Sakhir

„Abscheu”: Heftige Fahrerkritik nach TV-Wiederholungen

Grosjean-Unfall       -  Der Unfall von Romain Grosjean in Bahrain sorgte auch für heftige Kritik aus dem Fahrerlager.
Foto: Kamran Jebreili/Pool AP/dpa | Der Unfall von Romain Grosjean in Bahrain sorgte auch für heftige Kritik aus dem Fahrerlager.

Ein Sprecher der Motorsport-Königsklasse sagte dem Internetportal „motorsport.com”: „Es werden keine Wiederholungen eines Unfalls gezeigt, bis es das Einverständnis und die Bestätigung von der Rennleitung/Fia gibt, dass alle Personen (Fahrer, Marshals, Ärzte etc.) in Sicherheit sind. Wiederholungen wurden erst danach gestartet.” Es würden stets strikte Protokolle befolgt.

Ferrari-Fahrer Vettel hatte gemutmaßt, dass Menschen solche Szenen wohl gerne sehen würden. „Sonst würde der Regisseur oder wer auch immer schneidet, es nicht immer und immer wieder zeigen. Menschen mögen Unfälle, manchmal vergessen sie vielleicht, dass wir hinter dem Lenkrad sind”, sagte Vettel.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn erläuterte am Montag, dass die Produzenten der Rennserie die Aufnahmen erst sendeten, als sie wussten, dass „Romain in Sicherheit war, was unserem Protokoll entspricht.”

Renault-Fahrer Daniel Ricciardo hatte nach dem Crash am Sonntag geschimpft, dass er seine „Abscheu und Enttäuschung” mit der Formel 1 ausdrücken wolle. „Die Art, wie sie den Vorfall von Grosjean wieder und wieder gezeigt haben, die andauernden Wiederholungen, das war komplett respektlos und rücksichtslos für seine Familie, für alle unsere Familien, die zugeschaut haben.” Grosjean überstand seinen Unfall weitgehend unbeschadet.

© dpa-infocom, dpa:201130-99-515621/3

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