Frankfurt

Katja Kraus: Fußball für Frauen kein attraktives Berufsfeld

Katja Kraus
Katja Kraus war im Vorstand des Hamburger SV tätig. Foto: Christian Charisius/dpa

„Das Bild ist, dass sich dieses Geschäft nur Männern erschließt, vor allem solchen, die mal eine Ecke auf dem Betzenberg geschossen haben. Diese Glaubenssätze sind nach wie vor fest verankert”, sagte das frühere Vorstandsmitglied des Hamburger SV der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Mit der Studie „Frauenkarrieren in der Sportbranche” will die 49-Jährige darstellen, wie männlich der Sport geprägt ist.

Bedingt durch die männliche Dominanz würden Frauen deshalb nicht davon ausgehen, dass sie im Sport ein attraktives Berufsfeld vorfänden. Laut der Studie würden mehr als die Hälfte der Frauen benennen, „dass sie sich auf ihrem Karriereweg gehindert fühlen - weil sie eine Frau sind”, sagt Kraus, „und 60 Prozent von ihnen sagen darüber hinaus, es gibt kein spürbares Interesse in ihrem Verband oder Verein, daran etwas zu verändern.”

Somit entstehe für die Entscheider auch kein Veränderungsdruck. Kraus hofft allerdings, dass der neue DFB-Präsident Fritz Keller das Thema „Equality” wirklich zu seinem Thema mache, das würde eine Menge bewirken. Die frühere Torhüterin selbst will keinen Job mehr im sportlichen Bereich antreten, hofft aber auf ein Umdenken in diesem Bereich. Denn es sei hinlänglich nachgewiesen, „dass divers besetzte Teams bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen.”

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