Ein Isländer am Untermain

Das Konzept des TV Großwallstadt, in dieser Saison auf junge Spieler zu setzen, wurde bei der Auswahl eines geeigneten Spielers für die Rückraum-Mitte umgesetzt. Mit dem 21-jährigen Snorri Gudjonsson besetzt diese Position ein junger Mann, der 27 Länderspiele für die isländische Nationalmannschaft absolviert hat. In den Vorbereitungsspielen blitzte das Talent des Neuzugangs von Valur Reykjavik schon einige Male auf, mit insgesamt 14 Treffern ist Gudjonsson in der TVG-Tor-Statistik vorne dabei.

Herr Gudjonsson, welche Unterschiede konnten Sie bisher zwischen Ihrem alten und Ihrem neuen Klub feststellen, beispielsweise im Trainingsbetrieb?

Snorri Gudjonsson: In Island ist der Handballsport nicht professionalisiert. Das bedeutet, dass man neben dem täglichen Training arbeiten - oder in meinem Fall - zur Schule geht. Hier in Deutschland hat man die Möglichkeit, sich auf den Sport zu konzentrieren. Zurzeit haben wir zweimal am Tag Training, in Island wäre das kaum möglich. Aber in einer so starken Liga wie der Bundesliga ist das notwendig.

Sie sprechen momentan nur ein bisschen Deutsch. Gibt es in dieser Hinsicht Kommunikations-Probleme?

Gudjonsson: Das würde ich nicht sagen. Meist unterhalten wir uns auf Englisch, außerdem hatte ich auch schon zwei Jahre Deutsch in der Schule. Das reicht natürlich nicht aus, um sich hier verständigen zu können. Aber ich werde daran arbeiten und habe Fortschritte gemacht.

Wie würden Sie Ihre Rolle im Spielsystem des TVG beschreiben?

Gudjonsson: Meinen Platz im Team werde ich erst noch finden müssen, aber ich lerne von Training zu Training mehr über die Mannschaft und das System, das sie spielt. Ich hoffe, dass ich bis zum Saisonauftakt am Samstag, 6. September gegen den THW Kiel meine Aufgaben kennen werde und diese hoffentlich auch gut bewältigen kann.

Was sind Ihre Stärken?

Gudjonsson: Ich denke, dass meine Stärke im Angriff liegt. Meine Position ist die Rückraum-Mitte, ich muss also das Spiel machen. Weiterhin zeichnet mich meine Schnelligkeit aus, ich habe ein gutes Auge und kann meine Mitspieler einsetzen. Ein gut abgestimmtes Zusammenspiel in der Mannschaft ist das A und O für eine erfolgreiche Saison und dafür werde ich alles tun. Nur wenn das Team Erfolg hat, werde ich zufrieden sein.

Sie werden in Kürze Ihren ersten Einsatz in der Bundesliga haben. Spielt da bei Ihnen Nervosität eine Rolle?

Gudjonsson: Nein, von Nervosität kann keine Rede sein. Es war immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen und jetzt ist er in Erfüllung gegangen.

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