Hammelburg

Hammelburgs famose Wellenreiter

Die Saalestädter stecken bei der Hachinger Bundesliga-Reserve sogar einen 0:2-Rückstand weg und bleiben ungeschlagen.

AlpenVolleys Haching II - Hammelburg Volleys 2:3 (25:19, 25:22, 21:25, 16:25, 13:15). Die Saalestädter reiten die Erfolgswelle und lassen sich auch von temporären Rückschlägen nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Ungeschlagen bleiben die Hammelburger also auch nach ihrem sechsten Spieltag - und das nach 0:2-Rückstand bei den Oberbayern, die mit 17 Punkten aus neun Spielen zu den besseren Teams der 2. Liga gerechnet werden dürfen. An den heimischen Laptops und Smartphones konnten die Volleys-Fans das Spiel ihres Teams via Livestream verfolgen. Head-Coach Cornel Closca schenkte der Start-Sechs vom Leipzig-Spiel das Vertrauen: Laurentiu Vinatoru begann im Zuspiel, während Janick Sill den verletzen Luca Dierks im Mittelblock ersetzte. Doch so recht wollten die Saalemannen nicht in Fahrt kommen, zu ungenau vor allem der erste Ball, entsprechend zerfahren das Offensivspiel. Haching indes machte im Angriff seine Hausaufgaben. Bei den Volleys wurde vor allem die bisherige Leichtigkeit zum Vermisstenfall.

Katastrophale Aufschlag-Quote

Auch im zweiten Satz herrschte bei den Gästen eine hohe Kommunikationsdichte. Für Kopfschütteln an den heimischen Bildschirmen sorgten die unzähligen Aufschlagfehler, die trotz nachlassender Konzentration der Hachinger den Satzausgleich unmöglich machten.

Im dritten Satz drehte Coach Closca das Personalkarussell, brachte den jungen Hannes Krochmann für Routinier Vinatoru und den noch jüngeren David Baden, tags zuvor noch mit der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga zu Netze, für Kapitän Oscar Benner auf der Diagonalen. Der gewünschte Impuls blieb zunächst aus, Haching knüpfte an das bis dato Gezeigte an und blieb tonangebend. Beim 16:11 für das Heimteam deutete nichts darauf hin, dass Hammelburg plötzlich den Schalter umlegen und fortan in allen Mannschaftsteilen hellwach sein würde. Nach einer Dreipunkte- sowie einer Fünfpunkte-Serie zeigte die Anzeigetafel beim 20:19 erstmals eine Hammelburger Führung an. Ein Doppelwechsel beim 21:21 und eine starke kämpferische Leistung sorgten für den überraschenden Anschluss.

Positive Körpersprache

Es hatte wohl genau diese Dramaturgie des Spieles gebraucht: Endlich war sie wieder da, diese positive Körpersprache, dieses "Bock-auf-Volleyball-Gen" auf Hammelburger Seite. Hochkonzentriert und motiviert waren die Closca-Jungs nun. Krochmann führte weiterhin das Zuspiel-Zepter, während Oscar Benner die kurze "Bankpause" offensichtlich gut genutzte hatte und nun nicht nur formell der Kapitän war. 16:10 lautete die Hammelburger Führung zur zweiten technischen Auszeit, der Tie-Break war in Sichtweite - und wurde souverän erzwungen.

Hochspannung bot der Finalsatz, der beim 5:3 für Haching auf Grund eines verletzten Hachinger Akteurs, der auf dem Spielfeld behandelt werden musste, minutenlang unterbrochen werden musste. Hammelburg kämpfte sich heran, sodass beim 7:8 zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden. Beiden Teams lieferten sich ein klasse Spiel auf Messers Schneide, doch am Ende freuten sich die Saalestädter nicht nur über zwei Punkte, sondern sind nach diesem Erfolg nun endgültig das Überraschungsteam der Liga.

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