Nüdlingen

Die SG Garitz/Nüdlingen hat die Hand am Pott

Seriös und konzentriert will die SG Garitz/Nüdlingen (1./38:6) das Spiel gegen die HSG Pleichach (14./0:44) angehen. Anwurf in der Schlossberghalle ist am Samstag um 18 Uhr.
Umso ausgelassener soll die Stimmung danach sein. Weil: Mit einem Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht ist die Spielgemeinschaft Meister der Landesliga Nord und würde in der neuen Saison wieder der höchsten bayerischen Spielklasse angehören. Gute Gründe, um mit SG-Trainer Harun Tucovic ein paar Worte zu wechseln.

Bleibst Du der SG als Trainer erhalten?
Harun Tucovic: Wie vereinbart, werden wir uns im Kreise der SG-Verantwortlichen in den nächsten Tagen zusammensetzen und uns über die vergangene Saison, die Herausforderung Bayernliga und bevorstehende Aufgaben unterhalten. In diesem Zusammenhang wird auch die Trainerfrage diskutiert.

Welche Rückmeldungen hast Du von den Spielerinnen, was die neue Saison angeht?
Wir haben Vorgespräche geführt, und die sind durchaus positiv verlaufen. Einige Fragen können nicht abschließend geklärt werden. Anna Kleinhenz und Anna Zimmer werden ab dem Herbst mit dem Studium beginnen. Franzi Thomas sucht ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie für ein Praktikums-Semester. Wir hoffen natürlich alle, dass sie hier in der Region fündig wird. Bei Claudia Pfleger, Karin Wehner und Manuela Schäfer müssen wir ebenso abwarten, ob sich die beruflichen und familiären Fragen mit dem Zeitaufwand in der Bayernliga vereinbaren lassen.

Welche Fortschritte hat das Team im Saisonverlauf gemacht?
Wir haben versucht, eine neue Spielphilosophie innerhalb sehr kurzer Zeit zu etablieren, haben taktisch viel verändert und personell einiges umgestellt. Unser Spiel ist taktisch deutlich variabler geworden. Wir spielen schneller und versuchen viel mehr zu agieren als zu reagieren.
Wir haben die beste Abwehr der Liga und mit Abstand die beste Tordifferenz. Wir sind in der Breite stabiler geworden. Die Verantwortung ist auf mehreren Schultern verteilt, sodass wir Ausfälle besser auffangen. Für diese Spielweise bekommt die Mannschaft sehr viel Lob und Anerkennung. Auch von unseren Zuschauern, was mich persönlich besonders freut.

Das beste Spiel? Das schwächste Spiel?
Die Mannschaft hat vor eigenem Publikum keinen Punkt abgegeben, viele gute Spiele gezeigt und deutliche Siege gefeiert. In Cadolzburg hat das Team auf einem sehr hohen Level gespielt, eine top Leistung abgeliefert und unglücklich verloren. Beim Mitabsteiger HC Sulzbach zeigte die Mannschaft eine perfekte Leistung und gewann das Spiel verdient und deutlich. In Mintraching dagegen haben wir unseren einzigen Black-out der Saison erlebt und haben das Spiel verdient verloren.

Gibt es eine Spielerin, die einen besonders großen Fortschritt gemacht hat?
Einen Fortschritt hat vor allem die Mannschaft gemacht. Alle Spielerinnen haben in kurzer Zeit einen Entwicklungsschritt vollzogen. Bei denen, die in den vergangenen Spielzeiten etwas weniger gespielt haben, ist dieser Fortschritt natürlich viel deutlicher erkennbar.

Bist Du mit dem Zuschauer-Zuspruch bei Heimspielen zufrieden?
Ja, bin ich. Die Heimspiele sind sehr gut besucht. Wir müssen alle gemeinsam noch mehr daran arbeiten, dass auch die letzten freien Plätze belegt werden. Heimsiege sind keine Selbstverständlichkeit. Wir arbeiten sehr intensiv im Training, um eine gute Leistung abzuliefern. Um so größer ist die Freude, wenn uns das gelingt und die Fans dies honorieren.

Wo siehst Du das größte Steigerungs-Potenzial?
Die Mannschaft besitzt viele Stärken, hat einen sehr guten Charakter, ist sehr fleißig und zielstrebig. Das Team ist im Schnitt sehr jung und somit entwicklungsfähig. Exakt darin steckt das größte Potenzial. Um den Anforderungen in der Bayernliga gerecht zu werden, müssen wir uns in allen Segmenten deutlich steigern.

Worin besteht die besondere Herausforderung in der Bayernliga?
Bayernliga ist eine ganz andere Dimension. Wir können auf diesem Level schon von Leistungssport sprechen. Der Zeitaufwand wird deutlich steigen, es sind viele Spielorte dabei, wo wir an einem Spieltag 650 bis 700 Kilometer fahren müssen. Die Mannschaften sind spielerisch und athletisch deutlich stärker, es wird viel intensiver und leistungsorientierter trainiert. Wir werden auf Vereine mit großer Handball-Tradition, die besten Trainer und die besten Spielerinnen des Freistaats treffen. Das alleine ist schon ein riesen Erfolg. Bayernliga ist aber auch für die Stammvereine eine Herausforderung. Das Umfeld der SG Garitz/Nüdlingen wird hier ebenso mit organisatorischen, logistischen wie auch sportlichen Fragestellungen konfrontiert, wo Lösungen nach und nach gefunden werden sollten.

Gibt es beim Nachwuchs Spielerinnen, die das Zeug zur Bayernliga haben?
Im aktuellen Kader habe ich mit Pia Kunzmann, Anna Zimmer und Anna-Lena Paech drei sehr talentierte Spielerinnen, die noch in der A-Jugend spielen. Dieses Trio wird in der nächsten Saison zum Bayernliga-Kader gehören. Mit Theresa Kleinhenz, die ebenfalls zum A-Jugendkader gehört, werde ich demnächst ein Gespräch führen.

Gibt es eine spezielle Aktion zum Spiel gegen Pleichach?
Mir ist nichts bekannt. Vier Spieltage vor Saisonende hat die Mannschaft die Möglichkeit, in eigener Halle den Aufstieg in die Bayernliga perfekt zu machen. Wir respektieren unseren Gegner, aber wir wollen und wir werden das Spiel gewinnen. Anschließend werden wir die Mannschaft für diese herausragende Leistung feiern. Das hat sich das Team wirklich verdient.

Wie wird gefeiert? Wie feierst Du?
Sicherlich werden wir spontan zuerst in der Halle feiern, danach ist alles offen. Ich möchte an dieser Stelle alle Fans zum Spiel und zu der kleinen Feier danach herzlich einladen. Ich selbst stehe hier nicht im Mittelpunkt, sondern die Mannschaft. Deswegen werde ich versuchen, in der Halle einen ruhigen Platz für mich zu finden.

Welche Bedeutung hat dieser Titel für Dich?
Dieser Titel hat aus verschiedenen Gründen eine sehr große Bedeutung für mich und wird sicherlich für immer in meinem Herzen eingraviert bleiben.

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