Rottershausen

Kilometer gefressen für die Corona-Challenge

Eine besondere Leistung der Rottershäuser und Eltingshäuser Kicker für die gute Sache.

Alex Schott staunt immer noch. "Insgesamt sind 39 Fußballer und Fußballerinnen aus Rottershausen und Eltingshausen binnen einer Woche 1753 Kilometer gelaufen", sagt der Coach der Kreisliga-Elf. Dies entspricht in etwa einer Strecke von Rottershausen bis Kiew. "Wir wurden über Facebook vom ASV Ippesheim markiert und somit aufgefordert, an der Corona-Challenge teilzunehmen", erklärt Peter Werner, der die Facebook-Seite des FC Rottershausen betreut. Jeder Teilnehmer nannte einen Centbetrag, den er pro Kilometer der Gesamtdistanz aller Teilnehmer beisteuern würde.

"Am fleißigsten war Marco Seufert mit 155,2 Kilometern, dicht gefolgt von Robin Wilm mit 151,8 Kilometern. Die beiden haben sich am Ende ein ganzes schönes Duell geliefert", berichtet Schott, der angekündigt hate, ab 1000 erreichten Kilometern pro Kilometer zehnt Cent zu spenden. Nun gelte es, sich erst einmal wieder zu entspannen. "So ganz rund sah das Laufen am Ende dann doch nicht mehr aus", meint Schott.

Marco Seufert hätte "Anfang der Woche niemals gedacht, dass wir alle so viel laufen". Durch das schöne Wetter und den täglichen Anreiz sich mit seinen Teamkollegen vergleichen zu können, sei er motiviert gewesen, deutlich mehr zu laufen, als sonst. "Nach ein paar Tagen wurden meine Beine immer schwerer. Ende der Woche war ich wohl einer der langsamsten Läufer", erzählt Seufert, der am finalen Tag noch einen Marathon lief. "Vielleicht war es ein bisschen jugendlicher Leichtsinn. Mit so einer hohen Kilometerzahl hatten wir nicht gerechnet. Marco und ich sind in den letzten drei Tagen der Challenge jeweils über 100 Kilometer gelaufen", erzählt Wilm.

Durch die Corona-Challenge sei laut Alex Schott Leben in der Gruppe gewesen. "Und es war schön zu sehen, wie sich die Spieler gegenseitig motiviert haben." Zusätzlich sei es schön, mit der Spende in der aktuellen Corona-Situation etwas Gutes zu tun. Die über 1500 erlaufenen Euro gehen an zwei Projekte: an die Initiative #wekickcorona der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich , die sich ifür soziale und karitative Einrichtungen einsetzt. Die zweite Hälfte des Geldes fließt an die Kissinger Tafel. Es sei erstaunlich, wie viel Geld zusammengekommen sei. "Nach einer so anstrengenden Woche, freut es mich um so mehr, dass sich das Ganze auch noch gelohnt hat", meint 155 Kilometer-Mann Marco Seufert.

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