Nüdlingen

Schnell und entspannt: "Team life!" beim Schnitthepper-Run

Schnell zu laufen, und trotzdem entspannt unterwegs sein. Das ist die hohe Kunst der flotten Bewegung. Wolfgang Müller und seine Kollegen vom "Team life!" beherrschen diese.
Exakt 26 Minuten und 52 Sekunden benötigten Müller und Jochen Rüttiger für den knapp acht Kilometer langen Hauptlauf beim Schnitthepper-Run in Nüdlingen. Rüttiger war eine Textilspitze weiter vorne, bekam damit als Gesamtsieger den Pflasterstein-Pokal überreicht, entworfen vom Nüdlinger Künstler Gottfried Straub. Teamkollege Marcus Enders folgte eine Sekunde später. "Wir wollten zusammen und zeitgleich ins Ziel laufen, was allerdings dem Veranstalter die Wertung erschwert hätte. Der Zieleinlauf hat sich so ergeben. Uns ging es einfach um den Spaß, da ist die Platzierung zweitrangig", sagt Wolfgang Müller, Besitzer eines Gesundheits-Studios in Bad Neustadt.

Dass solch ambitionierte Läufer den Weg nach Nüdlingen gefunden hatten, freute Lauf-Organisator Wolfgang Wilm. "Mit welchem Tempo die Drei unterwegs waren, war für die Zuschauer schon interessant. Die Zeit ist natürlich klasse, aber die hätten sogar noch etwas schneller sein können." Was Wilm besonders freute, war das positive Feedback von allen Seiten. "Mit Lothar Ganß hat sich der älteste Läufer am nächsten Morgen telefonisch persönlich für den stimmungsvollen und schönen Lauf bedankt. Auch das Life!-Team blieb noch lange sitzen."
Trotz der intensiven Vorbereitung und einem arbeitsreichen Veranstaltungstag hatte Wilm bereits am Abend die ersten lockeren Gespräche geführt mit Sponsoren und Helfern. "Das hilft einfach bei der rechtzeitigen Planung. Außerdem wollen wir zum kleinen Jubiläum etwas Besonderes bieten", blickt Wilm auf die fünfte Auflage in 2014.

"Der Lauf ist klein, aber fein. Es war eine super Atmosphäre und alles war sehr gut organisiert. Die Strecke war außerdem sehr abwechslungsreich. Was zeigt, dass man auch bei einem kleinen Event sehr viel Spaß haben kann", lobt Wolfgang Müller die Rahmenbedingungen. "Außerdem ist es einfach schön, mit Freunden gemeinsam einem Hobby nachzugehen." Dank der Samba-Trommler aus Werneck, der Wuschel-Truppe des NCC Nüdlingen, aber auch dank der vielen privaten Stimmungsmacher an der Strecke wurden die Sportler perfekt motiviert. Dass der Hauptlauf keinewegs "Experten" vorbehalten ist, betont Wilm ausdrücklich. "Ich bin froh, wenn auch der Otto-Normal-Verbraucher mit dabei ist. Der Lauf ist zum Reinschnuppern doch ideal." Gerade bei den Jüngsten spielte die Zeit keine Rolle. 80 Bambini ließen sich vom vorauslaufenden "Pluto" inspirieren. Für die vielen Kinder hatte es im Vorfeld über den Kindergarten eigens eine Sammel-Anmeldung samt Starterpaket gegeben.

"Das war eine runde Sache und prima Teamarbeit von der Vorbereitung über die Anmeldung und Durchführung bis zur Siegerehrung", sagt Wolfgang Wilm. Und lobt den respektvollen Umgang aller Beteiligten. Dass einige Anwohner trotz des überschaubaren Zeitfensters ihr Auto im Streckenbereich bewegten, war einer der wenigen verbesserungswürdigen Aspekte des noch jungen Laufes. "Vor allem die Streckenposten sind dann in der Zwickmühle, wenn ein Bekannter mit dem Auto durchfahren will", weiß Wilm um diese Problematik.
Mit diesen Rahmen-Bedingungen besitzt der Schnitthepper-Run das Potential zu einer sportlichen Aufwertung. Einige Athleten machten bereits den Vorschlag, Nüdlingen solle sich als Ausrichter der Laufserie um den Rhön-Grabfeld-Cup bewerben. Für Wolfgang Wilm eine interessante Vision.

Herren (36 Teilnehmer) 1. Jochen Rüttiger (Team Life!/W-30) 26:52; 2. Wolfgang Müller (Team Life!/Herren) 26:52; 3. Marcus Enders (Team Life!/ Herren) 26:53; 4. Winfried Enders (TV Bad Brückenau/M-50) 27:11; 5. Reinhart Vogler (TV Bad Brückenau/M-60) 27:38; 6. Sieghard Sapper (TV/DJK Hammelburg) M-40) 27:53; 7. Werner Keller (TSV Rannungen/M-50) 28:31; 8. Hans Wagner (TV Bad Brückenau/M-50) 29:12; 9. Andreas Kurfeß (TSV Rannungen) 29:18; 10. Stefan Riesner (Reservisten Wildflecken/M-40) 29:20.

Frauen (5 Teilnehmer) 1. Ellen Enders (Team Life!/Frauen) 29:03; 2. Nellia Startke (SV Ramsthal/ W-40) 35:52; 3. Antje Hoever (SV Ramsthal/W-40) 36:10; 4. Franziska Thomas (ohne Verein) 39:23; 5. Heike Renninger (TSV Reiterswiesen/W-40) 44:43.

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