Bad Kissingen

Kissinger Boxer: Tiefschläge wegstecken

Vor allem die Absage der Boxgala hat Konsequenzen für die Abteilung um Trainer Edgar Feuchter. Jetzt gilt es positiv zu bleiben.
Wir wollen Dich! Durch schwere Zeiten gehen auch die Boxer des TSV Bad Kissingen, die nach dem Lockdown so schnell wie möglich wieder mit dem Training beginnen wollen und dann gerne den ein oder anderen Interessierten willkommen heißen würden. Als dieses Bild entstand, war das Training noch ohne Maske und Mindestabstand vom Bayerischen Amateurboxverband zugelassen. Foto: Edgar Feuchter       -  Wir wollen Dich! Durch schwere Zeiten gehen auch die Boxer des TSV Bad Kissingen, die nach dem Lockdown so schnell wie möglich wieder mit dem Training beginnen wollen und dann gerne den ein oder anderen Interessierten willkommen heißen würden. Als dieses Bild entstand, war das Training noch ohne Maske und Mindestabstand vom Bayerischen Amateurboxverband zugelassen. Foto: Edgar Feuchter
| Wir wollen Dich! Durch schwere Zeiten gehen auch die Boxer des TSV Bad Kissingen, die nach dem Lockdown so schnell wie möglich wieder mit dem Training beginnen wollen und dann gerne den ein oder anderen ...

Auch die dritte Bad Kissinger Boxnacht wäre sicher wieder ein Zuschauer-Magnet gewesen. So wie im Vorjahr, als Anfang November 600 Besucher für einen ausverkauften Tattersall sorgten. Es wurde ja was geboten: hochklassiger Sport nämlich und ein kurzweiliger Unterhaltungsteil mit Nummerngirls, Tanzeinlagen und dem ehemaligen Weltmeister Rene Weller als Stargast. So groß war der Zuspruch, dass im Verlauf des Abends mehrfach neue Getränke herangekarrt werden mussten.

Geklotzt und nicht gekleckert hatte also die ausrichtende Boxabteilung im TSV Bad Kissingen , die nach dem Vergleichskampf gegen eine Thüringen-Auswahl in diesem Jahr noch einen draufsetzen wollte. Schon im Frühjahr hatte Edgar Feuchter einen Kampfvertrag mit der Boxstaffel des 1. FC Nürnberg abgeschlossen für den anvisierten 31. Oktober 2020. Es wäre ein schaurig-schönes Box-Spektakel geworden am Halloween-Tag. Kreativ wollten sie sein, die Organisatoren, mit den passenden bunten Kostümen. Stattdessen wurde es der blanke Horror, weil Corona alle Pläne über den Haufen warf und alle Träume beerdigte.

Neuer Ring muss warten

"Mit dem Gewinn aus der Boxnacht wollten wir einen neuen Boxring finanzieren. Der alte Ring ist um die 40 Jahre alt und stammt noch aus dem Fundus des BC 77 Bad Kissingen ", spricht Edgar Feuchter von der erhofften Anschaffung im hohen vierstelligen Bereich.

Je nach Erlaubnis und unter strikter Beachtung der Hygiene-Auflagen wurde trainiert. Immer mit der Hoffnung, doch den ein oder anderen Wettkampf bestreiten zu können. "Im Sommer haben wir meistens im Freien trainiert auf dem kleinen Sportplatz an der Bayernhalle mit maximal 20 Personen. Ab Ende August durften wir wieder in die Sporthalle der Klieglschule, ehe uns der Lockdown erneut ausgebremst hat. Dabei waren wir auf einem so guten Weg", sagt Feuchter.

So hätten sich TSV-Sportler beim (abgesagten) Landesranglistenturnier in Neuendettelsau sogar für die Deutschen Meisterschaften der U19 und U22 qualifizieren können. "Louis Krassa, Florian Säwert, Mohammad Shadab und bis zu seiner Fußverletzung auch Kai Friedensohn waren in richtig starker Form und haben im Training wirklich alles gegeben", so der TSV-Trainer. Ob es im Dezember zumindest mit Training weitergeht, da ist der 67-Jährige skeptisch. Bis dahin gibt es für seine Sportler "Hausaufgaben", die zum Beispiel am Sandsack erledigt werden können.

Etwa 80 Prozent seien der Abteilung treu geblieben, einige Jüngere durften nicht mehr ins Training kommen. "Da hatten einige Eltern Angst um ihre Kinder. Aber wir hatten bislang keine einzige Erkrankung. Unser Aktiven-Kader musste ja auch getestet werden", so Feuchter, der die unfreiwillige Auszeit nur bedingt genießen kann. "Mein Kopf ist noch jung, ich muss was tun", sagt der ehemalige Polizist. Und: "Es ist schon eine verrückte Zeit. Im Januar wurde die Boxabteilung des TSV Bad Kissingen als stärkster Boxverein Unterfrankens ausgezeichnet. Jetzt ist das gesamte Sportgeschehen auf ein Minimum gestutzt."

Was bleibt, ist der sozial-integrative Ansatz der Boxabteilung. Und die Vorfreude auf den Tag, an dem zumindest das Training wieder beginnen kann. "Wir haben eine prima Halle mit einer super  Belüftung und achten auf uns. Also fasst euch ein Herz und kommt mal am Dienstag oder Donnerstag zum Schnuppern vorbei", sagt Edgar Feuchter. Aufgeben kommt für die Kissinger Boxer jedenfalls nicht in Frage.

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