Fussball: Bundesliga

Borussia Dortmund: Der Rausch der Vorrunde ist verflogen

„Sorgen? Warum soll ich mir Sorgen machen?“ Trainer Lucien Favre war am späten Montagabend in Nürnberg nicht bereit, sich auf eine Krisendiskussion einzulassen. Dabei hatte Borussia Dortmund mit dem 0:0 wettbewerbsübergreifend zum fünften Mal in Folge nicht gewonnen. Der Vorsprung des Bundesliga-Tabellenführers auf Dauermeister Bayern München, der schon einmal entthront schien, ist auf drei Punkte geschrumpft. Schon am kommenden Wochenende, wenn die Bayern gegen die Hertha antreten und der BVB in Leverkusen die Mannschaft der Rückrunde empfängt, könnte der Verfolger gleichziehen.

„Wir sind enttäuscht vom 0:0, aber wir haben trotzdem nicht schlecht gespielt“, sagte Favre. 67 Prozent Ballbesitz habe seine Mannschaft in dieser Saison noch nie gehabt und bei der Attacke an Jadon Sancho hätte es, so der Schweizer leicht verärgert, einfach Elfmeter geben müssen. Mag ja sein. Aber Dortmund agierte bei aller Überlegenheit zu einfallslos, fast immer im gleichen Tempo, ohne Überraschungen. Der Rausch der Vorrunde ist verflogen. „Auf den letzten 30 Metern hätten wir mehr mit dem Ball probieren müssen“, gestand Favre ein. Es war die einzige kritische Bemerkung, die er seiner Mannschaft an diesem Abend widmete. „Nur Details“ hätten die letzten Misserfolge heraufbeschworen.

Götze aus allen Lagen erfolglos

Den größten Willen, das Spiel zu entscheiden, zeigte auf BVB-Seite Mario Götze. Der Weltmeister machte einigen Wirbel in der Spitze, hielt aus allen Lagen drauf, traf aber nicht. „Wir müssen schneller in den gegnerischen Sechzehner kommen“, sagte Götze zum Dortmunder Defizit.

Immer deutlicher wird, dass ein Ausfall von Marco Reus für den BVB nicht zu verkraften ist. Er ist der Unterschiedsspieler, aber in Nürnberg fehlte er zum dritten Mal wegen eines Muskelfaserrisses, den er sich beim Pokal-Aus gegen Bremen zugezogen hatte. Ob Reus gegen Leverkusen zurückkehrt, ist offen. Favre mochte auch dieses Thema nicht. „Es bringt nichts, über abwesende Spieler zu sprechen“, sagte er genervt. „Sprechen wir über Spieler, die da sind. Punkt.“

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