Schondra

Peter Leitsch: Malocher nicht nur auf dem Platz

In der Familie des Fußballers der DJK Schondra wird viel über Fußball gesprochen. Warum die Kritik vom Vater weiterhilft.

Kurz und präzise ist das Anspiel von Kilian Markart auf Peter Leitsch, beide haben schließlich eine gemeinsame Fußball-Vergangenheit. Der 24-Jährige, der in Schondra lebt, studiert in Nürnberg an der TH Maschinenbau und schreibt derzeit in Schweinfurt bei der Firma Schaeffler seine Masterarbeit. Um sich fit zu halten, stehen bei Peter Leitsch auch das Fahrrad- und Skifahren ganz oben auf der Freizeitliste.

Wer hat Sie angespielt?

Ich wurde von Kilian Markart angespielt, den ich durch den Fußball kennengelernt habe. Seit der U17 haben wir zusammen in der Jugend gespielt, anschließend drei Jahre in Schondra in der 1. Mannschaft gekickt. Wir haben uns auch schon immer sehr gut neben dem Platz verstanden, woraus sich eine sehr gute Freundschaft entwickelt hat. Wir unternehmen öfters was zusammen und diskutieren natürlich auch ab und zu über Fußball .

Wie sieht Ihr Laufweg aus?

Seit klein auf spiele ich Fußball , begonnen bei den Bambini in Schondra . Anschließend habe ich dort alle Stationen durchlaufen, dabei in verschiedenen Spielgemeinschaften und zwei Jahre in der JFG Sinntal-Schondratal gespielt. Seit 2016 spiele ich in der 1. Mannschaft in Schondra .

Sie spielen in der Innenverteidigung gemeinsam mit Ihrem Bruder Ferdinand. Gibt es Konkurrenzkampf?

Wir haben einen relativ starken Konkurrenzkampf im Team. Durch den Zusammenschluss mit Schönderling, durch dazugestoßene Jugendspieler und die Rückkehr von Verletzten sind wir relativ breit aufgestellt. Auch zwischen meinem Bruder und mir ist ein gewisser Konkurrenzkampf da. Aber ich denke, dass wir uns im Spiel gut ergänzen. Wir spielen ja erst seit dieser Saison zusammen in der Verteidigung. Ich kann mir von ihm in Sachen Spielaufbau einiges abschauen. Dafür gab es von meiner Seite zu Beginn im Zweikampfverhalten, vor allem im Kopfballspiel, noch ein bisschen Nachhilfe.

Lieber Dreier- oder Viererkette?

Eindeutig Viererkette. Wir haben in den letzten Jahren beide Systeme gespielt. Den größten Vorteil in der Viererkette sehe ich darin, dass die Außenbahnen doppelt besetzt sind. So lässt sich das Spiel über außen deutlich schneller aufbauen und gegen stärkere Gegner aus der Defensive heraus besser kontern. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass wir mit der Viererkette unabhängig vom System des Gegners unser System spielen können. Mit der Dreierkette haben wir uns gefühlt immer sehr an das Spiel des Gegners angepasst.

Sie kommen aus einer Fußballer-Familie. Wie intensiv wird bei Euch daheim über die schönste Nebensache der Welt gesprochen?

Fußball ist bei uns ein sehr großes Thema. Wir verfolgen daheim öfters gemeinsam die Spiele des FC Bayern . Zudem bin ich mit meinem Bruder im ständigen Austausch über das Geschehen bei uns in der Mannschaft. Dabei entstehen mitunter längere Diskussionen , wobei wir oft die gleiche Ansicht vertreten.

Euer Vater ist bei Spielen meistens dabei. Wie kritisch ist das Familienoberhaupt?

Schon relativ kritisch. Wir bekommen in der Regel mehr Kritik als Lob ab. Nach dem Spiel wird daheim schon einmal länger diskutiert und die Leistung kritisch bewertet. Aber er äußert vor allem konstruktive Kritik , das ist auch wichtig. So weiß ich direkt, an was ich noch arbeiten muss, um mich zu verbessern.

Sie sind Bayern-Fan und haben zuletzt in Nürnberg studiert. Haben Sie nicht ein bisschen Ihr Herz an den "Glubb" verloren?

Nein, das nicht. Auf so viele Nürnberger Fans bin ich dort gar nicht gestoßen. Die Studienkollegen kommen aus ganz Deutschland, da waren auch ziemlich viele Fans anderer Vereine vertreten. Wir waren auch öfters in der ein oder anderen Kneipe zum Fußball schauen, da haben wir auch viele Anhänger des FC Bayern getroffen.

Vom Nürnberg aus sind Sie regelmäßig zu den DJK-Spielen heimgefahren. Was ist Ihre Motivation?

Fußball ist für mich einfach sehr wichtig. Es macht mir riesen Spaß, zusammen mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und zu fighten. Zum größten Teil kennen wir uns schon ewig und verstehen uns auch alle sehr gut. Es ist wichtig, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt, die gesetzten Ziele zu erreichen. Nur so können wir uns verbessern und weiterentwickeln.

Im Verein gelten Sie als hilfsbereiter Typ, der gerne mit anpackt. Eine Selbstverständlichkeit?

Ja, auf jeden Fall. Wir haben so viele Leute, die uns den Spielbetrieb ermöglichen und viel Zeit im Hintergrund investieren, damit alles reibungslos funktioniert. Zudem haben wir hier in Schondra so gute Voraussetzungen. Vor kurzem haben wir erst ein neues "altes Sportheim" gebaut. Da bringt man sich gerne ein und packt mit an, wenn man helfen kann.

Beim Feiern sind Sie eher offensiv als defensiv eingestellt. Was gehört in Schondra zu einer zünftigen Party?

Wichtig bei jeder Feier ist natürlich die Kameradschaft. Nach dem Training sitzen wir öfters zusammen im Sportheim. Da entsteht schon mal spontan bei dem ein oder anderen Bier - zur späteren Stunde auch mal Asbach Cola - eine gescheite Party.

An wen spielen Sie weiter?

Ich spiele weiter an den Niko Schreiner aus Motten. Wir kennen uns auch durch den Fußball , haben in der U19 zusammengespielt. Nach der Jugend ist Niko allerdings zurück zu seinem Heimatverein . Wir unternehmen immer wieder was und fahren regelmäßig im Sommer zum Campen an den See.

Steilpass-Regeln: Das Spielfeld haben wir deutlich breiter gesteckt. Der Spieler muss lediglich aus dem Landkreis Bad Kissingen kommen oder dort aktiv sein. Und zwar nicht zwangsläufig als Fußballer . Jeder Sportler und jede Sportlerin darf angespielt werden. Abwechslung ist angesagt!

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