Bielefeld

Arminia-Stürmer Klos: „Mehr als einmal krachen lassen”

Fabian Klos       -  Hatte mit Arminia Bielefeld ordentlich Grund zum Feiern: Fabian Klos.
Hatte mit Arminia Bielefeld ordentlich Grund zum Feiern: Fabian Klos. Foto: Friso Gentsch/dpa

„Wir haben es tatsächlich mehr als einmal richtig krachen lassen”, sagte Kapitän und Torjäger Fabian Klos dem „Westfalen-Blatt”: „Es gibt auch keinen Grund, das zu verheimlichen. Das hatten wir uns schließlich absolut verdient.” Es habe ihn aber „beeindruckt, was wir nach zuvor zwei, drei Tagen Vollgas im Spiel gegen den SV Darmstadt abgeliefert haben”. Gegen die Südhessen gewann die Arminia zwei Tage nach dem feststehenden Aufstieg mit 1:0.

Auf die gewohnte Abschlussfahrt wird der Zweitliga-Meister in diesem Jahr aber verzichten. „Eine Mannschaftsfahrt kann ich definitiv ausschließen”, sagte Klos. Das Team zerbreche sich aber die Köpfe, ob es irgendeine Art Ersatz geben kann. „Wir haben nach wie vor eine gewisse Verantwortung in der Öffentlichkeit - und dieser sind wir uns bewusst”, sagte der 32-Jährige: „Wir wollen nichts machen, was nicht erlaubt ist.”

Indes versprach Arminen-Coach Uwe Neuhaus vor dem für den 1. FC Heidenheim entscheidenden Spiel trotz der brisanten Ausgangslage vollen Einsatz seines Teams. „Natürlich hätte jeder gerne so viel Geld wie möglich. Aber deswegen werden wir nicht die Fairness außer Acht lassen”, sagte Neuhaus mit Blick auf das Duell am Sonntag (15.30 Uhr/Sky): „Es wäre bedauerlich, wenn uns zwei Millionen entgehen würden. Aber dann ist das eben so. Und es würde auch niemand von mir anderes verlangen.”

Der Hintergrund: Sollte Heidenheim in Bielefeld gewinnen, wäre der FCH sicher Dritter und der gleichzeitig gegen den SV Sandhausen spielende Hamburger SV hätte keine Chance mehr auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Sollte Heidenheim statt des HSV aufsteigen, würde das den Bielefeldern zwei Millionen Euro mehr Fernsehgeld in der kommenden Saison garantieren. Zudem würde Heidenheim als mutmaßlicher Konkurrent im Abstiegskampf sicher mit einem geringeren Etat an den Start gehen als die Bielefelder.

Er und sein Team wollten die Partie angehen, als sei es der 1. oder 2. Spieltag, versicherte Neuhaus. „Dass man trotzdem gegen Heidenheim mal verlieren kann, ist klar”, sagte der 60-Jährige: „Heidenheim ist richtig gut drauf. Mein Kollege Frank Schmidt hat es unfassbar gut hinbekommen, dass sie immer an sich geglaubt haben. Sie spielen sehr zweikampfintensiv, lassen sich nie abschütteln.”

Die Arminia hat zudem noch sportliche Ziele. Sie will im Jahr 2020 ungeschlagen bleiben. 68 Punkte, die im Falle eines Sieges zu erreichen wären, wären Vereinsrekord für die 2. Liga. Und Kapitän Klos kämpft noch um den Sieg in der Torschützenliste.

© dpa-infocom, dpa:200626-99-573455/3

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