Hannover

Polizeikosten: Pistorius stärkt DFL-Position

Boris Pistorius
Ergreift Position für die DFL: Boris Pistorius. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

„Durch das Versenden von Rechnungen für Polizeieinsätze werden wir nicht einen Gewalttäter bekehren”, sagte der SPD-Politiker im „Kicker”-Interview. Die Clubs über die DFL an den Mehrkosten bei Risikospielen zu beteiligen, sei seinem Verständnis nach „auch systemwidrig, weil erstens Fußballvereine auch Steuern zahlen, und zwar gar nicht so wenig, und zweitens Polizeieinsätze so vom kommerziellen Erfolg einer Veranstaltung abhängig wären”.

Ausgelöst worden war der Streit, weil die Stadt Bremen Gebührenbescheide für die Mehrkosten bei Spielen von Werder Bremen an die DFL geschickt hatte. Im März 2019 befand das Bundesverwaltungsgericht, dass eine Beteiligung der Vereine bei Risikospielen grundsätzlich rechtens sei. Daraufhin verlangte Bremen rund 1,17 Millionen Euro von der DFL, die am 10. September angekündigt hatte, die Bescheide fristgerecht zu begleichen, gleichzeitig aber Widerspruch erhob.

Der aktuelle Stand wird in mehreren Bundesländern unterschiedlich beurteilt. Neben Bremen und Rheinland-Pfalz zeigte sich zuletzt auch Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) offen dafür, die DFL an den Kosten zu beteiligen. Laut einer „kicker”-Umfrage werde das Thema im Saarland, in Thüringen und Brandenburg ergebnisoffen diskutiert - allerdings stellen diese drei Länder derzeit keinen Bundesligisten.

Schlagworte

  • dpa
  • Andy Grote
  • Boris Pistorius
  • Bundesverwaltungsgericht
  • Fußball
  • Fußballspieler
  • Fußballvereine
  • Kostenbeteiligung
  • Mehrkosten
  • Politikerinnen und Politiker der SPD
  • SPD
  • Werder Bremen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!