Oberleichtersbach

Team Power Express 200+ knackt Radrollgrenze

Bei Radrollenrennen in Oberleichtersbach wurde viel geschwitzt. Das Team "Power Express 200+" übertraf eine Grenze, an der andere früher scheiterten.
Beim Rollenradrennen in der Grundschule Oberleichtersbach wurde viel geschwitzt. Es gab aber auch einen Rekord.Sebastian Schmitt       -  Beim Rollenradrennen in der Grundschule Oberleichtersbach wurde viel geschwitzt. Es gab aber auch einen Rekord.Sebastian Schmitt
| Beim Rollenradrennen in der Grundschule Oberleichtersbach wurde viel geschwitzt. Es gab aber auch einen Rekord.Sebastian Schmitt

Zwölf Stunden und 20 Minuten schweißtreibende Höchstleistung auf zwei Rädern: Das Rollenradrennen in der Grundschule Oberleichtersbach verlangte den Teams aus der Region wieder alles ab. Das Team "Power Express 200+" aus Modlos übertraf dabei eine Grenze, an der andere in früheren Jahren gescheitert waren.

Auch wenn sich die Sportler beim Rollradrennen mit ihrem Gefährt nicht einen Zentimeter vom Fleck bewegen, so legen sie doch hunderte Kilometer zurück. Das allerdings erkennt man nur am Computer und an den Schweißperlen auf der Stirn der Rhöner Pedalritter.

Die fast magische Grenze von insgesamt 500 gefahrenen Kilometern innerhalb von zwölf Stunden peilen die ambitionierten Teams Jahr für Jahr aufs Neue an, um dieses ehrgeizige Ziel zumeist ganz knapp zu verfehlen. Doch heuer durchbrach das bärenstarke Team "Power Express 200+" aus Modlos tatsächlich diese magische Grenze und erreichte mit einem sensationellen Endspurt stolze 504 Kilometer Gesamtfahrleistung. Mit diesem Kraftakt ließ das Modloser Team seinen Konkurrenten keine Chance und landete ungefährdet auf dem 1. Platz.

Mit 487 Kilometern sicherte sich das Team "Gasse Biker I" aus Schönderling den 2. Platz. Gefolgt vom Vorjahressieger "Team Bikeworld Brand Euerdorf", das es auf rund 477 Streckenkilometer brachte. Auf den weiteren Plätzen landeten: Team Schlüchtern Radsport (452 Kilometer), Team Leichtersbach (440 Kilometer), Team Gasse Biker II (435 Kilometer), Team Kali Stiere (434 Kilometer), Team Zweirad19 (433 Kilometer), Team Lubidaba (426 Kilometer), Team Flinke Pedale (418 Kilometer), Team Rolling Stoneman (408 Kilometer), Team Rollenrunner (400 Kilometer) und das Frauenteam aus Fulda "Mützen Marion" (383 Kilometer).

In der individuellen Einzelwertung setzte sich Sven Büchner mit 137,67 Kilometern an die Spitze, gefolgt von Stefan Hahn mit 133,32 Kilometern und Michael Schmitt (132,19 Kilometer).

Organisator Karl Bienmüller erläuterte, dass ein Team mindestens aus vier Fahrern bestehen muss. Mindestens eine Frau muss jeweils mitfahren. Im Regelfall war ein Sportler also ganze drei Stunden am Stück an den Pedalen. In den letzten 20 Minuten ist ein fliegender Wechsel innerhalb des Teams gestattet. So können letzte Kraftreserven mobilisiert werden. Neben dem Wettbewerb der ambitionierten Amateurteams gab es eine Wertung für Spaßteams, für die ein weniger strenges Reglement gilt.

An der Spitze landete, wie so oft, das eingeschworene Team der Fußballer SG Oberleichtersbach , gefolgt vom Team Hanse-Haus aus Oberleichtersbach . Auf den weiteren Plätzen folgten das Team "Die Sippe" aus Oberleichtersbach , das Team der Skigymnastikgruppe, die Fußballer-Damen Lütter sowie auf dem 6. Rang das Team "Bürgermeister und GemeindeRAD", das stolze 383 Kilometer herausstrampelte.

Christian Zirkelbach von der SG Oberleichtersbach , die das Radrennen zusammen mit dem Team Schwarze Berge Rhön aus Geroda auf die Beine stellt, freute sich darüber, dass erstmals eine Mannschaft aus Kommunalpolitikern inklusive Bürgermeister Dieter Muth teilgenommen hatte. Damit war er einer Bitte der Organisatoren aus dem vergangenen Jahr nachgekommen. Muth blieb fast keine Wahl teilzunehmen. Hatte er doch vergangenes Jahr Andeutungen gemacht, dass sich auch Gemeinderäte und Bürgermeister eines Tages aktiv an dem kuriosen Hallen-Radrennen beteiligen würden.

Nun hoffen die Veranstalter darauf, dass sich im kommenden Jahr wieder ein eigenes Team mit Kommunalpolitikern aus Oberleichtersbach mit seinen Ortsteilen zusammenfindet. "So ein Radturnier ist schon etwas Besonderes. Es ist keine Rivalität unter den Teams spürbar. Jeder hilft dem anderen", sagte Zirkelbach. Das sei auch der große Unterschied zum Fußball, dass Aggressivität überhaupt nicht aufkommen kann. Bei kleineren technischen Problemen helfen sich die Teams traditionell gegenseitig aus.

Auch die Zuschauer konnten sich selbst auf der Rolle versuchen. Auf einem separat aufgestellten Spendenrad konnte jeder Besucher kräftig in die Pedale treten und dabei Gutes tun. Denn jeder gefahrene Kilometer auf diesem Fahrrad kommt den Helfern vor Ort (HvO-Gruppe) aus Schondra und ihrer Arbeit zugute.

Keinen Zweifel lässt Organisator Karl Bienmüller daran aufkommen, dass das Radrennen in der Oberleichtersbacher Turnhalle im kommenden Jahr wieder stattfindet.

Themen & Autoren
Oberleichtersbach
Biker
Bikeworld Brand
Dieter Muth
Grundschule Oberleichtersbach
Kommende Jahre
Pedale
Radrennen
Technische Probleme
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!