Loch im Straßenbelag schimpft, weiß nicht, wie es um Würzburg steht: Fast sieben Millionen Euro jährlich fehlen in der Kasse.

Mit vielen kleinen "Mosaiksteinchen" (O-Ton OB und Kämmerer) wird das Sparziel aber nicht erreicht. Wenn Würzburg wieder handlungsfähig werden will, gilt es aus eigener Kraft eine lange Durststrecke zu überwinden. Dann werden Stadtrat und Oberbürgermeisterin unter anderem weitere Schulen und unrentable Einrichtungen schließen und städtische Grundstücke verkaufen müssen, um das Ganze zu retten. Die Erhaltung des Nautiland-Bades war eine nette politische Entscheidung des Stadtrates, wirtschaftlich war sie nicht.

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