Bad Kissingen

TSV-Boxer Elias Paul holt bayerischen Meistertitel

Bei den nordbayerischen Jugendmeisterschaften der Amateurboxer in Würzburg schneiden aber auch andere Bad Kissinger gut ab. Aber auch die Einlagekämpfe gestalten sich sehr sehenswert.
Elias Paul vom TSV Bad Kissingen wurde zwar von Ringrichter Jürgen Geier angezählt. Den bayerischen Meistertitel im Jugendweltergewicht (bis 65 Kilogramm) holte er trotzdem. Fotos: Hartmut Hess
Elias Paul vom TSV Bad Kissingen wurde zwar von Ringrichter Jürgen Geier angezählt. Den bayerischen Meistertitel im Jugendweltergewicht (bis 65 Kilogramm) holte er trotzdem. Fotos: Hartmut Hess

Bei den nordbayerischen Jugendmeisterschaften der Amateurboxer in Würzburg haben Boxer des TSV Bad Kissingen gut abgeschnitten. Den einzigen Nordbayern-Titel für den TSV holte Elias Paul im Jugendweltergewicht (bis 65 Kilogramm).

"Er hatte technisch ein paar Fehler, hat aber kämpferisch überzeugt", konstatierte sein Trainer Edgar Feuchter. Der 13-jährige Kämpfer bot seinem ihm zugelosten erfahrenen Gegner (35 Kämpfe, Bayerischer Meister und Deutscher Vize-Meister) Paroli, musste sich in der zweiten Runde anzählen lassen und ließ sich trotz blutender Nase nicht ins Boxhorn jagen. "Elias hat es versäumt, auch in der Rückwärtsbewegung zu kämpfen", meinte Edgar Feuchter, dem Pauls unbändiger Kampfgeist imponierte.

Die Punktrichter honorierten Pauls furchtlosen Auftritt und werteten einen Punktsieg für den Bad Kissinger, der seinen Pokal aus den Händen von Landesjugendwart Gerhard Winnerl und dem stellvertretenden Landessportwart Alfred Hörauf entgegennahm. Zuvor hatte Elias Paul im Halbfinale den Burglengenfelder Peter Sidorenko bezwungen.

Der zweite Saalestädter, Elis Leifels, wurde in seinem Halbfinalkampf gegen den Nürnberger Maximilian Koch für seine Aktivität als Punktsieger belohnt; im Finale musste er sich aber dem Amberger Eric Popp beugen.

TSV-Trainer Edgar Feuchter fand es schade, dass der Gegner von Elias Leifels bereits für den Endkampf gesetzt war. Er hatte mit 27 Kämpfen und schon dem bayerischen Meistertitel einen erheblichen Vorteil. Leifels musste zweimal kämpfen und verlor dennoch nur ganz knapp nach Punkten.

Feuchter fand, dass sowohl Paul als auch Leifels einen Quantensprung nach vorne gemacht haben. "Denn sie haben gesehen und erlebt, dass jeder Gegner zu besiegen ist und es völlig falsch ist, sich vorher unnötig Gedanken darüber zu machen."

Weitere Titel nach Unterfranken holten Ali Akarsu Özdem (Mittelgewicht) und Emrecan Isik (Halbweltergewicht) von Türkyemspor Schweinfurt. Zudem holte Alexander Olenberg vom Kraftwerk Schweinfurt den Titel durch seinen Finalsieg über Andreas Lahse vom BC Weißenburg. Damit hat Unterfranken mehrere Eisen im Feuer bei den Landesmeisterschaften am 21 und 22. März in Straubing.

Hohes Niveau bei Einlagekämpfen

In den Einlagekämpfen boxte der Bad Kissinger Mohammad Shadab gegen Raffael Rogers aus Bad Windsheim. Shadab boxte von Anfang an technisch auf höchstem Niveau und ließ dem Gegner kaum eine Chance, ihn zu treffen. Er wich jedem Angriff aus und konterte sofort, um am Ende deutlich zu gewinnen.

Der weitere Bad Kissinger Florian Säwert sah sich Jefferson Wycisk von den Würzburger Kickers gegenüber, wobei Säwert auf Revanche sann. Er ging von Anfang an beherzt auf seinen Gegner zu und dominierte alle Runden besonders mit der schnellen exakten Linken zum Punktsieg.

Laut Feuchter ist TSV-Boxer Max Neb zum Glück nach einer Fußverletzung wieder genesen und tritt gemeinsam mit allen anderen Bad Kissingern am Samstag, 8. Februar, in Erfurt zum Max-Schmeling-Gedenkfight an.

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