HÖCHBERG

Zusammenspiel von Sprache und Musik

Musikalische Untermalung: Peter Schäbler (links) begleitete die Rezitation von Rainer Appel, der Gedichte aus der „Mannschaftsbesprechung“ von Balthasar Alletsee vortrug.
Foto: Matthias Ernst | Musikalische Untermalung: Peter Schäbler (links) begleitete die Rezitation von Rainer Appel, der Gedichte aus der „Mannschaftsbesprechung“ von Balthasar Alletsee vortrug.

Rund 100 Besucher können nicht irren, Literatur ist gefragter denn je und wenn sie dann noch so gekonnt präsentiert wird, wie beim Literaturabend in der Höchberger Bibliothek , umso besser. Martha Maucher und ihr Team hatten sich mächtig ins Zeug gelegt um nach der Renovierung mit einem Highlight zu zeigen, welches Kleinod die Höchberger Bibliothek geworden ist.

Mit Ulrike Sosnitza, Sprecherin des Würzburger Autorenkreises, war eine Newcomerin in der Literaturszene anwesend. Sie stellte ihren ersten Roman „Ein Klick zuviel“ vor. Die in Reichenberg lebende Autorin und gelernte Bibliothekarin hatte sich lange Zeit gelassen für ihr erstes Werk.

Mannschaftsbesprechung

Bekannt wurde sie bisher durch Kurzgeschichten. In dem Roman hat sie auch Begebenheiten und Orte ihrer fränkischen Heimat verarbeitet. Schließlich ist es ihr ganz wichtig den Bezug zum Leben darzustellen.

Absolut herausragend, so viele Besucher, war der Auftritt von Schauspieler Rainer Appel und Gitarrist Peter Schäbler. Appel rezitierte Gedichte aus der „Mannschaftsbesprechung“ von Balthasar Alletsee und Schäbler sorgte mit leisen Tönen für die musikalische Untermalung.

Unsichtbarer Zauber

Lag es an den dezenten Lichteffekten, dem wunderbaren Zusammenspiel von Sprache und Musik, auf jeden Fall lag ein unsichtbarer Zauber auf dem Vortrag, der nach mehr forderte.

Den kurzweiligen Abend beschloss Thommie Bayer. Er zählt seit Jahren zu den renommierten Autoren in Deutschland und nach der Lesung aus seinem neuesten Werk „Die kurzen und die langen Jahre“ gab er im Zwiegespräch mit Gunter Schunk Einblicke in den Alltag eines Schriftstellers. So würden sich seine Figuren beim Schreiben erst entwickeln und dann komplett von ihm Besitz ergreifen. Er hat kein festes Konzept, wie andere Autoren, an das er sich halten muss, sondern spontane Ideen fließen immer wieder ein.

Der Abend ging dank der unterschiedlichen Personen und Aktivitäten viel zu schnell vorbei, da waren sich die Besucher einig, die sich in den Pausen gerne zu einem Gespräch über das Gehörte zurück zogen in die Vielzahl von Ruheecken in der neu gestalteten Bibliothek oder sie beteiligten sich aktiv am Autorenquiz, das liebevoll gestaltet von Gerhild Götz und Rolf Ebert im Lesebahnhof bei den Kinderbüchern stattfand.

Vollkommen begeistert verließen in dunkler Nacht die Besucher die Bibliothek und es gab keinen, der nicht bei der nächsten Veranstaltung wieder kommen möchte. Ein größeres Lob kann man dem gesamten Bibliotheksteam und den lesenden Autoren eigentlich nicht machen.

Der neu gestaltete Vortragsraum im zweiten Stock, der normalerweise die Bücher für Erwachsene aufnimmt, hat seine Feuertaufe bestanden - und das mit Bravour. Licht, Ton, Ambiente es passt einfach alles zusammen.

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