LKR Bad Kissingen

Das wird eine sehr harte Geduldsprobe

Glücklich über die lange Aussetzung des Fußball-Spielbetriebs ist niemand. Trainer und Vereinsfunktionären nehmen die Corona-Pandemie sehr ernst.
Auf solche Bilder muss man vorerst verzichten: Unsere Szene zeigt feiernde Westheimer Fußballer nach der Meisterschaft in der Kreisliga Rhön im Frühsommer 2019. Foto: privat       -  Auf solche Bilder muss man vorerst verzichten: Unsere Szene zeigt feiernde Westheimer Fußballer nach der Meisterschaft in der Kreisliga Rhön im Frühsommer 2019. Foto: privat
Auf solche Bilder muss man vorerst verzichten: Unsere Szene zeigt feiernde Westheimer Fußballer nach der Meisterschaft in der Kreisliga Rhön im Frühsommer 2019. Foto: privat

Martin Halbig (Trainer FC Fuchsstadt). Für mich ist überraschend, dass die Pause so lange hinausgeht; aber die Gesundheit geht vor. Jetzt haben wir eine neue, bescheidene Situation, weil keiner wirklich weiß, wie es weitergeht. Die Zeit wird ganz lang bis September. Die Spannung in der Mannschaft kannst du nicht bis dahin hochhalten. Du hast ja kein klares Ziel vor Augen. Die lässt sich erst wieder aufbauen, wenn du weißt, am Tag X wird weitergemacht. Die fairste Lösung wäre für mich, die Runde zu Ende zu spielen, weil sich sonst die Teams beschweren, die in der Tabelle oben stehen. Geisterspiele gehen aus meiner Sicht gar nicht. Persönlich gesehen, bin ich entspannt, habe Zeit für andere Aufgaben im privaten Bereich.

David Böhm ( Spielertrainer FC Westheim): Es sind keine einfachen Entscheidungen, die der BFV zu treffen hat und diese ist nachvollziehbar, weil die Gesundheit im Vordergrund steht. Allerdings ist es schwierig für Spieler und Trainer, die Spannung bis Ende August hochzuhalten und man sollte sich überlegen, ob man die Rückrunde noch mal startet oder ob man die Saison nicht annulliert und neu startet. Der BFV müsste sich da zeitnah positionieren und Schritte in die Wege leiten, damit die Vereine planen können. Für den FC Westheim ist megaschade, dass das Kreispokalfinale gegen Rödelmaier am 1. Mai abgesagt ist und damit auch unser großes Maifest ausfällt.

Jörg Wetterich (Abteilungsleiter FC Rottershausen ): Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Menschenleben sind wichtiger als das schönste Hobby, das es auf der Welt gibt. Man kann es auch nicht ändern, denn auch ein Kreisligaspiel ist bei uns manchmal ein Großereignis mit bis zu 400 Zuschauern, wenn es gegen Rannungen, Reichen ach oder Oerlenbach geht. Ich bin sogar davon ausgegangen, dass es dieses Jahr im Amateurbereich gar kein Spiel mehr gibt und wir im Februar oder März 2021, wenn es vielleicht einen Impfstoff gibt, mit der schon begonnenen Rückrunde weitermachen.

Sven Röthlein (Abteilungsleiter FC Untererthal ): Rein sportlich gesehen ist die lange Pause natürlich ärgerlich als aktueller Tabellenführer der Kreisklasse Rhön 1 . Aber es gibt Wichtigeres als den Fußball. So etwas haben wir alle noch nie erleben müssen. Aufgrund der Umstände blieb den Verantwortlichen meiner Meinung nach da wenig Spielraum. Jetzt gilt es, sich nach den Vorgaben zu richten. Ich denke schon, dass der BFV die aktuelle Lage von allen Seiten beleuchtet und demgemäß seine Entscheidung getroffen hat. Es gab ja zudem einen regen Austausch mit den Vereinsvertretern.

Bernd Heid (Trainer FC Obereschenbach): Ganz am Anfang der Corona-Krise war ich mit den Einschränkungen nicht so einverstanden. Aber mit den schlimmen Bildern zum Beispiel aus Italien hat bei mir ein Umdenken eingesetzt. Dass der Spielbetrieb ruht, ist die richtige Entscheidung. Es ist besser, etwas länger mit der Fortsetzung der Saison zu warten, als zu schnell anzufangen und dann wieder aufhören zu müssen. Geisterspiele sind für mich keine Alternative, weil die Vereine auf die Einnahmen angewiesen sind. Wir müssen jetzt alle in den saueren Apfel beißen. Aber mit dem neuen Termin haben wir endlich ein Ziel vor Augen. Jetzt freue ich mich auf die Vorbereitung Mitte Juli, wenn ich die Jungs endlich wieder alle sehe.

Christoph Kleinhenz (Abteilungsleiter DJK Schlimpfhof): "Das war abzusehen und ist eine aus meiner Sicht vernünftige Entscheidung. Es gibt eben wichtigere Dinge als den Amateurfußball. Klar ist es vor allem bitter für die, die kurz vor der Meisterschaft stehen und die jetzt Schwierigkeiten haben, die Euphorie aufrecht zu erhalten. Ich denke, dass auch unsere Spieler nicht besonders überrascht sind. Bis es weiter geht, muss man sich halt anderweitig beschäftigen.

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