Garmisch-Partenkirchen

Deutsches Debakel in Garmisch - Abfahrt ohne Rebensburg

Nicole Schmidhofer
Siegreich in Garmisch: Nicole Schmidhofer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Ausgerechnet beim Heim-Weltcup von Garmisch-Partenkirchen haben die deutschen Skirennfahrerinnen eine herbe Niederlage kassiert.

Beim Super-G schaffte es keine der sieben Starterinnen in die Top 30 und damit in die Punkteränge. Viktoria Rebensburg schied ebenso aus wie die in dem Winter starke Kira Weidle und drei weitere Teamkolleginnen. Veronique Hronek als 31. und Patrizia Dorsch auf Platz 37 kamen immerhin ins Ziel. „Das ist ein bitterer Tag für uns als Mannschaft gesehen”, sagte Weidle.

Den Sieg auf der Kandahar-Strecke holte sich Nicole Schmidhofer aus Österreich. Die Weltmeisterin verwies Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien bei deren Comeback nach langer Verletzungspause und Lara Gut-Behrami aus der Schweiz auf die weiteren Plätze. Nicht am Start waren die Disziplin-Führende Mikaela Shiffrin und deren angeschlagene US-Teamkollegin Lindsey Vonn.

Das Fehlen der Amerikanerinnen konnten die Deutschen nicht nutzen - im Gegenteil: Bei dem von Sonntag auf Samstag vorgezogenen und wegen Schneefalls um eineinhalb Stunden verzögerten Super-G passte nichts zusammen. Rebensburg erwischte einen Schlag, wurde leicht ausgehoben und fuhr an einem Tor vorbei. Weidle verpasste eine scharfe Linkskurve kurz vor dem Zielhang.

„Ich fühle mich nicht ganz wohl im Super-G, da müssen wir trainingsmäßig was machen”, sagte Rebensburg im Hinblick auf die WM in Schweden. Um sich bestmöglich auf den Saisonhöhepunkt im Februar vorzubereiten, wird die Sportlerin aus Kreuth auf die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) verzichten. Das sagte Bundestrainer Jürgen Graller am Samstagabend.

Seine beste Rennfahrerin solle nach intensiven Wochen in drei Disziplinen Kräfte sparen und lieber für den letzten Riesenslalom vor der WM am Freitag in Maribor trainieren, meinte Graller. Dort will sich die Olympiasiegerin von 2010 Schwung holen für Are. Rebensburg hatte nach ihrem Super-G-Patzer noch verkündet, bei der Heim-Abfahrt anzutreten, nach einer langen Diskussion aber ihre Meinung geändert.

„Das war aus meiner Sicht, ohne den Stab über dem Team zu brechen, eine schwache Vorstellung”, sagte Alpin-Chef Wolfgang Maier über den verpatzten Renntag der Speed-Damen. „Das dürfte uns nicht passieren. Wir haben uns deutlich mehr erwartet und das richtig in den Sand gesetzt.” Letztmals ohne Punkte beim Heim-Weltcup in Garmisch blieben die DSV-Sportlerinnen im März 2015.

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