Cottbus

Dauser beim Heim-Weltcup im Barren-Finale

Lukas Dauser
Turner Lukas Dauser am Barren. Foto: Tom Weller/dpa

Anders als im WM-Finale hat Lukas Dauser am Barren diesmal keine Nerven gezeigt und ist beim Heim-Weltcup in Cottbus souverän ins Finale eingezogen.

Der 26-Jährige aus Unterhaching turnte seine extrem schwierige Übung beim 44. Turnier der Meister fehlerfrei durch und wurde mit 15,000 Punkten belohnt. Sollte der Sportsoldat am Sonntag (14.00 Uhr) noch einmal so auftrumpfen, kann er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Podestplatzierung in dem internationalen Weltklassefeld machen.

„Es ist super gelaufen. Nach der WM war ich müde und in einem kleinen Tal, aber ich wollte unbedingt einen schönen Jahresabschluss”, sagte Dauser. „Ich kann im Finale sogar die Schwierigkeit noch ein bisschen erhöhen. Ich will nochmal eine saubere Übung zeigen.”

Deutschlands zurzeit bester Merhkämpfer Andreas Toba verpasste das Finale der besten acht Turner am Reck trotz einer Wertung von 13,733 Punkten als Neunter knapp. Der Stuttgarter Carlo Hörr (12,033) flog dagegen gleich beim Angang am Königsgerät an der Stange vorbei und verspielte so jede Endkampf-Chance. Und auch für Philipp Herder reichte es am Barren (13,833) nicht zum Finaleinzug.

Viel besser machten es die deutschen Damen: Ein gewohnt saubere Vorstellung zeigte Kim Bui am Boden. Die WM-Teilnehmerin aus Stuttgart wurde für ihre Übung mit drei verschiedenen Doppelsaltos mit 13,366 Punkten belohnt und zog als Dritte sicher in das Finale am Sonntag ein. Im Balken-Finale ist der Deutsche Turner-Bund (DTB) sogar mit zwei Turnerinnen vertreten. Sowohl Sophie Scheder (7. Platz/13,066 Punkte) als auch Nachwuchshoffnung Lisa Zimmermann als Achte mit derselben Punktzahl dürfen um die Medaillen kämpfen.

Zimmermann, die am Boden für die ebenfalls in Chemnitz trainierende Pauline Schäfer (Schulterprobleme) eingesprungen war, verpasste dort ihre dritte Finalteilnahme als Neunte (13,066) nur knapp, steht aber am Samstag (14.00 Uhr) im Sprung-Finale. Cheftrainerin Ulla Koch war sehr zufrieden mit dem ersten Weltcup-Auftritt der 16-Jährigen. „Super, dass Lisa in dem starken Feld zwei Finals erreicht hat”, lobte die Bundestrainerin.

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