Haßfurt

Petr Krebelka: "Mir geht es besser und besser"

Ein halbes Jahr nach seinem schweren Unfall ist Petr Krebelka vorsichtig optimistisch.
Knapp sechs Monate ist die schwere Verletzung von Haßfurts Angreifer Petr Krpelka (links) beim Auswärtsspiel der 'Hawks' in Freising her. Der 22-jährige Tscheche, der seitdem in der Murnauer Unfallklinik behandelt wird, hat inzwischen neue Hoffnung geschöpft: 'Ich glaube fest daran, es zu schaffen, wieder laufen zu können', sagt Krepelka.  Ralf Naumann       -  Knapp sechs Monate ist die schwere Verletzung von Haßfurts Angreifer Petr Krpelka (links) beim Auswärtsspiel der 'Hawks' in Freising her. Der 22-jährige Tscheche, der seitdem in der Murnauer Unfallklinik behandelt wird, hat inzwischen neue Hoffnung geschöpft: 'Ich glaube fest daran, es zu schaffen, wieder laufen zu können', sagt Krepelka.  Ralf Naumann
Knapp sechs Monate ist die schwere Verletzung von Haßfurts Angreifer Petr Krpelka (links) beim Auswärtsspiel der "Hawks" in Freising her. Der 22-jährige Tscheche, der seitdem in der Murnauer Unfallklinik behandelt wird, hat inzwischen neue Hoffnung geschöpft: "Ich glaube fest daran, es zu schaffen, wieder laufen zu können", sagt Krepelka. Ralf Naumann
"Das war das negativste Erlebnis, seit ich hier beim ESC tätig bin." Nicht nur für Andreas Kurz war der dramatische Unfall von Angreifer Petr Krepelka beim ersten Auswärtsspiel der Haßfurter "Hawks" im vergangenen Oktober in Freising "einfach nur schlimm". Auch Trainer Martin Reichert hat den schweren Aufprall des tschechischen Angreifers auf die Bande sowie den Bruch des fünften Wirbels noch nicht verarbeitet. Gut ein halbes Jahr nach dem Unfall gab der 22-Jährige Tscheche, der weiterhin im Murnauer Klinikum behandelt wird und dort unter anderem von ESC-Vorstandsmitgliedern, Martin Reichert sowie Teamkollegen regelmäßig besucht wird, erstmals ein kleines Interview. Eines vorweg: Es geht ihm schon wesentlich besser. Und er selbst blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

Hallo Petr, wie geht es Dir?
Petr Krepelka: Mir geht es besser und besser, seit meiner letzten Operation habe ich wesentlich mehr Gefühl in den Armen und Beinen. Im Augenblick muss ich noch in einem Wasserbett liegen, um die wundgelegenen Hautstellen wieder gesund zu bekommen. Dadurch konnte ich die letzten Wochen keine Reha-Maßnahmen durchführen.

Wie schaut aktuell Dein Tagesablauf aus?
Wenn ich wieder im normalen Bett liege, frühstücke ich um 7 Uhr, unterhalte mich mit meinen Zimmergenossen Marco, bekomme ab 10 Uhr Physiothearpie und schaue mir Sport im Internet an - Playoff-Hockey und Fußball. Und natürlich relaxen. Nach dem Mittagessen gibt es eine Massage und Ergotherapie für die Handfunktionen. Wenn es wieder möglich ist, und ich den Rollstuhl wieder benutzen kann gehe ich manchmal mit meinem Besuch in die Kantine oder ins Freie.


Bist Du selbst zufrieden, wie es voran geht?
Ja, nach jeder Operation konnte ich meine Haut und meine Muskeln besser fühlen. Auch wenn ich danach von der Bewegung wieder bestimmte Dinge neu beginnen muss, fühle ich mich persönlich besser.

Bist Du zufrieden mit der Hilfe und Unterstützung der Ärzte und Therapeuten?
Auf jeden Fall. Mir hätte nach dem Unfall nichts Besseres passieren können, als hier in Murnau in die Klinik zu kommen. Die Betreuung der Therapeuten und Ärzte ist optimal und der tolle Blick aus dem Fenster direkt auf die Alpen, lenkt zusätzlich ab.

Kannst Du Dich an die Situation mit Deinem Unfall erinnern?
Ja, an jede Sekunde. Als der Pass kam und der Schläger des Torhüters mich am Schlittschuh traf, das Stürzen in die Bande, an das Warten auf den Hubschrauber und den Flug in die Klinik.

Was ist dein persönliches Ziel?
Ich glaube fest daran, es zu schaffen, wieder laufen zu können und nochmal auf dem Eis zu stehen, wenn auch nicht als Spieler.

Konntest Du die Saison der "Hawks" verfolgen?
Ja, jedes Spiel habe ich verfolgt und mit Jakub wenn möglich telefoniert oder per WhatsApp darüber gesprochen. Nach der tollen Vorrunde habe ich an den Aufstieg geglaubt. Schade, dass durch die Verletzungen und Ausfälle viele Spiele knapp verloren wurden und somit der Aufstieg nicht gelungen ist.

Möchtest Du den Fans der Haßfurter "Hawks" noch etwas sagen?
Danke für die Unterstützung. Das war großartig und hat mir sehr geholfen. Ich habe all diese Aktionen stets entweder selbst im Internet entdeckt, oder meine Mannschaftskollegen haben mir diese gezeigt. Auch die Videos der Mannschaft und die Unterstützung anderer Mannschaften waren sehr hilfreich und haben mir immer wieder geholfen.

Das Gespräch führte
Ralf Naumann

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