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Borussia Dortmund will mit Trainer Favre verlängern

Lucien Favre       -  Soll seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängern: Coach Lucien Favre.
Foto: Federico Gambarini | Soll seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängern: Coach Lucien Favre.

Ist Mario Mandzukic von Juventus Turin ein Kandidat für das Sturmzentrum? Oder gar Frankfurts Sébastien Haller? Und wie sinnvoll wäre eine Verpflichtung des Münchner Abwehrspielers Jérôme Boateng?

Borussia Dortmund sorgt auch nach den vielbeachteten Transfers von Julian Brandt (Leverkusen), Nico Schulz (Hoffenheim) und Thorgan Hazard (Mönchengladbach) weiter für Spekulationen. In der Trainerfrage herrscht hingegen Klarheit: Der Fußball-Bundesligist will den Vertrag mit Lucien Favre zeitnah über den 30. Juni 2020 hinaus verlängern.

„Natürlich werden wir mit ihm in die Gespräche gehen, und ich persönlich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte”, sagte Sportdirektor Michael Zorc der „Funke Mediengruppe”. „Wir alle fühlen uns in dieser Konstellation wohl.”

Mit Blick auf die Kaderzusammenstellung wird in diversen Medien fast täglich ein potenzieller Neuzugang gehandelt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk von Zorc derzeit eher auf der Verkleinerung des zu großen Kaders. Nur der Verkauf von Stars eröffnet weiteren finanziellen Spielraum für Verstärkungen.

Nicht nur die drei Neuzugänge sorgen für ein Überangebot an Profis. Allein sieben Leihspieler kehren in diesem Sommer zurück. Den damit verbundenen drohenden Anstieg der Gehaltskosten will der BVB unter allen Umständen vermeiden. „Mir fällt spontan keiner ein, der eine Option für uns wäre”, antwortete Hans-Joachim Watzke auf die Frage nach der Zukunft der Leihspieler beim BVB. Selbst für den ehemaligen Weltmeister André Schürrle oder den einstigen Publikumsliebling Shinji Kagawa ist kein Platz. „Der größte Teil kehrt nicht zu uns zurück”, kündigte der Geschäftsführer an.

Schürrle (Fulham), Kagawa (Besiktas Instanbul), Jeremy Toljan (Celtic Glasgow), Felix Passlack (Norwich), Dzenis Burnic (Dresden), Sebastian Rode (Frankfurt) und Alexander Isak (Willem II) sollen deshalb weiterverliehen oder im Idealfall verkauft werden. Als weitere Abgänge werden die zuletzt nur als Reservisten eingesetzten Ömer Toprak und Maximilian Philipp gehandelt. Den früheren Kapitän Marcel Schmelzer möchte Zorc hingegen gerne halten, wie er betonte.

Zudem bekundet der ehemalige BVB-Coach Thomas Tuchel dem Vernehmen nach weiter Interesse an einer Verpflichtung von Julian Weigl und Raphael Guerreiro, um seinen Luxuskader von Paris Saint-Germain aufzurüsten. Im Fall von Weigl erklärte Zorc, dass ein Abgang kein Thema sei. „Julian hat einen langfristigen Vertrag bei uns, und wir haben überhaupt keine Intention, irgendetwas daran zu ändern.” Weil Europameister Guerreiro seit Wochen wenig Anstalten macht, seinen bis 2020 datierten Vertrag zu verlängern, spricht viel für einen Abschied. Zorc: „Das ist momentan eine ungeklärte Situation.”

Als weniger wahrscheinlich gilt jedoch ein Weggang von Mario Götze, dessen Kontrakt ebenfalls in einem Jahr ausläuft. Laut „Bild” erwägt der FC Arsenal eine Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014. Solche Gerüchte verbessern die Position für Götze bei den Verhandlungen mit den Dortmundern, die den in der eigenen Jugend entwickelten Edeltechniker liebend gern halten möchten.

Für die jüngste Spekulation sorgte der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg, der dem BVB eine Verpflichtung von Boateng als „perfekten Stabilisator” im angestrebten Kampf um die Meisterschaft empfahl. Doch das Transfer-Budget von Zorc ist längst ausgeschöpft. Denn der üppige 64-Millionen-Euro-Erlös aus dem Verkauf von Christian Pulisic an den FC Chelsea floss in die insgesamt rund 75 Millionen Euro teuren Zukäufe von Brandt, Schulz und Hazard. Darüber hinaus wird in diesem Sommer eine 21-Millionen-Euro-Zahlung an den FC Barcelona für den inzwischen fest verpflichteten ehemaligen Leihspieler Paco Alcácer fällig.

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dpa
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