Berlin

RB Liga-Spitze, Bayern hadert - BVB mit Wiedergutmachung

Leipzig weiter Tabellenführer
Leipzigs Werner (l) und Trainer Nagelsmann (M) klatschen sich nach dem Unentschieden gegen den FC Bayern München ab. Foto: J. Woitas

Das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern endet ohne Sieger, die Sachsen sind weiter Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

Borussia Dortmund kletterte durch ein 4:0 gegen Bayer Leverkusen auf Rang zwei, die Münchner verpassten den Sprung nach ganz oben.

Aber auch neben dem Kampf um die Tabellenspitze hatte der Bundesliga-Samstag einiges zu bieten:

TOPDUELL: RB Leipzig und Meister FC Bayern boten hochklassigen Fußball, einen Sieger gab es am Ende nicht. Von dem 1:1 am Samstag profitierten am Ende vor allem die Sachsen, die nach vier Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen. Die Münchner dagegen sind mit acht Zählern aus vier Spielen nur Dritter - der schlechteste Saisonstart des Rekordmeisters seit fünf Jahren. „Wir haben zwei Punkte weniger als eingeplant”, sagte Trainer Niko Kovac, der seine Mannschaft aber für eine „fantastische erste Halbzeit” lobte.

WIEDERGUTMACHUNG: Nach dem 1:3 bei Aufsteiger Union Berlin mussten sich Borussia Dortmund und insbesondere Trainer Lucien Favre viel Kritik anhören - und gaben am Samstag die passende Antwort. Beim 4:0 gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen bot der Revierclub eine überzeugende Leistung. „Wenn du 4:0 gewinnst, ist das im Hinblick auf die letzten zwei Wochen eine gute Reaktion”, sagte BVB-Neuzugang Julian Brandt nach dem Duell mit seinem Ex-Club. „Wenn du vier Tore machst, spricht das heute für unseren Angriff.”

KRISE: Mit neuem Investor und Rekordeinkauf war Hertha BSC mit großen Zielen in die neue Saison gestartet. Nach vier Spieltagen sind die Berliner ganz unten angekommen. Gegen die ebenfalls schwach gestarteten Mainzer unterlag Hertha mit 1:2 und ist mit einem Punkt aus vier Spielen Tabellenletzter. „Wir schlucken zu einfach die Tore”, schimpfte Trainer Ante Covic, der schon unter Druck steht. „Wir betreiben brutalsten Aufwand, um den Ausgleich zu erzielen. Dann kriegst du nach einer Ecke das 1:2, das ist sehr, sehr bitter.”

CHAOS-DUELL: Drei Elfmeter, drei Tore, zwei Platzverweise, eine Verwarnung für den Trainer: Das Duell zwischen Aufsteiger Union Berlin und Werder Bremen hatte einiges zu bieten. Am Ende setzte sich die Bremer Notelf ohne zehn verletzte Stammspieler mit 2:1 durch. „So ein Spiel habe ich als Trainer noch nicht erlebt”, gab Werder-Coach Florian Kohfeldt nach den 90 kuriosen Minuten in Berlin zu.

RÜCKSCHLAG: Am Donnerstag beginnen für Eintracht Frankfurt mit dem Heimspiel gegen den FC Arsenal die erneuten Europa-League-Festwochen - die Stimmung bei den Hessen erhielt am Samstag aber einen herben Dämpfer. „Es ist ärgerlich, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren”, sagte Trainer Adi Hütter nach der zweiten Liga-Niederlage, dem knappen 1:2 beim bis dahin noch sieglosen FC Augsburg.

HEIMKEHR: Zehn Jahre lang spielte Alexander Nübel beim SC Paderborn, am Sonntag geht es für den 22-Jährigen erstmals mit dem FC Schalke 04 gegen seinen Ex-Club. „Ich werde etwas aufgeregter sein als in anderen Spielen”, sagte der U21-Vize-Europameister, dessen Zukunft auf Schalke noch immer ungeklärt ist. Auch der FC Bayern München soll an dem Torhüter interessiert sein. Nübel will sich in Ruhe Gedanken über seine Zukunft machen, „weil es keine einfache Entscheidung ist.”

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