LKR Bad Kissingen

Letzter Kraftakt für die Bezirksligisten in der Vorrunde

Ein gewisses Unbehagen in Fuchsstadt. Der TSV Münnerstadt geht mit dem Selbstbewusstsein eines Kantersiegs ins Derby mit dem FC 06.

FC Fuchsstadt - FC Coburg (Samstag, 14 Uhr) Obwohl die "Füchse" (10./23) zuletzt den Tabellenvierten SV Memmelsdorf mit 4:0 abservierten, blickt Fuchsstadts Coach Marin Halbig dem ersten Rückrundenspiel gegen Coburg (17./13) mit einigem Unbehagen entgegen. Denn die Gäste, von denen sich der FC im Hinspiel 2:2 trennte, sind ein Kellerkind. "Und gegen solche haben wir uns im bisherigen Saisonverlauf sehr schwer getan und meist nichts geerbt."

Außerdem ist nach Ansicht des Fuchsstädter Trainers der Kontrahent nicht so schlecht, wie er zurzeit in der Tabelle dasteht. "Zuletzt haben sie zwar beim Tabellenführer Vatan Spor mit 0:2 verloren, die Partie aber bis in die Nachspielzeit offen gehalten".

Probleme im Kader

Nicht nur die Qualität der Oberfranken bereitet Halbig Sorge, auch die personelle Situation der Kohlenbergle. Tim Kolb, der sich am Montag einer Knie-OP wegen Bänderrisses unterziehen muss, fällt sicher aus. Er wird erst wieder im nächsten Jahr auflaufen. Auch stehen die Zeichen bei Verteidiger Tobias Bartel (Oberschenkelverletzung) schlecht. Er muss wohl auf seiner Stammposition von Lukas Lieb ersetzt werden. Noch gar keine Trainingseinheit in dieser Woche haben der zuletzt fehlende Philipp Pfeuffer sowie Steffen Schmidt bestritten, der sich einer Knie-Spintographie unterziehen muss. "Ich hoffe, dass die Diagnose nicht schwerwiegend ist, ein Ausfall für diese Partie oder für längere Zeit würde der Mannschaft weh tun", ist sich Martin Halbig sicher.

Er bezeichnet die Begegnung mit Coburg als "Sechs-Punkte-Spiel". "Zum einen können wir mit einem Erfolg einen großen Schritt von der Abstiegszone wegmachen; zum anderen steht uns in den nächsten Wochen ein schweres Programm in Haibach und gegen Vatan Spor bevor. Da sollten wir uns ein Punktepolster verschaffen."

Coburger wollen Trendwende

Die Coburger wollen in Fuchsstadt eine Kehrtwende einläuten. Dabei baut ihr Coach Frederic Martin neben den Fangkünsten von Keeper Oleksander Churilov auch auf Leistungsträger wie Kapitän Serdan Sener sowie dessen Bruder Gökhan. "Wenn wir die Leistung vom letzten Spieltag gegen Memmelsdorf wiederholen können, ja man muss sagen 'müssen', ist ein Erfolgserlebnis durchaus realistisch", glaubt der Fuchsstadter Coach.

"Was ich fast mehr fürchte, ist ein Unterschätzen der Coburger. Wir müssen verhindern, durch mangelnde Leidenschaft und fehlendes Engagement diesen Gegner in den sicher hart umkämpften 90 Minuten aufzubauen."

DJK Dampfach - FC Westheim (Samstag, 14 Uhr)

Es ist nicht die Vorrunde von Aufsteiger FC Westheim (16./7): Neben dem großen Verletzungspech setzt der Truppe um Spielertrainer David Böhm das fehlende Spielglück zu. Auch gegen Oberschwarzach lieferten die "Waster" ein ordentliches Spiel ab; nur die Punkte behielt beim 1:3 eben der Gegner. So bleibt für die Auswärtspartie bei der DJK Dampfach (11./18) das Prinzip Hoffnung. Böhm: "Irgendwann wird der Knoten platzen und wir gewinnen wieder ein Spiel. Wir bleiben ruhig, arbeiten unaufgeregt weiter und schauen positiv nach vorne. Auch wenn es manchmal wie verhext ist." Für Böhm hat Dampfach "ausgebuffte Spieler in seinen Reihen. Auf einen Patrick Winter muss man immer achten, ein sehr guter Stürmer. Bei Spielgestalter Stefan Greb, der zuletzt nicht in der Startelf stand, wird man sehen, ob er wieder aufläuft. Wichtig ist es, cool zu bleiben. Denn bei den Dampfachern gibt es einige Hitzeblitze. Wir werden in jedem Fall bis zur Winterpause versuchen, Zähler zu kratzen, auch mal eine Positiv-Serie zu starten; denn wir sind noch nicht weg vom Fenster."

DJK Hirschfeld - FC Thulba (Sonntag, 14 Uhr)

Nach zwei Heimspielen gegen Altbessingen (1:2) und Dampfach (3:3), die nur einen Zähler brachten, führt die Reise des FC Thulba (10./19) zur DJK Hirschfeld (4./25), die sich nach der 0:3-Heimpleite gegen Bad Kissingen kurz schüttelte und auswärts Altbessingen mit 4:0 vom Platz schickte. Dreifacher Torschütze war Offensiv-As Patrick Hartmann, der sein Torkonto auf 14 Saisontreffer erhöhte. Damit mischt die Truppe des Ex-Münnerstädters Stefan Nöthling munter in der Spitzengruppe der Liga mit. "Das ist definitiv ein starker Aufsteiger, der viel Erfahrung mitbringt und vorne unter anderem mit Hartmann sowie Jannik Lutz über ein starkes Offensivpotenzial verfügt", berichtet Thulbas Spielertrainer Victor Kleinhenz. Das am Ende unglückliche 3:3 seines FC gegen Dampfach trug zwar nicht zum Selbstvertrauen bei; der Spielertrainer ist aber für die Auswärtspartie in Hirschfeld positiv gestimmt: "Die Trainingswoche war sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass die Jungs die Herausforderung annehmen. In den letzten Begegnungen hatten wir viele gute Dinge im Spiel. Jetzt wollen wir die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abschließen." Verzichten müssen die Frankonen auf Fabian Düsterwald, der sich gegen Dampfach einen Bänderriss zuzog. Dafür dürfte sich für die Offensive die eine oder andere Option mehr ergeben.

TSV Münnerstadt - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 14 Uhr)

Gewappnet sieht sich der TSV Münnerstadt (5./24) für das Kreisderby gegen den FC 06 Bad Kissingen (2./27). Die Nägelsieder gehen mit der Empfehlung eines 6:1-Auswärtssieges in Steinbach in die Partie. Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh zollt dem Derbygegner großen Respekt. "Was Frank Halbig da mit den 06ern macht, ist überragend. Sie haben eine gesunde Mischung an Spielern und werden der gewohnt schwere Gegner für uns sein." Doch ein Derby bleibe ein Derby und das wollten die Münnerstädter gewinnen. "Wir haben ja zuletzt auf eigenem Platz gute Spiele abgeliefert und eine ordentliche Bilanz." Drei Siegen des TSV stehen, bei einem Remis, drei Niederlagen gegenüber. Im Kader der Truppe von Trainer Goran Mikolaj stehen zwar zwei, drei angeschlagene Akteure, "doch wir gehen mit Selbstvertrauen in die Partie und werden eine schlagkräftige Truppe stellen", ist sich Schmittzeh sicher. Demgegenüber musste der FC 06 Bad Kissingen nach zehn Spielen ohne Niederlage wieder einmal dem Gegner die Punkte überlassen. 2:4 hieß es am Ende im Top-Spiel gegen Wiesentheid. Viel arbeit erwartet FC-Coach Frank Halbig gegen Münnerstadt: "Sie haben die wichtigsten Akteure wieder an Bord. Ihre Defensive steht. Wir sind gewarnt und erwarten wieder ein enges Spiel. Mehr möchte ich in dieses Derby auch gar nicht reininterpretieren."

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