LKR Bad Kissingen

Glückliche Wollbacher stehen jetzt ganz oben

Das Siegtor des TSV gegen gleichwertige Haard/Nüdlinger fällt spät. Der TSV Oberthulba arbeitet sich mit einem Sechs-Punkte-Wochenende an die Tabellenspitze heran. Schondra und Aura schwächeln.
Das bessere, aber vor allem glücklichere Ende für sich hatte Leo Rottenberger (links) mit dem neuen Tabellenführer TSV Wollbach beim 1:0-Erfolg bei der SG Haard/Nüdlingen um Lenny Nicolai und Lukas Meder (rechts). Foto: Hopf       -  Das bessere, aber vor allem glücklichere Ende für sich hatte Leo Rottenberger (links) mit dem neuen Tabellenführer TSV Wollbach beim 1:0-Erfolg bei der SG Haard/Nüdlingen um Lenny Nicolai und Lukas Meder (rechts). Foto: Hopf
| Das bessere, aber vor allem glücklichere Ende für sich hatte Leo Rottenberger (links) mit dem neuen Tabellenführer TSV Wollbach beim 1:0-Erfolg bei der SG Haard/Nüdlingen um Lenny Nicolai und Lukas Meder (rechts).

SG Haard/Nüdlingen - TSV Wollbach 0:1 (0:0). Tor: Christoph Kriener (85.).

Das glücklichere Team hat den Vergleich der im Mittelfeld lauernden Verfolger der spielfreien Sulzthaler gewonnen. Bis zur 85. Minute boten sowohl die Gastgeber als auch Wollbach Spätsommerfußball mit nur wenigen Chancen. Doch dann wurde Christoph Kriener von rechts außen per Flanke am zweiten Pfosten bedient; der Wollbacher Hüne stieg hoch, erwischte den Ball optimal und köpfte ihn diagonal ins lange Toreck. Für die Haard/Nüdlinger war das der Genickschlag in diesem Spiel. "Wir hatten danach keine Chance mehr", sagte SG-Abteilungsleiter Peter Haupt nach dem Spiel. Dabei hätte auch seine Spielgemeinschaft die glücklichere Mannschaft sein können. Um die 70. Minute herum ließ Philipp Hofmann einen Schuss aus 22 Metern los. Wollbachs Torhüter Florian Erb streckte sich und erwischte den Ball mit den Fingerspitzen. Und zwar so, dass er noch an die Latte ging. Doch diese und andere Chancen von Vincent Kiesel und Nico Heer täuschten nicht darüber hinweg, dass es "eigentlich ein typisches 0:0-Spiel" war, so Haupt. Auch Wollbach, das "ein bisschen mehr Ballbesitz", vor allem im Mittelfeld, gehabt habe, erarbeitete sich zwei Möglichkeiten, alles aber wenig zwingend. Für den glücklichen Sieger geht es in der Tabelle vorerst an die Spitze.st

SG Oerlenbach/Ebenhausen - SC Diebach 4:2 (0:1). Tore: 0:1 Marcus Hein (3.), 0:2 Carlos Brandenstein (75.), 1:2 Sebastian Dees (78.), 2:2 Noah Pentenrieder (81.) 3:2 Andreas Schwab (83.), 4:2 Joachim Hofmann (90.).

Das ist bitter für den SC Diebach: Nach dem schon unglücklich verlorenen Freitags-Match gegen Oberthulba sahen die Rand-Hammelburger drei Viertel des Spiels wie die Sieger aus. Doch dann bekam die SG aus Oerlenbach/Ebenhausen die zweite Luft, schaffte auch dank größerer Effektivität innerhalb einer Viertelstunde vier Tore zum verdienten Sieg. Oerlenbachs Informant Thomas Müller sah von Beginn an "eine von der Spielanlage klar bessere Heimmannschaft". Diebach habe sich hinten reingestellt, aber auch gut verteidigt gegen vorne zunächst harmlose SGler. Die gerieten früh durch einen Sonntagsschuss von Marcus Hein in Rückstand. Der Diebacher zog aus 40 Metern ab und überlupfte den weit vor seinem Tor stehenden SG-Keeper Simon Seidl quasi. Danach mühten sich die Gastgeber, hatten viel Ballbesitz. Ihr Stürmer Nils Halbig hatte zweimal Pech, als er einmal nur den Pfosten traf und dann an SC-Torhüter Lukas Wahler scheiterte. Fast schien das überlegene Heim-Team die Partie zu verlieren, als Carlos Brandenstein bei einem Konter geschickt wurde und gekonnt einnetzte. Doch entscheidend für die SG war: Sie konnte gegen nachlassende Diebacher schnell antworten: eine Flanke von links, Gewusel im Diebacher Strafraum und Sebastian Dees staubte ab. Wunderschön der Ausgleich, als Noah Pentenrieder den Ball aus 20 Metern in den Winkel zimmerte. "Spätestens da haben wir gemerkt, dass noch etwas geht", sagte Thomas Müller . Die SG rannte an; Diebach hatte kaum noch etwas entgegenzusetzen. Auch beim 3:2 kam die Flanke von links; Andreas Schwab hielt am zweiten Pfosten den Fuß hin. Und beim Endstand stand nach einer Hereingabe von links Joachim Hofmann frei vor dem Tor und netzte ein. Damit verschafft sich Oerlenbach/Ebenhausen Luft zur Abstiegszone, in der Diebach ziemlich festhängt.st

SG Obererthal /Frankenbrunn/Thulba II - TSV Oberthulba 0:1 (0:1). Tor: Markus Kaufmann (40.). Bes. Vorkommnis: Tobias Brust verschießt Foulelfmeter (60.).

Diese Fußball-Regel kennen sicher nicht alle: Ein Spieler, der bei einem Elfer Latte oder Pfosten getroffen hat, darf den Abpraller nicht selbst ins Tor schieben. Das darf er nur, wenn zwischendrin ein anderer Akteur, zum Beispiel der gegnerische Keeper, am Ball war. Im Spiel gegen Oberthulba war der Leidtragende dieser Regel laut SG-Informant Markus Weidinger sein Teamkollege Tobias Brust: Nachdem der Obererthaler seinen Strafstoß an die Querlatte genagelt hatte, wollte er per Nachschuss vollenden - und wurde zurückgepfiffen (60.). Es wäre der Ausgleich gewesen in einem Spiel, das in der ersten Hälfte bessere Oberthulbaer und in der zweiten bessere Obererthaler sah. Ohne dass beide Teams viele Chancen kreierten. Die TSVler konnten dennoch ihre Überlegenheit in ein Tor ummünzen, die SGler eben nicht: Markus Kaufmann startete im Mittelfeld einen Lauf, setzte sich grenzwertig gegen einen Obererthaler Verteidiger durch, bekam den Ball wieder und zog etwa vom Sechzehner ab - 0:1. Dann die Szene, die zum Elfmeter für Obererthal führte: TSV-Innenverteidiger Frederik Döpfert will zu Torwart Kevin Voll zurückköpfen, Weidinger spritzt dazwischen, wird von Voll am Fuß erwischt - berechtigter Elfmeter . Doch Brust scheitert wie beschrieben. Möglicherweise hätte Obererthal laut Markus Weidinger einen zweiten Strafstoß bekommen können. Ebenjener Tobias Brust sei nach einem Einwurf am Fuß getroffen worden; der Schiri habe es nicht gesehen. So blieb es beim knappen Sieg der Oberthulbaer. st

SC Diebach - TSV Oberthulba 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Markus Markert (82.).

Die Gastgeber durften am Freitagabend bis in die Schlussphase hinein wenigstens auf einen Punktgewinn hoffen. Dieser wäre allerdings glücklich gewesen, denn die favorisierten Gäste dominierten nicht nur die Partie, sondern verzeichneten auch die Mehrzahl an Tormöglichkeiten. So schrammte bereits nach sieben Minuten ein Freistoß von Christian Herrlein am SC-Kasten vorbei, bei einem Hinterhaltsschuss von Markus Markert musste der heimische Keeper Lukas Wahler sein ganzes Können zeigen. Die Gäste-Deckung, mit wesentlich routinierteren Akteuren im Vergleich zur Vorwoche besetzt, verteidigte vielbeinig, die Vorderleute erarbeiteten sich allerdings kaum Hochkaräter. Die Strauch-Elf, bei der Felix Lutz absent war, ging mit ihren Gelegenheit teilweise verschwenderisch um. Dazu kam noch Pech, als Maximilian Kiesner mit einem fulminanten Schuss nur das Lattenkreuz traf. In der Schlussviertelstunde betrat dann der Diebacher Held des letzten Spieltages, Marcus Hein, den Rasen, doch den entscheidenden Gegentreffer, ein Sonntagsschuss von Spielmacher Markus Markert unhaltbar in den Winkel, konnte er nicht verhindern. sbp

SG Waldberg/Stangenroth - DJK Schondra 3:2 (1:0). Tore: 1:0 Jonathan Mack (4.), 1:1 Tim Weimann (50.), 2:1 Philipp Hillenbrand (60.), 3:1 Julian Raab (66.), 3:2 Marcel Schöppach (89.). Rot: Enrico Rauch (90.+2, SG Waldberg).

Auch ohne vier Stammspieler, die Junggesellen-Abschied feierten, hat die SG Waldberg/Stangenroth die DJK Schondra vor 140 Zuschauern in die Knie gezwungen. "Ein verdienter Sieg", bewertete SG-Trainer Mirko Kleinhenz das Geschehen auf der Waldsportanlage in Waldberg, lobte aber im gleichen Atemzug den Aufsteiger: "Das ist eine wirkliche starke, sehr junge Truppe mit Potenzial." Kleinhenz sah seine Mannschaft in der ersten Halbzeit mit Vorteilen: "Das frühe 1:0 durch den 25-Meter-Heber von Jonathan Mack hat uns gut getan." Die SG besaß weitere Möglichkeiten, wenngleich Schondra mehr Ballbesitz hatte. Umso schwungvoller kehrten die Gäste nach der Pause auf den Rasen zurück, aggressiver und mit mehr Biss. Der Ausgleich war Auslöser für einen packenden, offenen Schlagabtausch, "in dem wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen haben." Erst traf Philipp Hillenbrand aus 25 Metern mit einem Traumtor in den Knick, sieben Minuten später traf Julian Raab nach einem Konter. Dem hatte Schondra kurz vor Schluss nur noch das 2:3 durch Marcel Schöppach entgegenzusetzen. Die Wiedergutmachung für das 1:4 eine Woche zuvor beim TSV Oberthulba war der Spielgemeinschaft geglückt.rus

FC Bad Brückenau - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Lorenz Schäfer (29.). Gelb-Rot: Lubomir Stieranka (90.+2, Bad Brückenau).

Den Sprung an die Tabellenspitze verpasste die angereiste Spielgemeinschaft, während sich die Sinnstädter über einen durchaus überraschenden, aber nicht unverdienten Punkte-Zuwachs freuen durften. Dass die Begegnung nur selten Kreisklassen-Niveau erreichte, damit konnten die FC-Kicker sehr gut leben. Das Tor des Tages erzielte Lorenz Schäfer, der sich nach einem feinen Zuspiel von Jens Kleinheinz freistehend die Ecke aussuchen durfte.Eine etwas glückliche Führung zur Pause, weil beide Parteien gute Chancen besaßen. Auf FC-Seite wurde ein strammer 25-Meter-Schuss von Lubomir Stieranka übers Tor notiert, die Gäste hatten zwei gefährliche Abschlüsse durch Johannes Friedrich , die Bad Brückenaus Torwart German Steile entschärfte. Zudem forderte die Spielgemeinschaft vehement - und umsonst - Strafstoß nach einer strittige Situation im Strafraum . Nach dem Wechsel wurde es überschaubar in den Strafräumen beider Teams. Benjamin Hackbusch fand aus fünf Metern in SG-Torwart Efstathios Katsimpras seinen Meister (70.), auf der anderen Seite verpasste Marcel Röder den Ausgleich mit seinem Kopfball an die Latte (84.).js

SG WMP Lauertal II - SV Aura 2:2 (0:0). Tore: 0:1 Jan Graser (60.), 0:2 Mirko Haelbig (73.), 1:2 Daniel Schmitt (74.), 2:2 Nils Ledermann (87.).

Vor dem Spiel hätte mit diesem Ergebnis wahrscheinlich niemand gerechnet. Schließlich reisten die Jungs aus Aura als Tabellenführer an, während die Lauertal-Truppe nach sechs Spielen ohne Punktgewinn war. Neben 14 Punkten hatte Aura Spielertrainer David Böhm und Mirko Haelbig dabei, die mit acht und sechs Toren einen großen Anteil an der torgefährlichsten Offensive der Liga haben. Die erste Halbzeit stand jedoch im Zeichen von Daniel Schmitt. Der Lauertaler traf gleich drei Mal das Aluminium. Von Aura war trotz viel Ballbesitz wenig zu sehen; man konnte sich glücklich schätzen, in der ersten Halbzeit kein Gegentor kassiert zu haben. Einzig zwei gelbe Karten waren im Notizbuch des Schiedsrichters vermerkt, eine davon für Torjäger David Böhm. Diesem gelang es auch in der zweiten Halbzeit nicht, seine Serie von fünf Spielen mit Torerfolg auszubauen. Den Bann brach schließlich Jan Graser, der zu seinem vierten Saisontor kam. Dies schien zumindest einem der Torjäger Auftrieb zu geben, denn Mirko Haelbig baute kurz vor Schluss die Führung aus. Aber als Daniel Schmitt postwendend doch traf, war die Lauertal-SG nun wild entschlossen, den ersten Punkt der Saison zu sammeln. Dies gelang dann auch dank eines schönen Volley-Treffers von Nils Ledermann von außerhalb des Strafraums , der im linken unteren Eck einschlug. So durfte Lauertal dank einer beherzten Aufholjagd und einem starken David Schmitt den ersten Punkt einsammeln, während Aura trotz der verschenkten Punkte weiter an der Tabellenspitze verweilt. sab

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