Leipzig

Dota 2 Dreamleague Major auf der Dreamhack: So schaut man zu

Dreamleague Season 13
Die verbleibenden acht Teams der DreamLeague Season 13 kämpfen ab Freitag auf der Dreamhack um den Turniersieg. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa

Am Wochenende steigt zum fünften Mal das Gaming- und E-Sport-Event Dreamhack im Leipzig. Zentraler Bestandteil ist auch das Dreamleague Season 13 Major, ein Dota-2-Turnier mit insgesamt einer Million Euro Preisgeld.

Dota gehört zu den komplexesten E-Sport-Disziplinen und ist schon beim Zuschauen nicht unbedingt leicht zu verstehen. Dieser Viewing Guide gibt Anhaltspunkte, wie Einsteiger in einem Dota-Match den Überblick behalten.

Ziel des Spiels ist es, den Kern der gegnerischen Basis zu zerstören. Jede Seite tritt mit fünf Spielern an, die jeweils einen Helden steuern. Diese Helden werden vor jeder Partie „gedraftet”: Beide Teams können abwechselnd eine bestimmte Zahl der insgesamt 119 Spielfiguren ausschließen („bannen”) oder auswählen („picken”). Bereits in dieser Phase kann sich das Spiel entscheiden.

Nach dem Draft geht es dann ins Spiel. Eine Dota-Partie lässt sich in drei fließend ineinander übergehende Spielphasen unterteilen: In der ersten Phase, auch „Laning Phase” genannt, teilen sich die gegnerischen Teams auf. Sie versuchen möglichst viele Ressourcen, also Gold und Erfahrungspunkte, aus den Lanes zu gewinnen, indem sie gegnerische Einheiten ausschalten. Auch zu kleineren Kämpfen zwischen den Helden kann es kommen.

In der zweiten Phase, auch „Midgame” genannt, fangen die Teams an, sich in lockerer Formation zu gruppieren. Nun wird versucht, Teile der Karte zu übernehmen, um auf die dort vorhandenen Ressourcen Zugriff zu haben. Dafür werden die eigenen Türme verteidigt und die gegnerischen Türme zerstört. Außerdem werden mit sogenannten „Wards” Kartenbereiche für begrenzte Zeit sichtbar gemacht, um deren Kontrolle zu ermöglichen.

In der dritten Phase, dem „Lategame”, spielen die Teams in enger Formation. Nur die Spieler mit den meisten Ressourcen trauen sich noch, den Schutz ihrer Mitspieler zu verlassen. Die eng gruppierten Spieler versuchen nun, in chaotischen 5-gegen-5-Schlachten die Oberhand zu gewinnen, um anschließend die Baracken, Gebäude mit sehr hohem strategischem Wert, zu zerstören. Das führende Team kann dann mit der Zerstörung des „Ancients” das Spiel für sich entscheiden.

Neben den Kommentatoren helfen auch verschiedene Bildschirmelemente den Zuschauerinnen und Zuschauern, den Überblick zu behalten.

Das erste relevante Element ist die Leiste am linken Bildschirmrand, die unterschiedliche Informationen zeigt. Unter anderem können die Zuschauer hier in der Laning-Phase den „Creep Score” ablesen - also wie viele der gegnerischen und neutralen Einheiten von einem Spieler ausgeschaltet wurden. Im Midgame wird in der Regel das Reinvermögen der Spieler angezeigt und im Lategame der Rückkaufstatus. Gefallene Helden können sich mit Gold ins Spiel zurückkaufen, müssen aber warten, bis sie das ein zweites Mal tun können.

Die Karte in der unteren linken Bildschirmecke ist das wichtigste Mittel, um den Überblick über das Spielgeschehen zu behalten. Mit einem kurzen Blick kann man die Positionen von allen zehn Spielern abrufen und nachsehen, welche Teile der Karte die Teams durch die Benutzung von „Wards” aufgeklärt haben. Um einzuschätzen, welches der Teams gerade die Nase vorn hat, sind die grünen und roten Quadrate ein wichtiger Indikator. Sie repräsentieren auf der Karte die 22 Türme, mit denen die Teams Teile der Karte für sich beanspruchen.

Am oberen Rans steht der Punktestand und die Goldführung. Der Punktestand gibt an, wie oft das jeweilige Team einen gegnerischen Helden ausschalten konnte. Dies ist jedoch mitunter trügerisch, denn der Wert einer Eliminierung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, von denen keiner dem Punktestand entnehmbar ist. Verlässlicher ist die Goldführung: Diese gibt an, welches Team gerade mit wie viel Gold den Vorsprung hat.

Das Dota-Major im Rahmen der Dreamhack läuft noch bis Sonntag. Besonders im Auge behalten sollten deutsche Fans die Mannschaften Alliance und Team Liquid, die beide mit jeweils einem deutschen Spieler auflaufen. Dota-Star Kuro Salehi „KuroKy” Takhasomi (27) aus Berlin ist mit seinem Team Nigma bereits am Mittwoch aus dem Turnier ausgeschieden.

Die Spiele werden auf Twitch unter twitch.tv/dreamleague und ab Freitag auf dem Pay-TV-Sender „eSPORTS1” übertragen. Tagestickets für das Event in der Messe Leipzig gibt es für 39 Euro.

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