Kiel

Bewegende Trauerfeier für Willi Holdorf

Willi Holdorf       -  Wurde in seiner Heimat beigesetzt: Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf.
Foto: --/epa/dpa | Wurde in seiner Heimat beigesetzt: Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf.

Auf einem Gut in der Nähe seiner Heimatgemeinde Achterwehr (Schleswig-Holstein) würdigten sie das Leben und die Verdienste des ersten deutschen Goldmedaillengewinners in der Königsdisziplin der Leichtathletik.

Prominentester Besucher unter den rund 100 geladenen Gästen war Fußball-Legende Uwe Seeler, ein langjähriger guter Freund Holdorfs. Der 83-Jährige reiste aus Norderstedt nördlich von Hamburg an. Ein Trauer-Redner war der ehemalige schleswig-holsteinische CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Die Beisetzung Holdorfs fand im engsten Familienkreis statt.

„Willi war ein Fels in der Brandung, aufgeschlossen, charmant und temperamentvoll. Nie hat er aufgegeben, immer hat er gekämpft”, sagte Rednerin Melanie Frank. „Er konnte Menschen mitreißen. Der Sport war dabei sein Fundament.”

Der Olympiasieger von Tokio 1964 war am vergangenen Sonntag im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit zuhause in Achterwehr gestorben. Als erster Deutscher krönte sich Holdorf am 20. Oktober 1964 zum Olympiasieger im Zehnkampf. Nach ihm gelang dies bis dato nur dem damaligen DDR-Leichtathleten Christian Schenk 1988 in Seoul. Nach seinem Coup wurde Holdorf zum „Sportler des Jahres” gewählt und 2011 in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

© dpa-infocom, dpa:200714-99-789327/3

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