Bad Neustadt an der Saale

HSC macht es besser als die Nationalmannschaft

Die Bad Neustädter drehen auch dank der Unterstützung ihrer Fans ein Spiel nach Halbzeit-Rückstand.

HSC Bad Neustadt - HC Elbflorenz Dresden II 27:25 (12:15).

Während Handball-Deutschland Trauer trug nach der EM-Niederlage gegen Kroatien, hatten die HSC-Cracks die Dramaturgie auf ihrer Seite. "Die Mannschaft hat sich auch nach klaren Rückständen nie aufgegeben, nicht zuletzt dank der Unterstützung unserer Fans", zeigte sich Coach Frank Ihl nach dem Abpfiff erleichtert. Schließlich lag sein Team zur Pause mit drei Treffern zurück. In den Anfangsminuten brachten Linksaußen Martin Bieger, dessen Rückkehr ins Team nicht nur wegen seiner sechs Treffer wertvoll war, und Vilim Leskovec den HSC mit 2:0 in Führung. Die Elbflorentiner hielten mit Dynamik dagegen, schlossen ihre Offensivaktionen recht schnell ab und überrumpelten immer wieder die Hausherren, die sich vor den Gegentreffern nicht rasch genug formierten. Den Unterschied in Halbzeit eins machten aber auch die Torhüterleistungen aus: Während Nick Weber, der später Felix Schmidl Platz machte, sich kaum in Szene setzen konnte, brachte sein Gegenüber Max Mohs die HSC-Schützen oft zur Verzweiflung.

Der Rückstand blieb bis zur 37. Minute stabil (14:18), ehe die Begegnung kippte. "In unser Angriffsspiel schlichen sich jetzt viele Fehler ein, die es Bad Neustadt erlaubten, zu einfachen Toren zu kommen", so die Kurzanalyse von HC-Trainer Reich. Stürmerfouls, Schrittfehler und Fehlpässe häuften sich bei den Elbflorentinern. Ein Handicap für die Gäste war zudem der verletzungsbedingte Ausfall von Oskar Emanuel, außerdem agierten die Aufbauspieler Henning Cal und später Jakob Weinand recht fahrig. Beide vermochten den beruflich abwesenden Regisseur Eric Meinhardt zu keinem Zeitpunkt zu ersetzen. Die Kurstädter witterten Morgenluft und glichen zum 18:18 aus. Als Vilim Leskovec zehn Minuten vor dem Abpfiff die Kugel zum 21:20 in den Winkel hämmerte, stand die Halle Kopf, der Glaube an den zweiten Heimsieg in Folge war auf die Tribüne zurückgekehrt. Einen zwischenzeitlichen Rückstand (22:23) egalisierte Maximilian Drude fünf Minuten vor Matchende, ehe Gary Hines seine Mannschaft wieder in Führung brachte, die Max Bauer per Siebenmeter zum 25:23 ausbaute. Beim 26:25 gingen die Gäste zu einer offenen Manndeckung über, doch die Taktik ging nicht auf, weil Max Bauer zum Endstand traf. "Mit dieser Moral müssen wir auch das nächste Heimspiel in acht Tagen gegen Groß-Bieberau bestreiten. Wir können auch da punkten, wenn wir die in der zweiten Halbzeit gezeigte Durchschlagskraft wiederholen können", bilanzierte Frank Ihl.

Tore für den HSC: Max Bauer (8/4), Martin Bieger (6), Maximilian Drude (5), Vilim Leskovec (5), Gary Hines (2), Jure Fistonic (1).

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