Würzburg

WVV: Würzburger Straßenbahnen fahren wieder regelmäßig

Nachdem die Straßenbahnen in Würzburg bisher auch unter der Woche nach Samstags-Fahrplänen getaktet waren, gilt ab dem 25. Juni wieder der Regelfahrplan. Wie kam es dazu?
Viele Würzburger nutzen wieder die Straßenbahn und waren unglücklich über die geltenden Samstags-Fahrpläne. Ab dem 25. Juni wird wieder nach Regelfahrplan gefahren.
Viele Würzburger nutzen wieder die Straßenbahn und waren unglücklich über die geltenden Samstags-Fahrpläne. Ab dem 25. Juni wird wieder nach Regelfahrplan gefahren. Foto: Ulises Ruiz

Seit dem 30. März fuhren die Straßenbahn- und Buslinien der WVV von Montag bis Freitag größtenteils nach dem „Samstags-Fahrplan“. Für viele Menschen, die an Werktagen dennoch zur Arbeit müssen, bringt das Probleme mit sich. Im März berichtete diese Redaktion bereits über die Situation.

Immer wieder war von überfüllten Bahnen und Bussen die Rede. "Um 6.15 Uhr ist die Straßenbahn sehr voll! Ich habe schon Angst, zur Arbeit zu fahren", schrieb eine Würzburgerin im März unter einem Aufruf der Redaktion in den sozialen Medien.

Kritik von Verkehrsclub und GRÜNE Jugend

Auch der der ökologische Verkehrsclub VCD warnte im März vor einem zu starken Ausdünnen von Fahrplänen. Volle Busse und Bahnen seien ein großes Sicherheitsrisiko in Corona-Zeiten, erklärte der Verband bundesweit.

"Momentan ist es sehr uneinheitlich geregelt, jeder Verkehrsbetrieb macht, was er will."
Gerd Weibelzahl, VCD-Landesverband Bayern

Dieser Meinung war auch Gerd Weibelzahl vom VCD-Landesverband Bayern. "Momentan ist es sehr uneinheitlich geregelt, jeder Verkehrsbetrieb macht, was er will", sagte er auf Nachfrage der Redaktion. Er sieht die Verkehrsbetriebe in besonderer Verantwortung, für Schutz zu sorgen.

Auch die Grüne Jugend äußerte sich zur Situation und unterstützte die Meinung der Kritiker. "Perspektivisch darf der Öffentliche Nahverkehr nicht auf dem Abstellgleis landen. Deshalb muss der Takt wieder verdichtet werden – ein Samstags-Fahrplan ist keine Dauerlösung", so Miriam Zschau, Schatzmeisterin der Grünen Jugend Würzburg.

"Perspektivisch darf der Öffentliche Nahverkehr nicht auf dem Abstellgleis landen. Deshalb muss der Takt wieder verdichtet werden – ein Samstagsfahrplan ist keine Dauerlösung."
Miriam Zschau, Schatzmeisterin der GRÜNEN Jugend Würzburg

Die WVV reagierte auf Forderungen

Seit 1. April fuhren die Busse und Bahnen zwar immer noch nach dem Samstags-Fahrplan, die WVV bot aber mehr Fahrten auf der Straßenbahnlinie 5 im morgendlichen Berufsverkehr an. "Mit diesen Anpassungen gehen wir davon aus, dass sich die Situation im Berufsverkehr morgens entzerrt", sagte WVV-Pressesprecher Jürgen Dornberger.

Im März hieß es, dass die Situation weiterhin aufmerksam beobachtet werde, um je nach Lage zu entscheiden, ob weitere Änderungen notwendig sind. Diese Änderungen werden nun vorgenommen: ab dem 25. Juni fahren die Straßenbahnen nun wieder nach dem regulären Fahrplan.

Rückkehr zum Regelfahrplan

Jürgen Dornberger, Pressesprecher der WVV, teilte auf erneute Anfrage mit, dass festgestellt wurde, dass die Anzahl der Fahrgäste, gerade in den Tageszeiten der Schülerbeförderung stetig steigt. Deswegen habe man sich entschlossen, zu allen bisherigen Straßenbahnschnellverbindungen zurückzukehren.

"Bei den aufgenommenen Fahrten handelt es sich um vier Fahrten täglich, die in den Hauptverkehrszeiten zur Schülerbeförderung durchgeführt werden."
Jürgen Dornberger, Pressesprecher WVV

"Bei den aufgenommenen Fahrten handelt es sich um vier Fahrten täglich, die in den Hauptverkehrszeiten zur Schülerbeförderung durchgeführt werden", sagt der Pressesprecher. Durch die Wiederaufnahme der Schnellverbindungen möchte die WVV die Rückkehr in die Normalität fördern. Trotzdem appelliere die WVV nach wie vor an alle Fahrgäste bei Fahrten im Öffentlichen Nahverkehr, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und die Hygienevorschriften einzuhalten.

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