Fuchsstadt

Fuchsstadt enttäuscht im Derby vor großer Kulisse

So überraschend der FC die Tabellenspitze erklomm, so schnell ist er den Platz an der Sonne wieder los.
Entscheidung im Derby: Ein langer Freistoßball von Yannick Deibl (nicht im Bild) springt im Fuschter Strafraum auf. FC-Keeper Tayrell Kruppa schätzt die Flugball des nur minimal abgefälschten Balles falsch ein und greift, stark geblendet von der Spätsommersonne, am Ball vorbei.  Foto: Sebastian Schmitt       -  Entscheidung im Derby: Ein langer Freistoßball von Yannick Deibl (nicht im Bild) springt im Fuschter Strafraum auf. FC-Keeper Tayrell Kruppa schätzt die Flugball des nur minimal abgefälschten Balles falsch ein und greift, stark geblendet von der Spätsommersonne, am Ball vorbei.  Foto: Sebastian Schmitt
| Entscheidung im Derby: Ein langer Freistoßball von Yannick Deibl (nicht im Bild) springt im Fuschter Strafraum auf.

FC Fuchsstadt - DJK Schwebenried/Schwemmelsbach 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Yannick Deibl (21.).

Der pure Galgenhumor sprach aus Martin Halbig . "War Zeit, dass wir von da oben weg kommen. Und dafür haben wir richtig viel gemacht", sagte der FC-Trainer nach der Derby-Niederlage, die seine Elf vom ersten auf den vierten Platz abrutschen ließ. Nach zuvor drei Siegen in Serie. Es war ein überraschend blutleerer Auftritt der Kohlenberg-Elf vor den 460 Fans. Und das ärgerte Halbig noch mehr als das nackte Ergebnis. "Zumindest ein Bemühen muss da sein, dann kann ich so ein Ergebnis auch akzeptieren." Dass der Unparteiische gleich neun gelbe Kartons verteilte, brachte den FC-Coach noch höher auf die Palme. "Ein guter Schiedsrichter kommt mit drei gelben Karten zurecht. Da war doch null Emotion auf dem Feld", sagte Halbig, der sich selbst die Ampelkarte einhandelte (68.) nach einem zu deutlichen "Meinungsaustausch" mit dem Schiedsrichter.

Per Kopf hätte Dominik Halbig seine Elf schon in Minute 2 in Führung bringen können, danach tauchte der FC-Goalgetter, sonderbewacht von Andreas Jazev, samt Sturmpartner Markus Mjalov komplett ab. Was daran lag, dass sich die Gastgeber teils unerklärliche Schwächen im Spielaufbau leisteten, selbst einfache Pässe nicht an den Adressaten brachten. "Unseren Sturm habe ich in diesem Spiel eigentlich gar nicht gesehen", bestätigte Martin Halbig . Mehr vom Spiel hatten die DJKler mit Gelegenheiten für Andreas Jazev, Yannick Deibl und Marc Müller. Verdient daher die Gästeführung durch die leicht abgefälschte Freistoß-Hereingabe von Deibl, als FC-Keeper Tayrell Kruppa nicht gut aussah, allerdings in die tief stehende Sonne blicken musste. Mit diesem Ergebnis zur Pause waren die FCler noch gut bedient angesichts der erstklassigen Möglichkeit für Deibl, der nach einem Konter das Leder über den Kasten setzte.

"In der Kabine war es schon etwas lauter", ließ Halbig wissen, der mit Wiederanpfiff die Offensive verstärkte mit Dennis Schmidt und Max Petrunin, der nach einem Pass in die Tiefe prompt den Ausgleich auf dem Fuß hatte, von DJK-Keeper Nikolas Herold das Leder vom Fuß geklaut bekam. Zur Stelle war der Gäste-Schlussmann auch beim Schuss von Marcel Frank, womit die FCler schon wieder ihr Pulver verschossen hatten. Spannend blieb's, weil sich Kruppa weder von Manuel Weißenberger noch von Fabio Baum düpieren ließ und die Heimmannschaft in der Nachspielzeit eine Eckballserie erzwang, aber mehr als der zu schwache Kopfball von Jona Köhler sprang dabei nicht heraus.

"Wir wollten unseren Fußball spielen und nicht den Fokus zu sehr auf den Gegner legen. Das ist uns gut gelungen. Die zweite Halbzeit war eine etwas wildere Fahrt, aber wir haben nicht unverdient gewonnen", bilanzierte DJK-Coach Dominik Schönhöfer , der aufgrund der Personalnot sogar Routinier Weißenberger zu einem Comeback verhalf. "Aber da muss man zusammenstehen. Das macht einen Verein aus", so Schönhöfer. Und Martin Halbig ? Der war einfach nur bedient ob der schwachen Vorstellung seiner Elf: "Super Wetter, viele Zuschauer und ein Derby. Dafür trainieren wir doch. Wir waren neun Punkte vor dem Gegner, hatten überhaupt keinen Druck. Und dann verlieren wir sowas von verdient..."

Fuchsstadt : Kruppa - Neder (46. Petrunin), L. Lieb (46. Schmidt), Frank, F. Lieb - Raab (77. Baldauf), Bolz, Pfeuffer, Köhler - Mjalov, Halbig.

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