Bad Kissingen

Die Rhöner Kicker spielen nur eine Hänge-Partie

Von einer Perspektive scheinen die Amateurfußballer noch weit weg. Wie kreative Ansätze ausschauen könnten.
Wartet auf konkrete Signale aus der Politik: der Rhöner Kreisspielleiter Andre Nagelsmann. Foto: Jürgen Schmitt       -  Wartet auf konkrete Signale aus der Politik: der Rhöner Kreisspielleiter Andre Nagelsmann. Foto: Jürgen Schmitt
| Wartet auf konkrete Signale aus der Politik: der Rhöner Kreisspielleiter Andre Nagelsmann. Foto: Jürgen Schmitt

Die Gedanken sind frei. Auch im Fußballkreis Rhön. Schnelltests, um kicken zu können? Warum denn nicht! Bliebe bei solch einem Konzept die Frage nach der Finanzierung. Der Bayerische Fußballverband ( BFV ) würde diesbezüglich wohl eher nicht die Geldschatulle öffnen, zumal auch an der Brienner Straße erhebliche Einnahmeverluste zu konstatieren sind. Kreative Lösungen werden in der näheren Zukunft allemal gefragt sein. Schnelltests könnten via Sponsoring finanziert werden. Oder durch eine - moderate - Erhöhung der Eintrittsgelder.

Tatsache ist, dass die aktuellen und in Aussicht gestellten Lockerungen in Sachen Amateurfußball keinen entscheidenden Erkenntnisgewinn bedeuten. "Eine Perspektive wäre schön gewesen, aber wenn diese von Seiten der Politik nicht gegeben werden kann, müssen wir das so akzeptieren", sagt Andre Nagelsmann. Noch sieht der Kreisspielleiter einen Puffer, um die unterbrochene Saison wie erhofft fortführen zu können. "Aber wenn wir nicht spätestens im April loslegen können, wird es eng", so Nagelsmann. Zumal der Ligapokal ebenso noch zu spielen ist wie der "normale" Totopokal.

Dass der Ligapokal ein verzichtbarer Wettbewerb ist, darüber besteht an der Fußballbasis weitestgehende Einigkeit. "Allerdings wurden ja über den Ligapokal auch Aufstiegsplätze in Aussicht gestellt. Wenn diese wegfallen, drohen von Seiten der Vereine womöglich Klagen", weiß Nagelsmann, der in Sachen Totopokal nur eine komprimierte Form für durchsetzbar hält, "vielleicht mit einer Setzliste".

Sollte sich der BFV dazu durchringen, die unterbrochene Saison bis in den Juni hinein zu verlängern, wäre zumindest Zeit gewonnen. Zumal den Vereinen eine mindestens dreiwöchige Vorbereitungszeit in Aussicht gestellt wurde. "Einen solchen Vorlauf hätten wir dann auch auf Funktionärsebene. Schon jetzt ist doch abzusehen, dass mit einer neuen Terminierung gleich viele Verlegungswünsche einhergehen. Vor allem dann, wenn wir Spiele unter der Woche ansetzen müssten. Die Feinjustierung macht die Arbeit", spricht der Kreisspielleiter aus Erfahrung.

Online-Sitzungen im Bezirks- oder Verbandsspielausschuss sind aktuelle Informationsquellen für Nagelsmann und seine Rhöner Mitstreiter. "Aber auch wir müssen auf Entscheidungen von Seiten der Politik warten. Erst dann können wir schnell und vernünftig planen."

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