Bad Kissingen

Fehlstart der Kissinger Wölfe und Mighty Dogs

Das anstehende Unterfranken-Derby wird zum ersten Krisen-Gipfel.

Kissinger Wölfe - EC Pfaffenhofen 4:6 (2:0, 0:2, 2:4).

So ein wenig Euphorie würde gut tun in diesen schweren Zeiten, wo Verein und Fans aufgrund der ungelösten Hallenfrage weiter um die Existenz fürchten müssen. Nach der 4:6-Niederlage am Freitag in Peißenberg ging aber auch das erste offizielle Heimspiel der Saison verloren, mit dem selben Ergebnis. Einen Heimvorteil hatten die Kurstädter bekanntlich nicht, weil in Haßfurt gespielt wurde. Immerhin knapp 200 Fans unterstützten ihre Wölfe vorbildlich. Und sahen einen ordentlichen Beginn ihrer Mannschaft, die nach dem Auftaktdrittel verdient führte durch Treffer von Anton Seewald (6.) und Eugen Nold 17 Sekunden vor der Pausensirene. Aber wie bereits zwei Tage zuvor sollten die Kurstädter zu viele Geschenke an den Gegner verteilen. Im Mitteldrittel traf Marco Babic jedenfalls doppelt für die Gäste. Die Kissinger Wölfe zeigten zur Freude ihrer Fans eine gute Reaktion und legten wieder zwei Tore nach, erzielt von Anton Zimmer (41.) und Eugen Nold (43.). Was zum Sieg hätte reichen können gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner. "Das haben wir dann verbockt", sagte Wölfe-Vorstand zur völlig missratenen Schlussphase mit drei Gegentreffern binnen sechs Minuten. Auch der für Goalie Benni Dirksen gebrachte sechste Feldspieler war vergebens, per Empty-Net-Goal trafen die IceHogs zum Endstand.

Denkbar schlechte Voraussetzungen also für das Unterfranken-Derby am Freitag in Schweinfurt. Freilich gegen einen Kontrahenten, der ebenfalls bereits auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet ist mit zwei Niederlagen. Vor offiziell 431 Zuschauern waren die Mighty Dogs am Freitag weitestgehend chancenlos beim 1:5 im heimischen Icedome, als Marcel Grüner zum zwischenzeitlichen 1:3 traf. Zwei Tage später mussten sich die Unterfranken beim ESC Dorfen mit 4:5 geschlagen geben.

Für zumindest einen unterfränkischen Eishockey-Erfolg am Wochenende sorgten die Haßfurt "Hawks" mit dem 7:4-Sieg zum Landesliga-Auftakt beim EHC Bayreuth 1b. Vor fast 600 Zuschauern, darunter etwa 100 Fans aus Haßfurt, mussten die Gäste Schwerstarbeit verrichten. "Ich habe vorher gewusst, dass es hier ganz schwer wird. Das Wichtigste sind die drei Punkte", schnaufte Trainer Volker Hartmann an alter Wirkungsstätte nach der Schlusssirene erst einmal kräftig durch. Immerhin lagen die Hausherren, mit zahlreichen Bayern- und Oberliga- sowie sogar DEL2-erfahrenen Akteuren gespickt, mehrmals in Führung. Letztmals in der 41. Minute.

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