Madrid/Fuenlabrada

Corona kostet Zweitligisten Fuenlabrada Aufstiegsmöglichkeit

Corona-Ausbruch       -  Ein Spieler des CF Fuenlabrada wird in ein Krankenhaus gebracht.
Ein Spieler des CF Fuenlabrada wird in ein Krankenhaus gebracht. Foto: M. Dylan/EUROPA PRESS/dpa

La Liga entschied, dass das am 20. Juli wegen der Infektion abgesagte Spiel gegen den Abstiegskandidaten Deportivo La Coruña nicht nachgeholt werde, berichtete die Sportzeitung „La Marca”. Zuvor hatte Fuenlabrada aus der gleichnamigen Stadt südlichwestlich von Madrid noch rechnerisch die Chance gehabt, die Aufstiegs-Playoffs zu erreichen. Nun rückt der Sechste der Zweiten Liga, der FC Elche aus der Provinz Alicante, auf den Playoff-Platz von Fuenlabrada nach und darf vom Aufstieg träumen.

La Liga lobte die „großzügige” Reaktion des Clubs Fuenlabrada, der die Entscheidung akzeptiert habe. „Der Verzicht auf die Möglichkeit, um den Aufstieg zu kämpfen, stellt ein großes Opfer für den Club dar und bedeutet für seine Spieler die Aufgabe all dessen, was sie mit großer Anstrengung und Arbeit erreicht hatten”, betonte La Liga.

Seit der Club am 20. Juli von Madrid trotz erster Corona-Fälle zu dem Spiel in die Stadt A Coruña im Nordwesten Spaniens geflogen war, folgte ein Tiefschlag dem nächsten. Bis Sonntag wurden 28 Spieler oder Teammitglieder positiv getestet, einer kam ins Krankenhaus, wie der Club mitteilte. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen einer möglichen Straftat gegen die öffentliche Gesundheit, die oberste Sportbehörde CSD wollte sogar einen erzwungenen Abstieg des Clubs nicht völlig ausschließen. Die Spieler sowie andere Teammitglieder sitzen in einem Hotel in A Coruña in Quarantäne.

„Bis zum sechsten Tag der Quarantäne haben sie kein frisches Handtuch und kein Gel erhalten”, schrieb die Sportzeitung „AS”. Auf Fotos sei zu sehen, wie Spieler Unterwäsche und Clubkleidung in ihren Zimmern im Hotel zum Trocknen aufgehängt hätten, nachdem sie die offenbar selbst waschen mussten. Auch sei die Bettwäsche fünf Tage lang nicht gewechselt worden. Ein weiteres Problem sei das Essen. Weder sei es gut noch ausreichend, schrieb „AS”. Die Clubleitung teilte hingegen mit, man sei zufrieden mit dem Hotel.

Den Vorwurf, die öffentliche Gesundheit vorsätzlich gefährdet zu haben, wies der Rechtsanwalt des Clubs, Javier Tebas Llanas, zurück. Man habe nicht gegen die vom Fußballverband aufgestellten Corona-Regeln verstoßen, betonte der Sohn des Präsidenten der spanischen Primera Division, Javier Tebas, wie die Nachrichtenagentur Europa Press und die Sportzeitung „Marca” berichteten.

© dpa-infocom, dpa:200726-99-927377/3

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