Leverkusen

Havertz glänzt, Amiri trifft - Bayer bereit für Porto

Kai Havertz
Kai Havertz trug in der Bundesliga-Partie gegen den FC Augsburg das erste Mal die Leverkusener Kapitänsbinde. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mit seinem Schachzug, die Dreier-Abwehrkette frühzeitig aufzulösen und Sven Bender weiter nach vorn ins Mittelfeld zu schieben, hat Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz die taktische Grundlage für den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg geschaffen.

Umgesetzt haben den Plan, der zum fünften Pflichtspiel-Heimsieg im Jahr 2020 führte, seine Profis. Einige davon haben sich vor 23.703 Besuchern in der BayArena besonders hervorgetan.

PREMIERE: Den Glücksbringer trug Kai Havertz am Ärmel. Zum ersten Mal durfte der 20-Jährige die Kapitänsbinde von Beginn an tragen. „Das war ein gutes Gefühl”, sagte Havertz nach der Partie, schränkte aber auch gleich ein. „Das steht im Hintergrund. Wir haben am Ende den Faden verloren. Das wird gegen Mannschaften, gegen die wir in den nächsten Wochen spielen, sofort bestraft”, meinte der Nationalspieler vor dem Europa-League-Rückspiel beim FC Porto am Donnerstag. Havertz zeigte eine reife Leistung und hatte in der 66. Minute Pech, als er nur die Latte traf. Höhepunkt war der feine Pass auf Moussa Diaby, der zum 1:0 führte (25.)

TOR-DEBÜT: Nadiem Amiri war erleichtert. Endlich hat er seinen Platz im Team von Bayer Leverkusen gefunden, endlich ist ihm auch sein erster Treffer für die Bayer-Elf gelungen. „Ich hatte mir selbst viel Druck gemacht. Das war ein gutes Gefühl heute”, sagte der Mittelfeldspieler nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg. Im zweiten Abschnitt schoss er nach einem Solo einfach mal aufs Tor und erzielte das 2:0 (59.). Damit sind die Frotzeleien zuhause jetzt beendet. „Ich bin ja schon gefragt worden, ob ich überhaupt noch Tore schießen kann”, sagte der 23-Jährige.

VERSTÄRKUNG: In Edmond Tapsoba hat Bayer Leverkusen einen wichtigen Spieler für die Defensivzentrale hinzu bekommen. Der für etwa 18 Millionen Euro verpflichtete Profi aus Burkina Faso kam aus der portugiesischen Liga von Vitoria Guimaraes und hat bei seinen ersten Auftritten voll überzeugt. „Er ist schon unfassbar weit für sein Alter. Er hat sich gut eingeführt und tut uns gut”, sagte Sven Bender. Auch Amiri lobte seinen neuen Mitspieler. „Er ist überragend und total cool. Allerdings: In der 20. Minute hätte er die Rote Karte bekommen können, weil er bei einem Gegenangriff den Ball am Boden liegend mit der Hand aufhielt. Doch der 21-Jährige wurde nur verwarnt. Auffällig seine Ballsicherheit: In der Statistik sind 128 angekommene Pässe für Tapsoba verzeichnet.

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