LKR Bad Kissingen

FC Fuchsstadt: Bloß nicht absacken!

Thulbas Trainer Oliver Mützel trifft auf Thomas Cäsar, der den Ex-Verein coacht. Die "Nägelsieder" drängen auf Revanche.
Spielertrainer Oliver Mützel vom FC Thulba (Mitte) trifft in Bergrheinfeld auf seinen alten Kumpel Thomas Cäsar, der dort sein Nachfolger ist. Foto: Hopf       -  Spielertrainer Oliver Mützel vom FC Thulba (Mitte) trifft in Bergrheinfeld auf seinen alten Kumpel Thomas Cäsar, der dort sein Nachfolger ist. Foto: Hopf
| Spielertrainer Oliver Mützel vom FC Thulba (Mitte) trifft in Bergrheinfeld auf seinen alten Kumpel Thomas Cäsar, der dort sein Nachfolger ist. Foto: Hopf

FC Fuchsstadt - VfL Frohnlach (Samstag, 16 Uhr)

Wichtiges Spiel für den FC Fuchsstadt (11./29): Da empfangen die Kicker von Trainer Martin Halbig den VfL Frohnlach (13./27), der zwei Zähler hinter den Schwarz-Roten in der Tabelle lauert. "Durch die Niederlage in Lichtenfels haben wir uns ein bisschen Druck aufgebaut. Verlieren dürfen wir auf keinen Fall, denn dann wären sie tabellarisch an uns vorbeigezogen", blickt Fuchsstadts Coach aufs Tableau.

Die 2:3-Niederlage in Lichtenfels zum Re-Start war unnötig wie bitter, da die Fuschter ohne Goalgetter Dominik Halbig bis auf die ersten 30 Minuten eine konzentrierte Leistung abriefen, in der letzten Aktion des Spieles (96.) aber doch noch den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen mussten. Zudem fehlt Philipp Pfeuffer wegen seiner Roten Karte.

"Gegen den VfL müssen wir volle Pulle spielen. Mit halber Kraft erbt man nichts. Die Aufgabe ist sicher nicht einfach", warnt Halbig vor dem Traditionsverein. Lange war unklar, ob der langjährige Bayernligist die Runde fortsetzen kann, nachdem der Hauptsponsor im Zuge der Corona-Krise den Geldhahn zudrehte. Dank Spenden scheint die Saison gesichert zu sein.

Turbulenzen im Verein

Allerdings müssen die Frohnlacher fünf Abgänge verkraften, darunter Spielertrainer Bastian Renk und Stürmer Daniel Oppel. Neuer starker Mann ist Marcel Burkard. Der Innenverteidiger soll die Mission Klassenerhalt als spielender Coach gut zu Ende bringen.

Zum Re-Start ließen die Frohnlacher aufhorchen, als sie dem unangefochtenen Spitzenreiter Vatan Spor Aschaffenburg ein 2:2 abrangen und dabei kurz vor einem Dreier standen. "Frohnlach hat schon Qualität, gerade in der Offensive. Ein Tayfun Özdemir hat im Hinspiel überragend gespielt", erinnert sich Fuchsstadts Trainer an das ungewöhnliche Match im August 2019. Özdemir machte das 1:0, Kevin Hartmann das 2:0. Dann brachte Halbig Ersatzkeeper Tayrell Kruppa als Feldspieler, der nach Dominik Halbigs Anschlusstreffer per Doppelpack die Partie drehte, ehe Frohnlach noch das 3:3 gelang.

Diesmal muss Halbig, anders als im Hinspiel, womöglich auf Sohn Dominik verzichten. Ihm bereitet sein Sprunggelenk noch immer Schmerzen. Dafür ist Michael Emmer zurück.

TSV Bergrheinfeld - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr)

Sechs Punkte aus den ersten beiden Begegnungen und das Vorrücken auf Tabellenplatz vier - viel besser hätte der Einstand von Oliver Mützel als Trainer beim FC Thulba (4./35) kaum laufen können. Nun führt der Weg zum TSV Bergrheinfeld (8./30). Das Match ist für Mützel ein sehr spezielles, fungiert dort doch Thomas Cäsar als spielender Coach. Mützel und Cäsar spielten viele Jahre gemeinsam in Schwebenried, sind so etwas wie beste Freunde und Bergrheinfelds Coach ist im kommenden Jahr Trauzeuge bei Oliver Mützels Hochzeit. "In unseren Duellen, seit wir aus Schwebenried weg sind, steckt natürlich viel Prestige. Ich habe seitdem eine 4:0-Bilanz gegen Thomas und möchte, dass dies so bleibt", hofft Thulbas Anführer augenzwinkernd auf eine Fortführung des Frankonen-Höhenfluges und der persönlichen Bilanz mit seinem künftigen Trauzeugen. Allerdings erwartet er in Bergrheinfeld schweren Widerstand: "Ich schätze sie als sehr starke Mannschaft ein, die jung ist, Fußball spielen will und mit Kapitän Dominik Ebert einen höherklassig erfahrenen Anführer hat. Mit Dampfach habe ich in dieser Saison schon zweimal gegen sie gekickt und es waren beide Male enge Spiele. Wir sind in jedem Fall vorgewarnt." Die "Bercher" siegten vor Wochenfrist gegen Sand II klar mit 5:1 und konnten das Hinspiel in Thulba etwas überraschend mit dem gleichen Ergebnis für sich entscheiden. Diese Scharte gilt es für die Frankonen, die in gleicher Besetzung der Vorwoche auflaufen, auszumerzen.

TSV Forst - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz der 0:4-Niederlage in Unterspiesheim bei der Wiederaufnahme des Pflichtspielbetriebes überwiegt beim TSV Münnerstadt (10./29) die Freude, wieder um Punkte vor Zuschauern spielen zu dürfen. Am vergangenen Wochenende nutzten die "Mürschter" ihre Pflichtspielpause zu einem Test beim Schweinfurter Kreisligisten TSV Essleben (2:2). Jetzt muss die Mannschaft von Trainer Goran Mikolaj zum ambitionierten TSV Forst (3./37) in die Botensteig-Arena. Dort hat sich in der Zwangspause viel getan. Spielertrainer Florian Hetzel verließ den Verein und heuerte beim TSV Grettstadt an. Für ihn übernahm Felix Lehfer als spielender Coach. Er betreute zuvor die zweite Mannschaft der FT Schweinfurt. In den zwei Spielen nach dem Start spielte man zweimal Remis. Zunächst gab es ein Heim-2:2 gegen den starken Aufsteiger DJK Hirschfeld um Ex-TSVler Stefan Nöthling; darauf folgte das Spitzenspiel bei Tabellenführer Wiesentheid, den man beim 1:1 am Rande einer Niederlage hatte. Beim TSV Münnerstadt sollte man gewisse Tugenden an den Tag legen, die in Unterspiesheim nicht vorhanden waren nach Meinung von Münnerstadts Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh: "Da waren wir körperlich und geistig nicht auf dem Platz. Deswegen ist es gut, jetzt nach Forst zu fahren. Da muss man sich reinbeißen. Wobei wir uns gegen spielstarke Mannschaften auch leichter tun." Zu hapern scheint es beim Toreschießen, ein wiederkehrendes Problem bei den "Nägelsiedern". "Trotzdem bin ich guter Dinge, wir wollen dort punkten", so Schmittzeh. Der ist froh, dass mit Mortaza Ansari, Niklas Sperlich und Kilian Back vielversprechende Jungs von den Junioren hochrückten.

TSV Gochsheim - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 16 Uhr) Hohe Hürde für den FC 06 Bad Kissingen (9./30): Die Mannschaft von Spielertrainer Daniel May muss zum zweitplatzierten TSV Gochsheim (2./40), der sich nach bisher vergeblichen Anläufen den Traum vom Aufstieg in die Landesliga erfüllen will. Zweimal kickten die Jungs vom Trainer-Duo Stefan Riegler/Dominik Ruh nach dem Re-Start bisher. Dabei hieß es 2:2 zuhause gegen den TSV Bergrheinfeld, während bei den Sportfreunden Steinbach ein knapper 1:0-Erfolg gelang. Veränderungen im Kader gab es kaum. Neu dabei ist lediglich der erst 17-jährige Keeper Tim Ludwig, der von den Junioren des FC 05 Schweinfurt kam und gegen Steinbach in Abwesenheit von Stammkeeper und Kapitän Jan Deppert seine Saisonpremiere feierte. Die 06er sollten derweil die Enttäuschung der 3:5-Niederlage in Dampfach vor zwei Wochen aus den Kleidern geschüttelt haben und den Blick gen Gochsheim richten. Im Hinspiel konnten die Bad Kissinger den Gästen aus dem Landkreis Schweinfurt den Zahn ziehen und dank der Routinier-Tore von Daniel May und Ervin Gergely die Partie mit 2:0 für sich entscheiden. Bei den heimstarken Gochsheimern wird das Defensivspiel der Kurstädter von entscheidender Bedeutung sein, denn Toreschießen kann die Ruh/Riegler-Elf - was sie mit 51 erzielten Treffern eindrucksvoll untermauert hat. Vor allem Nico Kummer tat sich hierbei mit seien bereits 24 Toren hervor. Damit führt der Gochsheimer die Torschützenliste in der Bezirksliga Ost an. Es wartet also viel Arbeit auf die Abwehr um FC-Kapitän Christian Heilmann.

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