Der Nachwuchs trumpft groß auf

Brandenburg Würzburgs Ruder-Nachwuchs bot bei den deutschen U-23-Meisterschaften in Brandenburg eine beeindruckende Leistung und nahm sieben Gold-sowie zwei Silbermedaillen mit auf die Heimreise nach Unterfranken.
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Besonders große Freude herrschte bei zwei jungen Frauen: Nora Wehrhahn (ARC Würzburg) saß gleich in drei siegreichen Booten, ihre Vereinskameradin Laura Tasch in zwei. Beide qualifizierten sich mit ihren Leistungen zudem für die Weltmeisterschaften der Altersklasse unter 23 Jahren Ende Juli in Belgrad.

"Geträumt habe ich schon von drei Titeln. Aber dass dieser Traum auch wirklich wahr wird, das ist einfach wunderbar. Ich bin hier nur noch am mich freuen - ein Wahnsinn, einfach toll", jubelt die 21-jährige Nora Wehrhahn. Die gebürtige Leipzigerin, seit 13 Jahren in Würzburg beheimatet, gewann zusammen mit ihrer langjährigen Partnerin Andrea Krüger (München) im Zweier, Vierer und Achter, der von Anne Paul (ARCW) gesteuert wurde. Während die Studentin für Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt mit den Erfolgen im Vierer und Achter gerechnet hatte, kam der Sieg im Zweier mit satten fünf Sekunden Vorsprung - zumindest in dieser Klarheit - doch etwas überraschend. "Da hatten wir mit wesentlich mehr Gegenwehr gerechnet", sagte Wehrhahn. Weil die ausblieb, waren auch die letzten Zweifel am WM-Start des Würzburger/Münchner Duos ausgeräumt.

Von vorneherein erwartet worden war dagegen die klare Dominanz von Laura Tasch und ihrer Potsdamer Partnerin Daniela Reimer. Vor zwei Wochen hatten sie bereits mit dem Sieg im Leichtgewichts-Doppelvierer sowie Rang zwei im Doppelzweier bei den nationalen Meisterschaften der Aktiven aufhorchen lassen. So waren die Titel in diesen beiden Bootsklassen bei der U 23 eigentlich nur logisch. "Das war schon echt gut so", fiel die Freude der erst 18-jährigen Laura Tasch denn auch eher verhalten aus. Fast mehr als über ihre eigenen Erfolge jubelte sie über die ihrer Klubkameradin Nora Wehrhahn, zumal sie gemeinsam mit ihr ja auch zur WM fahren darf.

Überhaupt herrschte im Lager des ARC Würzburg helle Freude, machten Dirk Wertmann und Steuermann Jakob Aßländer mit dem Sieg im Leichtgewichts-Achter doch das halbe Dutzend an Titeln voll. Deren Klubkameraden Jens Werthmann und Fabian Dietrichs holten in dieser Bootsklasse zudem noch Silber.

Die siebte Goldmedaille für Würzburgs Ruderer gewann Florian Schercher (WRVB). Der 20-Jährige war zusammen mit seinen Teamkameraden aus Ulm und Breisach nicht zu schlagen und siegte mit knapp drei Sekunden Vorsprung. Scherchers Klubkamerad Stephan Schad ruderte zusammen mit Valentin Schätzlein (Stuttgart) im Leichtgewichts-Doppelzweier auf Rang zwei und hatte damit nach bislang eher unerfreulich verlaufener Saison endlich einmal Grund zu jubeln.

Mit Rang fünf im Leichtgewichts-Zweier rundete Dirk Wertmann (ARCW) das insgesamt glänzende Abschneiden der Würzburger Nachwuchs-Ruderer ab. "Toll, was die hier gezeigt haben. Das lässt für die Zukunft einiges erhoffen", freute sich Thomas Stamm aus Marktheidenfeld, Vize-Präsident Sport im Bayerischen Ruder-Verband.

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