Gollhofen

Zweckverband Gollipp stimmt Kreisverkehr zu

Bei der Abzweigung von der Bundesstraße 13 in den Gewerbe- und Industriepark Gollipp soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Diskussionen gibt es noch über den Radweg. Den will das staatliche Bauamt links den Hang hoch hinter der Hecke vorbeiführen.
Foto: Gerhard Krämer | Bei der Abzweigung von der Bundesstraße 13 in den Gewerbe- und Industriepark Gollipp soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Diskussionen gibt es noch über den Radweg.

Das Staatliche Bauamt Ansbach plant im nächsten Jahr einen Kreisverkehr an der Abzweigung von der Bundesstraße 13 in den Gewerbe- und Industriepark Gollhofen-Ippesheim (Gollipp). Von den Kosten bleiben beim Zweckverband 260 000 Euro hängen. Eventuell kann der Zweckverband aber mit einer staatlichen Förderung rechnen.

Der Vorsitzende des Zweckverbands für den Industrie- und Gewerbepark, Gollhofens Bürgermeister Heinrich Klein, informierte in der Verbandsversammlung, dass Gespräche mit dem Bauamt ergeben hätten, dass der Kreisverkehr günstiger wird als ursprünglich gedacht. Nach der überarbeiteten Planung soll der Kreisverkehr rund 645 000 Euro kosten. Die Beteiligung des Zweckverbands liegt bei 40,32 Prozent, was gut 260 000 Euro ausmacht. Nach der ersten Kostenschätzung wären es noch 350 000 Euro gewesen.

Die Kostenbeteiligung errechnet sich aus den Verkehrszahlen, sprich nach den Fahrzeugen, die von der Bundesstraße in die Industriestraße abbiegen oder von dort wieder herausfahren. Beim sogenannten Gollipp-Ast, der bestehenden Anbindung an das Zweckverbandsgebiet, ergab die Zählung am 28. März 2019 eine Überschreitung der Bagatellgrenze von 20 Prozent.

Kreisverkehr ermöglicht Erweiterung des Gewerbegebiets

Schon in einer früheren Sitzung hatte man über eine erneute Zählung nachgedacht, um vielleicht günstiger wegzukommen. Doch man hätte gegen den für die Zählung gewählten Zeitpunkt außerhalb der Erntezeit, während der die Biogasanlage besonders oft angefahren wird, keine Einwände vorbringen können. "Wir sehen keine Chance, bei einer neuen Zählung besser wegzukommen", sagte Klein.

Er führte noch einen weiteren Grund an, weswegen die Zweckverbandsversammlung der Planung zustimmen sollte. Andernfalls werde es nämlich keinen Kreisverkehr geben und dann würde es sehr schwierig, die Fläche auf der anderen Seite der Bundesstraße verkehrstechnisch anzubinden, wenn das Zweckverbandsgebiet dort einmal erweitert werden sollte. Beim Bau des Kreisverkehrs aber könnte bereits ein Ast vorgesehen werden.

Mit Kreisverkehr könnten auch Radfahrer die Bundesstraße besser queren. Denn von Gollhofen kommend führt der Radweg rechts der B13 bis zum Gewerbegebiet. Danach verläuft er auf der anderen Straßenseite weiter, unter der deswegen verbreiterten Autobahnbrücke hindurch Richtung Oberickelsheim.

Vom Kreisverkehr soll der Radweg hangaufwärts führen und hinter einer Hecke vorbei wieder hinunter zur Autobahnbrücke. Diese Trassenführung gefällt nicht allen. Mancher sähe den Radweg lieber direkt neben der B13. Dazu müsste dann allerdings der Hang abgetragen werden. Das letzte Wort ist bei den Planungen noch nicht gesprochen.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Gollhofen
Gerhard Krämer
Baubehörden
Bundesstraßen
Gewerbeparks
Kostenbeteiligung
Radwege
Staatliche Unterstützung und Förderung
Verkehrstechnik
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!