Tokio

Podolskis Japan-Abenteuer vor dem Ende: Abschied mit Pokal?

Kobe-Profi
Lukas Podolski (l) steht noch bei Vissel Kobe unter Vertrag. Foto: Takaki Yajima/Kyodo News/AP/dpa

Lukas Podolski zieht sich Torwarthandschuhe an, stellt sich auf die Linie - und faustet einen Freistoß aus dem Winkel. Die Teamkollegen johlen.

„Torwart? Kein Problem”, schreibt der frühere Fußball-Nationalspieler neben das Instagram-Video vom Training des japanischen Pokalfinalisten Vissel Kobe. Spaßvogel „Poldi” verbreitet wieder gute Laune, erst recht kurz vor dem Endspiel am Neujahrstag (6.35 Uhr/MEZ) gegen die Kashima Antlers. Wohin der Weg des einstigen Bundesliga-Stars im Anschluss führt, ist offen.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger” berichtete zuletzt von interessierten Vereinen aus den USA, Polen, Mexiko und Brasilien. Eine Rückkehr zum 1. FC Köln als Spieler im Winter scheint dagegen unwahrscheinlich. Podolskis deutscher Trainer in Kobe, der einstige Bayern-Profi Thorsten Fink, hatte zudem betont, den 34-Jährigen halten zu wollen. „Lukas ist ein geiler Kicker, der den Unterschied machen kann, und ein absoluter Leader. Ich weiß, was ich an ihm habe, deswegen kämpfe ich um ihn”, sagte der 52-Jährige Mitte Dezember der „Sport Bild”.

Der 130-malige Nationalspieler selbst äußert sich seit Wochen nicht zu seiner Zukunft. Seine Aktivitäten in den sozialen Medien suggerieren höchstens, dass ihm das Training in Fernost weiterhin Spaß macht. Sein Club allerdings scheint für die kommende Saison nicht mehr mit dem Stürmer zu werben. Auf der Internetseite des Vereins schaut der frühere spanische Welt- und Europameister Andrés Iniesta im neuen Trikot ernst in die Kamera. Podolski ist nicht zu sehen.

„Bei Lukas habe ich noch einen Funken Resthoffnung, dass er sich vielleicht doch noch ein weiteres Jahr bei uns vorstellen kann”, sagte Fink. Podolski spielt seit zweieinhalb Jahren in der J-League, der Pokalsieg am Mittwoch wäre der Höhepunkt. „Erst einmal wünsche ich mir, dass Lukas im Pokalfinale der entscheidende Treffer für Kobe gelingt”, sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle dem „Kölner Stadt-Anzeiger”. Im Anschluss werde Podolski zu dem von ihm veranstalteten Hallencup in Gummersbach am 12. Januar reisen. „Und in diesen Tagen werden wir uns auch sicherlich treffen.”

Die Zeitung listete als mögliche neue Station Chicago Fire - den Ex-Club von Podolski-Kumpel Bastian Schweinsteiger - und Gornik Zabrze aus Podolskis polnischer Heimat auf. Gehandelt werden zudem CF Monterrey in Mexiko und Flamengo Rio de Janeiro. In Köln scheinen die Verantwortlichen eher darauf bedacht, Podolski nach dessen aktiver Karriere prominent einzubinden. Der Stürmer hält seit jeher eine enge Beziehung zur Domstadt, in der er längst auch als Geschäftsmann tätig ist.

Dass Podolski in den kommenden Tagen aber sein Karriereende bekannt gibt, ist eher unwahrscheinlich. Der 34-Jährige hatte immer wieder geäußert, im Sommer gerne als einer von drei erlaubten älteren Spielern bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio dabei sein zu wollen. U21-Trainer Stefan Kuntz kommentiert das mit Schweigen.

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