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Außenseiter-Duell in Essen: „Das perfekte Los für beide”

Christian Neidhart       -  RWE-Trainer Christian Neidhart: „Wir sind Viertligist, deshalb gehen wir mit Demut ins Spiel”.
Foto: Roland Weihrauch/dpa | RWE-Trainer Christian Neidhart: „Wir sind Viertligist, deshalb gehen wir mit Demut ins Spiel”.

Beide können Vereinsgeschichte schreiben, der eine sogar ein Stück deutsche Fußball-Geschichte: Viertligist Rot-Weiss Essen und Bayern-Bezwinger Holstein aus der 2. Bundesliga treffen sich am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) im Viertelfinale des DFB-Pokals zum Außenseiter-Duell.

Die Kieler können zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Halbfinale einziehen. Das Viertelfinale erreichten sie zuvor nur 1943 und 2012, als sie mit 0:4 gegen den späteren Double-Sieger Borussia Dortmund scheiterten. Die Essener holten zwar schon einmal den Pott (1953), standen ein weiteres Mal im Finale (1994) und auch noch zweimal im Halbfinale (1975 und 77). Sie wären aber der zweite Viertligist nach dem 1. FC Saarbrücken im Vorjahr, der die Vorschlussrunde erreicht.

Beide haben durchaus Respekt voreinander, sehen aber auch die große Chance. Und beide sind erleichtert, dass sie Größen wie Dortmund, Leipzig, Wolfsburg oder Mönchengladbach aus dem Weg gegangen sind. „Es ist sicher das perfekte Los für beide”, sagte Essens Trainer Christian Neidhart deshalb. „Wir sind Viertligist, deshalb gehen wir mit Demut ins Spiel. Und wir wissen: Wer Bayern München schlägt, will gegen Rot-Weiss Essen nicht ausscheiden”, sagte Neidhart: „Aber wenn wir nicht daran glauben würden, bräuchte Kiel gar nicht zu kommen.”

Kiels Trainer Ole Werner nimmt die Favoriten-Rolle zwar an, warnte aber auch vor dem Underdog: „Wenn du drei höherklassige Mannschaften schlägst, dann ist das auch kein Zufall mehr. Sie haben unbestritten mehr Qualität als vierte Liga. Das wird eine harte Aufgabe.” Wenn der Erfolg gelänge, würde der 32-Jährige auch ein drittes Elfmeterschießen in Folge hinnehmen. „Ob das Spiel 90 oder 120 Minuten dauert oder ein paar Schüsse länger, ist mir völlig egal.”

Über den sportlichen Erfolg hinaus geht es auch für beide um sehr viel Geld. Im vergangenen Jahr gab es für das Erreichen der Vorschlussrunde 2,8 Millionen Euro. Wegen der Corona-Einbußen und vor allem fehlenden Zuschauer-Einnahmen werden es in dieser Saison rund 20 Prozent weniger sein.

© dpa-infocom, dpa:210302-99-661075/3

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