Theilheim

Zwei Jahre Container-Kindergarten

Je nach Ausschreibungsverlauf könnte ab dem Frühjahr 2021 der Kindergarten gebaut werden. Zuvor müssen allerdings die Kinder eine neue Bleibe haben, was inzwischen eilt, denn auch hier ist einiger Vorlauf für Planung und Genehmigungen nötig.

Nachdem aktuell bereits zwei Kindergartengruppen im Altbau der Schule untergebracht sind, ist noch für zwei weitere Kindergarten- und drei Kleinkindgruppen eine Übergangslösung für die Bauzeit zu schaffen.

Mietcontainer gelten als Mittel der Wahl. Wie Bürgermeister Thomas Herpich darlegte, könnte es sich um bis zu 30 Container handeln, für die eine eigene Baugenehmigung, ein gesondertes Brandschutzkonzept und etwaige Anschlüsse an das Strom-, Trink- und Abwassernetz erforderlich sind.

Der Parkplatz an der Jakobstalhalle erschien bei früheren Diskussionen als geeignet, aber damit für Herpich noch längst nicht ausgemacht, denn: "Die Infrastruktur an der Halle ist zwar gut, aber wir machen sie uns für zwei Jahre zu." Das Ansinnen sei außerdem, nur einen Ausweichstandort zu haben. Karoline Ruf (CSU) hatte zuvor betont, dass die Übergangslösung maximal zwei Standorte haben sollte.

"Die Infrastruktur an der Halle ist zwar gut, aber wir machen sie uns für zwei Jahre zu."
Thomas Herpich, Bürgermeister

Wenngleich beispielsweise auch das Sportheim noch in der Diskussion gewesen war – und damit laut Andreas Elbert (MTg) gegebenenfalls weniger Container gebraucht würden – galt für Marita Gläßel (SPD) der Jakobstalhallen-Parkplatz bereits als beste Lösung und die Klärung der Standortfrage durch den Architekten überflüssig. Mit einer Streuobstwiese sei sogar ein Ersatzparkplatz gefunden, hatte Gläßel erinnert.

Alle anderen Gemeinderäte schlossen sich aber der Argumentation Herpichs an, dass von der Statik bis zur Infrastruktur alles zusammen passen müsse. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Standortfrage und ihre Eignung für die etwa zweijährige Interimslösung sowie die dafür notwendigen Planungen und Ausschreibungen, zusammen mit dem für den Umbau zuständigen Würzburger Architekturbüro Brückner & Brückner vorzubereiten. Die Entscheidungshoheit behielt sich der Gemeinderat vor. 400 000 Euro sind für die Interimslösung eingeplant.

Dringend empfohlen für den Um- und Erweiterungsbau war außerdem die unabhängige und professionelle Projektsteuerung durch ein externes Büro. Das hatte Herpich aus Beratungen mit der Stadt Eibelstadt mitgenommen, die gerade ein ähnliches Kindergarten-Projekt in ähnlicher Träger-Konstellation durchgeführt hatte.

Zu komplex sei die Maßnahme für die Gemeindeverwaltung, argumentierte Herpich: "Wir haben das Know-how nicht". Bernhard Bells (CSU) Frage, ob diese Leistung zusätzlich zum Architekten notwendig sei, hatte er mit klarem "Ja!" beantwortet und dann auch das einstimmige Votum des Gemeinderats erhalten. Der Architekt habe einen anderen Fokus auf das Projekt als die Gemeinde und könne sich nicht selbst prüfen.

Ausgeschrieben werden sollen ferner die Neugestaltung des Mitteilungsblattes und des Internetauftritts der Gemeinde, die beide nicht mehr zeitgemäß in der Gestaltung sind. Beim Internetportal werden zudem zahlreiche Funktionen für Bürger und Verwaltung vermisst. Die Empfehlung zum Relaunch war vom Ausschuss für Soziales und Kultur an den Gemeinderat gegangen.

Um die 30 Container werden schätzungsweise gebraucht, um eine Übergangsbleibe für den Kindergarten während des Um- und Anbaus zu erhalten.
Foto: Antje Roscoe | Um die 30 Container werden schätzungsweise gebraucht, um eine Übergangsbleibe für den Kindergarten während des Um- und Anbaus zu erhalten.
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