Hammelburg

Erich Schneider hat sich längst unsterblich gemacht

Der Kult-Reporter der Heimatzeitung verstarb am Montag im Alter von 90 Jahren.
Immer auf Ballhöhe: Erich Schneider, der am Montag im Alter von 90 Jahren verstarb. Foto: Arkadius Guzy       -  Immer auf Ballhöhe: Erich Schneider, der am Montag im Alter von 90 Jahren verstarb. Foto: Arkadius Guzy
| Immer auf Ballhöhe: Erich Schneider, der am Montag im Alter von 90 Jahren verstarb. Foto: Arkadius Guzy

Sie wird mir fehlen, diese zackige und doch so liebevolle Stimme dieser unverwechselbaren Person. Erich Schneider ist nach einem kurzen Klinik-Aufenthalt in Bad Brückenau gestorben. Kein halbes Jahr nach seinem 90. Geburtstag, den der "Kamerad" Corona bedingt im kleineren Kreis hatte feiern müssen mit Familie und den Kumpels aus der Hammelburger Ecke. Kumpels wie Walter Bay, Thomas Hammer, Friedbert Brust, Jürgen Sykora oder Karlheinz Franz, die auch dann noch regelmäßig Kontakt zu ihrem Enrico hielten, als dieser aus familiären Gründen von der Saale an die Sinn in ein Seniorenheim zog.

Über die Bundeswehr hatte der gebürtige Cottbuser ins Saaletal gefunden, das samt Ehefrau Renate zur neuen Heimat werden sollte. Erich Schneider war zeitlebens ein anpackender Typ. Einer, der gestalten und etwas bewirken wollte. Ein Macher vor dem Herrn, der Schnauze und Organisations-Talent gekonnt einsetzte. Profiteure dieses Schaffens gab es viele. Zuvorderst das Sportkuratorium der Stadt Hammelburg , dessen Geschäftsführer das Ehrenmitglied beim FC Hammelburg fast 50 Jahre lang war.

Und natürlich die Saale-Zeitung. Erich Schneider sollte über Jahrzehnte das Gesicht des Lokalsports sein. Es war quasi eine zweite Karriere, die der Oberstabsfeldwebel mit seiner Pensionierung im Jahr 1983 bei der Heimatzeitung startete. Sein Kürzel wurde zum Markenzeichen. Wo "ksei" draufstand, war Leidenschaft drin. Erich Schneider hat sein Herz auf der Zunge getragen und seine Passion für den Sport mit einer einzigartigen Schreibe auf Papier gebracht, sich damit ein Stück weit unsterblich gemacht.

Was haben wir Lokalsportler damals aufgeatmet, als wir mit Engelsgeduld und Überzeugungskraft unseren Erich von seiner geliebten Schreibmaschine wegbrachten, um sich fortan am Computer auszutoben. Es hat geklappt, weil da einer auch eine solche Herausforderung meistern wollte. "Am Montag ist Erich friedlich eingeschlafen", lautete die traurige Botschaft seines Sohnes Udo, die uns am Dienstag erreichte.

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