Würzburg

Zeit für den Blauen Eumel

Kultur in ungezwungener Atmosphäre: Bei einem Konzert in der Umweltstation Wuerzburg gab es neben Jazz auch ein Streichquartett (Katharina Büll, Martin Schiessler, Violinen, Johannes Eva, Viola und Hoang Nguyen, Cello).
Kultur in ungezwungener Atmosphäre: Bei einem Konzert in der Umweltstation Wuerzburg gab es neben Jazz auch ein Streichquartett (Katharina Büll, Martin Schiessler, Violinen, Johannes Eva, Viola und Hoang Nguyen, Cello). Foto: Dita Vollmond

Wenn die Menschen in Würzburg die Plakate mit dem kleinen blauen Lkw sehen, wissen sie, es ist wieder Zeit für den Blauen Eumel. Auch in diesem besonderen Jahr wurde die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Umweltstation weitergeführt, und so konnten die geplanten Sommerkonzerte auf der Aktionswiese der Umweltstation bereits zum neunten Mal in gewohnt entspannter Atmosphäre stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Organisationsteam des Blauen Eumel um Jan Kuhlmann hatte im Vorfeld die nötigen Vorkehrungen getroffen und garantierte bei Einhaltung aller Schutz- und Hygienemaßnahmen einen reibungslosen Ablauf der beiden mit jeweils 200 Zuschauern ausverkauften Konzerte.

Die Gäste wurden von Figuren mit riesigen Köpfen begrüßt und bei bestem Wetter in den idyllischen Park geleitet. Die Zuschauer folgten den abwechslungsreichen Darbietungen gebannt auf Bänken, Stühlen und Decken. Zu Bestaunen gab es ein anspruchsvolles und eingängiges Programm aus klassischer Kammermusik, Jazz und Rezitation.

Das Markanteste am Auftritt der 15 Eumelnauten bestand neben der künstlerischen Qualität der einzelnen Künstler und Künstlerinnen, in der Bandbreite der Darbietung.

So begann das Programm der Klassik mit einem Streichquartett von Beethoven und schlug dann in wechselnder Besetzung mühelos einen Bogen über Spohr, Rachmaninoff und Mahler bis hin zu Bartók und Dvorak, um den musikalischen Reigen mit einem Tango von Carlos Gardel zu beschließen.

Sängerin Hiltrud Kuhlmann wusste die Zuhörer mit ihrem klaren Sopran in die Geschichten des deutschen und des russischen Kunstliedes zu entführen, einfühlsam begleitet von Karine Terterian am Klavier.

Mortz Mihm stellte mit Verbunkos von Bartók seine Virtuosität an der Klarinette unter Beweis. Für Violinistin Katharina Büll war es ein Vergnügen, ein weitgehend unbekanntes Stück, ein Klavierquartett von Mahler, im Programm zu haben. Zu den romantischen Klängen des Streichquintetts op. 97 von Dvorak träumte sich das Publikum in die böhmische Heimat des Komponisten.

Die Sparte Jazz wurde repräsentiert durch Jonik, bestehend aus Johannes Liepold am Saxophon und Nikolaus Jira am Klavier. Das Duo spielte Eigenkompositionen und zauberte mit seinen musikalischen Dialogen mal beschwingte, mal meditative Klangbilder. 

Zwischen Klassik und Jazz sprach Schauspieler Boris Wagner Gedichte.

Der zweistündige Auftritt des Blauen Eumel wurde begeistert aufgenommen und mit Applaus und Spenden gewürdigt. Viele Besucher zeigten sich dankbar für die Möglichkeit, endlich wieder Kultur genießen zu dürfen – direkt und analog.

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