Hammelburg

Hammelburgs Spiel gegen Gotha: Aufschlag, Block und Sieg

Die Hammelburg Volleys fertigen die Blue Volleys Gotha in nur drei Sätzen ab. Gegen den Mimmenhausen-Schreck der Vorwoche machen zwei besondere Tugenden den Unterschied.
Nachdem Moritz Zeitler (oben) sich stabilisiert hatte, half auch er seinen Hammelburg Volleys im Spiel gegen Gotha.  Foto: Jens Feistel       -  Nachdem Moritz Zeitler (oben) sich stabilisiert hatte, half auch er seinen Hammelburg Volleys im Spiel gegen Gotha.  Foto: Jens Feistel
| Nachdem Moritz Zeitler (oben) sich stabilisiert hatte, half auch er seinen Hammelburg Volleys im Spiel gegen Gotha. Foto: Jens Feistel

Hammelburg Volleys - Blue Volleys Gotha 3:0 (25:23, 25:22, 25:18).

Konzentration bitte. Vor allem bei den Aufschlägen. Dann klappt es auch mit einem Sieg gegen den Favoritenschreck - Gotha. Die Hammelburg Volleys schafften es tatsächlich, den Verfolger und Mimmenhausen-Bezwinger der Vorwoche in heimischer Halle klar zu besiegen.

Das Spiel begann ausgeglichen. Wobei früh auffiel, dass die Hammelburger reihenweise Angaben versemmelten. Weil Gotha es ihnen gleichtat, fiel das nicht so ins Gewicht. Bis zum 7:7 punkteten beide Teams gleichermaßen - auch dank der Fehler des Gegners.

Danach wurde Gotha zwingender, erarbeitete sich auch dank eines tollen Dreierblocks gegen Oscar Benner einen 8:11-Vorsprung. Dann nahm Hammelburgs Trainer Philipp Fischer eine Auszeit.

So richtig nutzte die nicht. Gotha hielt den Drei-Punkte-Abstand: 11:14, wieder mal nach einer schlechten Angabe von Moritz Zeitler. Beim Stand von 14:17 mal die Blue Volleys mit einem misslungenen Aufschlag - vielleicht der Wendepunkt im 1. Satz.

Fortan kamen die Hammelburger heran, glichen zum 17:17 aus - weil sie gut durchspielten, weil Benners Schmetterball glücklicherweise die Fingerspitzer der Gothaer Blockspieler touchierte. Der entscheidende Faktor stand an der Auslinie: Moritz Rauber. Sonst nicht für brillante Angaben bekannt, konnte er zwei, drei hintereinander gut platzieren und so Druck machen. Janick Sill tat es ihm wenig später mit ein paar Flatterangaben gleich: 21:18.

Die Crunchtime des Satzes geriet wieder zur Zitterpartie - auch weil Benners und Zeitlers Angaben zu weit gerieten. Weil es Yann Böhme auf Gothaer Seite besser machte, stand es plötzlich nur noch 23:22. Weil danach der Ball vom Gäste-Block jeweils auf deren Seite beziehungsweise ins Netz segelte, gewannen die Hammelburger etwas glücklich diesen 1. Satz. Aber neun verschlagene Angaben waren doch recht viel.

Im zweiten Abschnitt sollte sich das bessern. Die TV/DJKler schafften es, ihre Außen besser einzusetzen und zogen schnell auf 5:1. Auch ein durchschlagendes Mittel: Moritz Rauber in der Mitte hinter der Drei-Meter-Linie einzusetzen. Auf diesen "Pipe" waren die Gothaer nicht gefasst.

Hammelburg hielt den Vorsprung mehr oder weniger bis zum 12:8; dann wurde es wieder kritisch: nur noch 13:12 nach einem Gothaer Lauf.

Doch nun griff eine große Tugend der Hammelburger an diesem Abend - die konsequente Blockarbeit. So beim 17:13, als die Volleys-Wand zweimal perfekt stand. Und beim 20:14 schaffte Moritz Rauber das erste Aufschlag-Ass des Abends. Zwar wurde es gegen Ende des 2. Satzes wieder eng, weil die Gothaer mehr Druck machten. Aber es reichte. Moritz Zeitler finalisierte mit Urgewalt nach einem längeren Ballwechsel. Kurz zuvor hatte er noch ins aus geschlagen.

Im 3.Satz versuchten die Gothaer, sich noch einmal zurückzukämpfen. Sie führten 6:8, wollten aber wohl zu viel. Die Hammelburger zeigten sich mental stärker, abgeklärter. Benner legte einen Ball clever am gegnerischen Block vorbei zum 9:8. Nach einer Rauberschen Aufschlagserie stand es 13:9. Die Gothaer verzettelten sich nun öfters; ihr Wille schien gebrochen. Und die Hammelburger?

Spielten den Satz nun clever herunter. Eine Fehlangabe des Gothaers Erik Niederlücke beendete das Spiel, in dem auch Nils Rehmeier durch einige gute Blocks und Schläge überzeugt hatte. MVP wurde aber Moritz Rauber.

Dieser räumte die vielen Aufschlagfehler im 1. Satz ein. Die habe das Team durch eine sehr gute Blockabwehr aber wieder wettgemacht. Zu Beginn habe das Team nicht so reingefunden und zu wenig Druck auf Gotha aufbauen können. Das sei im Laufe des Spiels besser geworden. "Hintenraus haben wir weniger Fehler und gesehen, dass die Sätze dann noch anders ausgegangen sind."

Trainer Philipp Fischer wollte die vielen anfänglichen Aufschlagfehler nicht überbewerten. "Ich hab' den Jungs gesagt, sie sollen sich bitte Zeit lassen. Aufschlag ist eine reine Konzentrationssache." Das habe dann auch gut geklappt. Fischer lobte vor allem die konsequente Abwehr seiner Mannschaft. Sie habe das System der Trainer super umgesetzt.

Gothas Coach Jonas Kronseder machte die Niederlage seines Team vor allem daran fest, dass es seine Chancen im 1. und 2. Satz nicht genutzt habe. "Wir hatten fünf, sechs Bälle, die man machen muss und dann haben wir den Aufschlagdruck verloren. Wenn du dann nicht abgeklärt bist am Schluss, verlierst du die Sätze." Im 3. Satz sei dann die Luft rausgewesen.

Den Hammelburger Sieg hielt Kronseder für verdient; der TV/DJK habe gut und variabel gespielt, besonders am Schluss seine Aufschläge stabilisiert und sein Team sehr unter Druck gesetzt. Kronseder lobte besonders Zuspieler Hannes Krochmann. "Er hat das heute gut gemacht."

Themen & Autoren
Hammelburg
Fehler
Niederlagen und Schlappen
Tugend
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!