Oerlenbach

Vom Anfang und Ende der JFG Oberes Werntal

Warum die erste Juniorenfördergemeinschaft im Landkreis kurz vor der Auflösung steht.
Unser Gruppenbild stammt von der Saisoneröffnung der JFG Oberes Werntal im Jahr 2019. Mit der Auflösung der Juniorenfördergemeinschaft werden die Fußball-Talente der Großgemeinde Oerlenbach wieder Teams in Form von Spielgemeinschaften bilden. Foto: Jürgen Schmitt       -  Unser Gruppenbild stammt von der Saisoneröffnung der JFG Oberes Werntal im Jahr 2019. Mit der Auflösung der Juniorenfördergemeinschaft werden die Fußball-Talente der Großgemeinde Oerlenbach wieder Teams in Form von Spielgemeinschaften bilden. Foto: Jürgen Schmitt
Unser Gruppenbild stammt von der Saisoneröffnung der JFG Oberes Werntal im Jahr 2019. Mit der Auflösung der Juniorenfördergemeinschaft werden die Fußball-Talente der Großgemeinde Oerlenbach wieder Teams in Form von Spielgemeinschaften bilden. Foto: Jürgen Schmitt

Es ist ein Abschied mit Wehmut, wenn die JFG Oberes Werntal in den nächsten Monaten abgewickelt wird. Am 30. Juli treffen sich die Mitglieder im Sportheim des FC Rottershausen , um in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Auflösung abzustimmen. Dort, wo vor 15 Jahren alles begann.

Es war ein Montagabend im Februar 2005, an dem die erste Juniorenfördergemeinschaft im Landkreis Bad Kissingen aus der Taufe gehoben wurde mit Wolfgang Schneider (Ebenhausen) als dem ersten JFG-Vorsitzenden. Den Vorstand komplettierten Schriftführer Michael Göller ( Rottershausen ), Kassier Michael Distler (Ebenhausen) und der stellvertretende Vorsitzende Günter Vierheilig, aufden früh Peter Steuerwald (beide Eltingshausen ) folgte.

Hohe Verlässlichkeit

Der erste Hauptjugendleiter war Jürgen Kuhn, unterzeichnet wurde die erste Satzung von Ralf Karch, Michael Göller, Siegfried Brand, Martin Hofmann , Peter Steuerwald, Alfred Kanz, Günter Vierheilig und Alfred Kuhn. Der TSV Oerlenbach hatte sich zunächst nicht zu einem Beitritt durchringen können, um im Jahr 2010 dann doch seine Talente in das JFG-Konstrukt zu integrieren.

Eine hohe Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die Stammvereine brachte der neue Verein mit, der in 15 Jahren gerade mal zwei Vorsitzende hatte: Wolfgang Schneider wurde im Oktober 2014 abgelöst von Thomas Sturm. "Unterm Strich haben wir zu wenige Kinder , um in den älteren Jahrgängen Mannschaften stellen zu können. Das geht aber allen anderen auch so, deswegen wurde ja im Fußballkreis Rhön das Pilotprojekt U18 eingeführt. Dass wir es aber mit unseren 5000 Einwohnern in der Großgemeinde Oerlenbach überhaupt schaffen, bis einschließlich U15 Mannschaften zu stellen, ist eine enorme Leistung", spricht der gebürtige Oerlenbacher die Rahmenbedingungen an.

Die Auflösung der JFG liegt also allein begründet in der demografischen Entwicklung, durch die die vom Verband gestellten Anforderungen an eine Juniorenfördergemeinschaft mit einer geforderten Anzahl an Altersklassen nicht mehr umsetzbar sind. Die gute Nachricht ist, dass der Jugendfußball in der Großgemeinde mit seinen vier Stammvereinen dennoch auf einem soliden Fundament steht und nahezu alle Trainer und Betreuer ihre Bereitschaft zum Weitermachen signalisiert haben. "Wir haben eine gute Basis für die Zukunft gelegt. Es handelt sich nur um Breitensport , aber lieber einen hohen Anspruch verfolgen als gar keinen zu haben", sagt Sturm, dessen Bilanz überwiegend positiv ausfällt.

"Besonders glücklich macht mich, dass es uns gelungen ist, sehr viele Personen für den Jugendfußball zu begeistern. Wir haben dank der Vereine und Sponsoren viel Geld in unseren Jugendfußball investiert. Mit dem Ergebnis, in den letzten Jahren fast keinen Spieler verloren zu haben. Wir haben sogar eine komplette U19 in den Herrenbereich überführen können. Dass unsere Herrenteams Kreisliga spielen, ist auch ein Verdienst unserer Jugendarbeit . Und dass wir mit dem Projekt "Ballbina kickt" mittlerweile über 30 Mädels aus acht Ortschaften bei uns haben, ist überragend."

Gut und flexibel aufgestellt

Enttäuscht zeigt sich Thomas Sturm allerdings darüber, dass viele Gespräche mit Nachbarvereinen keinen Erfolg hatten hinsichtlich einer JFG-Erweiterung. "Da herrscht noch zu sehr Kirchturmdenken. Vielleicht waren wir aber auch nicht überzeugend genug. Ich bin mir sicher, wir werden uns als Fußballstandort durchsetzen. In Form von Spielgemeinschaften sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt und flexibler. Und die Arbeit verteilt sich wieder auf mehrere Schultern."

Vereinsgeschichte Die JFG Oberes Werntal startete im Jahr 2005 mit einer U19 (15 Spieler), U17 (15), U15 (22) und einer U13 (30) in den Spielbetrieb. Die erste Ballberührung eines JFG-Spielers gab es durch Maximilian Seufert, heute Führungsspieler im Kreisliga-Team des 1. FC Rottershausen , damals trainiert von Jörg Wetterich.

Turniere Einen Namen machte sich die JFG Oberes Werntal insbesondere mit der Organisation großer Turniere . Im Gründungsjahr 2005 nahmen beispielsweise 108 Mannschaften in fünf Altersklassen am Sommerturnier teil. Als Turnierersatz dienten in den vergangenen Jahren der Tag des Jugendfußballs sowie das Saisoneröffnungs-Fest. Der Josef-Hell-Cup soll auch in Zukunft im Winter in der Heglerhalle über die Bühne gehen.

Ausflüge Bis nach Kroatien führten die Vereinsausflüge. In Erinnerung bleibt auch der Besuch des Bundesligaspiels des 1. FGC Nürnberg gegen den MSV Duisburg (2006), als die JFG gleich mit drei Bussen an die Noris fuhr und damit die größte Gruppe bei der BFV-Fanktion an diesem Tag stellte. 2015 war die JFG zudem bei der Fußballiade in Landshut vertreten.

Ehrungen Für ihr Engagement bekamen Trainer diverse Auszeichnungen. So wurden beispielsweise Alexander Schreiner und Johanna Bausewein vom Verband als "Fußball-Helden" geehrt. Darüberhinaus gab es verschiedene Fairplay-Anerkennungen für einzelne Teams sowie Integrationspreise.

Fortbildung Auf Aus-und Weiterbildung ihrer Spieler und Trainer wurde bei der JFG Oberes Werntal großer Wert gelegt. Dazu gehörten unter anderem der regelmäßige Besuch des DFB Mobils oder das Abhalten einer Fußball-Schule und einer Fußball-AG ( Schulsport ). Die sportliche Anerkennung schlug sich nieder in diversen Meisterschaften und Top-Platzierungen samt Aufstieg der U-17 in die Kreisliga.

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