Frickenhausen

Zu viele geparkte Autos in engen Straßen

Nicht nur im Altort, sondern auch in Siedlungen von Frickenhausen gibt es Beschwerden über zu eng parkende Autos. So soll nun im Hahnsteig das bestehende absolute Halteverbot ausgeweitet werden. 
Nicht nur im Altort, sondern auch in Siedlungen von Frickenhausen gibt es Beschwerden über zu eng parkende Autos. So soll nun im Hahnsteig das bestehende absolute Halteverbot ausgeweitet werden.  Foto: Klaus Stäck

Der  "ruhende Verkehr" ist Dauerthema in Bürgerversammlungen und Gemeinderatssitzungen. Parken an Engstellen, so dass keine Rettungsfahrzeuge mehr durchkommen, Parken vor Privatgrundstücken und überhaupt zu wenig Parkplätze. Diese Punkte werden  immer wieder genannt und betreffen nicht nur den Altort, sondern auch Neubausiedlungen.  So ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung um Halteverbote in der Valentin-Zang-Straße im Altort und im Hahnsteig, einer relativ jungen Siedlungsstraße.

Diese und andere Verkehrsthemen waren vor kurzem Gegenstand von Ortseinsichten mit Vertretern der Gemeinde, der Polizei und der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.  In der Valentin-Zang-Straße geht es kurz vor dem oberen Torturm eng zu. Landwirte hätten sich beschwert, dass sie mit ihren Fahrzeugen kaum durchkommen, wenn dort geparkt wird. So berichtete es Bürgermeister Günther Hofmann.

Darum soll nun vor dem Turm bergaufwärts rechts ein absolutes Halteverbot angeordnet werden. Zudem habe er Kontakt mit den Anliegern aufgenommen. Im Hahnsteig werde auf der Straße eng geparkt, obwohl es an den Wohnhäusern Garagen und  Stellplätze gebe. Hofmann berichtete von einer Situation, wo Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr durchgekommen wären. Das bestehende absolute Halteverbot wird nun bis ans untere Ende der Straße verlängert.

Die Beschlüsse fasste der Gemeinderat einstimmig.  Dass Verbote ohne Kontrolle nicht wirken, war allen klar. Hofmann sagte, er sei im Gespräch wegen einer kommunalen Verkehrsüberwachung, eventuell in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gerbrunn.  Allerdings koste das Geld. Michaela Meintzinger meinte, dass es mit Verboten allein nicht getan sei. Es würden Ersatzparkplätze gebraucht: "Wir können die Leute nicht aus dem Dorf vertreiben." Hofmann könnte sich Anwohnerparkplätze vorstellen, sah aber ebenfalls die Notwendigkeit, neue Parkplätze zu schaffen. Eine geeignete Fläche müsste aber erst gefunden werden.

Ebenfalls seit langem brennt den Frickenhäusern das Problem der hohen Fahrgeschwindigkeiten in der Hauptstraße unter den Nägeln. Die Einführung von Tempo 30 war und ist der Wunsch. Die Verwirklichung scheiterte bisher, weil die Gemeinde selbst nichts veranlassen kann, da es sich um eine Staatsstraße handelt, für die das Staatliche Bauamt und das Landratsamt zuständig sind.

Ins Gespräch kam die Geschwindigkeitsbeschränkung in den vergangenen Jahren vor allem wegen der unübersichtlichen Situation am Ochsenfurter Tor, in dessen Nähe sich der Kinderspielplatz befindet. Nun ging Bürgermeister Hofmann noch auf einen anderen Aspekt ein. Es kämen immer mehr Radfahrer nach Frickenhausen, auch durch das Maintor zur Hauptstraße. Zudem würden die gastronomischen Betriebe im Ortskern gut frequentiert, so dass sich vor diesen gerade im Sommer viele Menschen im Freien aufhalten. Hofmann will wegen Tempo 30 in der Hauptstraße nicht locker lassen.

Auch die asphaltierte Straße zwischen Ortsmauer und Mainwiesen war ein Thema bei der Ortseinsicht. Dort ging es darum, wie sich Fußgänger und Radfahrer weniger ins Gehege kommen. Klagen über zu flotte Radler gab es immer wieder. Dort sei laut Fachleuten eine verhältnismäßig einfache Maßnahme möglich. Der Weg, der der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung gehört, könnte durch eine weiße Mittellinie und  Verkehrsschilder in Bereiche für Fußgänger und Radfahrer aufgeteilt werden, wie es beispielsweise zwischen Randersacker und Würzburg der Fall ist.

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