Berlin

Fritz Keller: Fußball ist „größte Integrationsmaschine”

Integration im Dialog
Fritz Keller (l) posiert mit Cacau vor dem Berliner Sportverein Türkiyemspor. Foto: Jörg Carstensen/dpa

„Wir wollen die freundlichsten Spiele, die wir je hatten”, sagte DFB-Präsident Fritz Keller bei einem Besuch des Vereins Türkiyemspor in Berlin-Kreuzberg.

Bei der Veranstaltung „Integration im Dialog” betonte Keller die Bedeutung und die Verantwortung des Fußballs gegenüber Zuwanderern und Flüchtlingen: „Wir bleiben die größte Integrationsmaschine.” Keller bezeichnete den Fußball als das „letzte Lagerfeuer der Gesellschaft” und hob besonders die Arbeit der Trainer und Funktionäre an der Basis hervor. Rassistische und fremdenfeindliche Vorfälle im Umfeld des Fußballs bezeichnete er als „Spiegel der Gesellschaft”, die in keiner Weise zu tolerieren seien. Zu den antisemitischen Vorfällen in Halle/Saale sagte er: „Ich hätte vor zehn Jahren nicht gedacht, dass so etwas heute möglich ist.”

Den Wirbel um die Fotos der Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan vor der WM 2018 kommentierte der Freiburger: „Da ist ein Haufen Fehler gemacht worden. Wir sollten aber immer überlegen, was wir diesen jungen Menschen an Verantwortung auf die Schultern legen. Das ist zu viel.”

Türkiyemspor wurde 2007 für sein Engagement mit dem DFB-Integrationspreis ausgezeichnet. Der Club verfügt heute laut DFB über eine der größten Mädchen- und Frauenfußballabteilungen Deutschlands.

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